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Zwergtaucher mit Jungen

Der Zwergtaucher ist der kleinste Lappentaucher und verwandt mit dem Haubentaucher. Die Übersetzung seines wissenschaftlichen Namens Tachybaptus ruficollis lautet „Rothalsiger Schnelltaucher“. Die Vögel sind in der Tat exzellente Schwimmer und Taucher. Auch bei Gefahr verschwinden sie blitzschnell unter die Wasseroberfläche.

Zwergtaucher Titelbild

Männchen und Weibchen sind amselgross und sehen fast gleich aus, das Männchen ist etwas grösser. Ansonsten gibt es keinen Geschlechtsdimorphismus. Das Gewicht beträgt 130 bis 230 g, entspricht also ungefähr zwei Tafeln Schokolade. Im Brut- oder Prachtkleid ist der Zwergtaucher intensiver und dunkler gefärbt. Brust, Hals und Wange leuchten rostbraun, die Unterseite ist weiss glänzend. Auffällig sind der dunkle, kurze Schnabel mit weisser Spitze und vor allem der leuchtende, gelbliche Schnabelwinkel.

Zwergtaucher werden gerne übersehen, da ihr Gefieder unauffällig ist und sie in der Regel sehr scheu sind, vor allem während der Brutzeit. Oft werden sie mit jungen Enten verwechselt.

Kohlmeise Titelbild

Die Kohlmeise ist unsere grösste und anpassungsfähigste Meise und eine der bekanntesten Gartenvogelarten in Europa. Ihr Verbreitungsgebiet reicht bis nach Asien.

Früher bewohnte sie Laub- und Mischwälder, sie kommt heute aber in fast allen Lebensräumen vor, in denen sie Höhlen und Nischen zum Brüten findet, also auch in Obstgärten und Siedlungen. Die Kohlmeise ist ein Standvogel, d.h. sie lebt ganzjährig bei uns. Nur Vögel aus Nordeuropa ziehen im Winter zum Teil in südlichere Gegenden ab.

Kohlmeise Maennchen Streif

Gut beobachten lässt sich die Kohlmeise im Winter am Futterhäuschen. Männchen und Weibchen unterscheiden sich nur bei genauerem Hinsehen. Der schwarze Bruststreif – in der Schweiz bezeichnen wir ihn als „Krawatte“ – ist bei Männchen ausgeprägter und zieht sich bis zu den Beinen. Je breiter die „Krawatte“, umso dominanter und attraktiver ist das Männchen.

Beim Weibchen ist dieser Streif schmaler, oft durchbrochen und läuft aus. Der Kopf ist schwarz, die Wangen weiss. Die „kohlschwarzen“ Partien am Kopf gaben der Kohlmeise ihren Namen, früher wurde sie auch als „Brandmeise“ bezeichnet. Der Rücken ist grüngrau gefärbt, Flügel und Schwanz blaugrau.

Kohlmeise Weibcgen Streif

Den Gesang hört man bereits im Spätherbst und Winter. Er lässt sich dann leicht lernen, da das Vogelkonzert in dieser Jahreszeit generell bescheiden ist. Der bekannteste Gesang der Kohlmeise ist „ti-ta-ti-ta-ti-ta“ oder auch das mehrfach wiederholte Motiv „zi-zi-däh“, in der Schweiz bekannt als „Zyt isch do“. Ab dem Beginn der Brutsaison Mitte April verstummt der Gesang langsam und oft sind die Leute erstaunt, dass der vertraute Gesang nicht mehr zu hören ist.

Die Kohlmeise baut ihr Nest aus feinem Moos und Grashalmen in Spechthöhlen, Astlöchern und andern Hohlräumen. Sie polstert das Nest mit Tierhaaren, Wolle und kleinen Federn aus. Das Gelege umfasst 6 bis 12 Eier. Bei der Jungenaufzucht spielen eiweissreiche Raupen eine grosse Rolle. Aufgrund von entsprechendem Futtermangel in Gärten reicht die Nahrung für den Nachwuchs dann oft nicht aus, vor allem wenn zur Nestlingszeit tagelang schlechtes Wetter herrscht.

Kohlmeise Raupe

Die Jungen sind anfangs nackt und blind. Der Rachen ist ultraviolett gefärbt und so für die fütternden Altvögel im Halbdunkel besser sichtbar. Beide Eltern tragen 16 bis 22 Tage Nahrung ins Nest. Etwa eine Woche nach dem Ausfliegen sind die jungen Kohlmeisen selbstständig, werden aber von den Eltern weiterhin mit Futter versorgt. Oft kann man junge Meisen bei der gemeinsamen Futtersuche beobachten.

Alpenstrandl Titelbild


Der Alpenstrandläufer ist eine der häufigsten Watvogelarten und gehört zur Familie der Schnepfenvögel. Watvögel bezeichnet man auch als Limikolen. Viele Limikolen sind Schwarmvögel und Zugvögel. Drei Viertel seines Lebens verbringt der Alpenstrandläufer auf dem Zug oder in den Überwinterungsgebieten.

In der Schweiz ist der „Alpi“, wie wir ihn im Volksmund liebevoll nennen, kein Brutvogel, sondern nur während des Durchzugs zu beobachten, selten überwintern einzelne Individuen bei uns. Unsere nördlichen Nachbarn werden in dieser Hinsicht richtiggehend „verwöhnt“. Am Wattenmeer können die Alpenstrandläufer zu den Durchzugszeiten in grossen Schwärmen angetroffen werden. Dort mausern bereits im August mehrere hunderttausend Altvögel, später treffen auch noch die Jungvögel ein.

Alpenstrandl Schwarm


Im letzten Oktober konnten wir selber die Alpenstrandläufer an der Ostsee in kleinen Verbänden, manchmal vergesellschaftet mit andern Limikolen, beobachten. Dieses Schauspiel beeindruckte uns nachhaltig.

Den Winter verbringt der Alpenstrandläufer an Meeresküsten in Mittel-, West- und Südeuropa und in Nordwestafrika bis Indien.

Der bevorzugte Lebensraum zur Brutzeit sind feuchte Wiesen und Moore, Heidegebiete, vor allem Tundren und Salzwiesen mit niedriger Vegetation. Er ist jedoch streng an das Vorhandensein von Feuchtgebieten und offenem Wasser gebunden. Island beherbergt drei Viertel des europäischen Bestands. Der Rest brütet im Norden Skandinaviens und Sibiriens, auf den Britischen Inseln und im Ostseeraum.

Alpenstrandl Brutgebiet

 

"Die etwas irreführende Bezeichnung Alpenstrandläufer ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass deutschsprachige Ornithologen ihn zu Beginn des 19. Jahrhunderts vor allem als Brutvogel der Lappländischen Alpen kannten." (Wikipedia)

Alpenstrandl Prachtkleid

Im Pracht- oder Brutkleid ist der etwa starengrosse „Alpi“ durch das schwarze Bauchschild unverkennbar. Auf der Oberseite ist sein Federkleid rostbraun gefärbt. Der schwarze Schnabel ist mittellang und im vorderen Viertel leicht nach unten gebogen. Sein Verwandter - der Sichelstrandläufer - hat einen längeren und stärker gebogenen Schnabel.

Alpenstrandl Verwandter Sichelstrandlaeufer


Speziell ist die Art der Futtersuche. Viele Watvögel suchen ihre Nahrung wie Insekten, Larven, Würmer, Krebstierchen und andere Wirbellose mit dem Schnabel stochernd an Kies- und Sandstränden, auf Schlickflächen und Schlammbänken. Der Alpenstrandläufer zeigt dabei eine besondere Verhaltensweise; daran ist er auch oft gut zu erkennen: Er „nähmaschinelet“, wie wir in Schweizerdeutsch sagen. Das heisst, er bewegt seinen stochernden Schnabel im weichen, feuchten Boden so schnell auf und ab, dass man es mit der raschen Bewegung der Nadel einer ratternden Nähmaschine vergleichen kann.

Alpenstrandl stochernd

Im Schlicht- oder Ruhekleid „verliert“ der Alpenstrandläufer seinen schwarzen Bauchfleck, das Gefieder seiner Oberseite mutiert zu graubraun bis rauchgrau. In diesem Kleid ist es oft schwierig, ihn einwandfrei zu bestimmen, da er dann gerne mit andern Watvogelarten verwechselt werden kann.

Alpenstrandl Schlichtkleid

Bild oben: Alpenstrandläufer im Schlichtkleid (rechts) zusammen mit einer Bekassine und zwei Kampfläufern, zwei anderen Limikolenarten.
Bild unten: Alpenstrandläufer im Jugendkleid.

Alpenstrandl Jugendkleid

Limikolen produzieren generell vier Eier, so auch der Alpendstrandläufer. Er legt die Eier in einem Abstand von 30 bis 36 Stunden. Es findet eine Jahresbrut statt, die Brutzeit dauert von Mai bis Juli. Das Nest am Boden ist meist gut in einem Grashorst versteckt. Beide Elternvögel bebrüten die Eier. Nach etwa drei Wochen schlüpfen die Küken. Ihre Daunen sind in diesem Stadium nicht wasserdicht und mit ihrem Schnabel können sie noch nicht im Boden stochern. Sie picken deshalb kleinste Tiere von Pflanzen und Boden. Nach weiteren drei Wochen sind die Jungvögel flügge. Die Geschlechtsreife tritt nach einem Jahr ein. Der Vogel kann im besten Fall gut 20 Jahre alt werden!

Alpenstrandl Meeresstrand


Der Alpenstrandläufer gehört zu den Arten, für die ein starker Arealverlust infolge der Klimaerwärmung prognostiziert wird.

Wir freuen uns auf den Herbstzug und hoffen, in unsern Hauptbeobachtungsgebieten in der Schweiz, am Klingnauer Stausee und am Flachsee, einige Alpenstrandläufer und natürlich auch andere Limikolen sehen zu können.

Alpenstrandlaeufer T

 

Die ausführliche Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier: der Alpenstrandläufer.

Ich danke Edith und Beni Herzog herzlich für die interessanten Informationen und die wunderbaren Fotos. Auf ihrer Webseite benifotos.ch sind die Bilder grösser und noch prächtiger zu sehen.

 

 

 


Steinschmaetzer Titelbild


Der Steinschmätzer brütet in weiten Teilen Europas und Nordasiens, in Alaska, im arktischen Ostkanada und in Grönland. Er überwintert ausschliesslich in den afrikanischen Steppen südlich der Sahara und auf der Arabischen Halbinsel. Aus der artenreichen Gattung der Steinschmätzer wählen wir den „echten“ Steinschmätzer, d.h. die Art, die u.a. in der Schweiz und Deutschland brütet. In der Schweiz sind die Brutlebensräume vorwiegend in den Bergen, meist oberhalb der Waldgrenze zwischen 1800 und 2600 m. Der Steinschmätzer bevorzugt kurzrasige und steindurchsetzte Wiesen. In Deutschland findet man ihn auch auf Heideflächen, in Dünengebieten an der Küste, in Kies- und Sandgruben, Steinbrüchen, abgetorften Mooren und Truppenübungsplätzen. In den meisten Bundesländern Deutschlands gilt die Art als vom Aussterben bedroht.

Steinschmaetzer Flug

Das Männchen zeigt im Prachtkleid eine sehr schöne Färbung. Seine Unterseite ist weiss, die Oberseite grau, die Flügel schwarz und im Gesicht fällt die schwarze „Zorro“-Maske auf, ebenso der weisse Überaugenstreif. Ein deutliches Erkennungsmerkmal im Flug ist in allen Kleidern das kopfstehende schwarze T im weissen Schwanz.

Steinschmaetzer Maennchen

Weibchen sind bis auf die dunklen Flügel und den schwarz-weissen Schwanz beige-braun gefärbt.

Steinschmaetzer Weibchen

Steinschmätzer sind territorial und verteidigen ihr Revier aggressiv. Der Reviergesang des Männchens besteht aus hart zwitschernden und knirschenden Strophen. Es hört sich ein bisschen an, als ob zwei Steine hart gegeneinander gerieben würden. Womit das Rätsel des Namens Steinschmätzer auch gelöst wäre!

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Bild: Pixabay, maxmann, Public Domain CC0

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  • Weihnachtsbäckerei

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Dec 3, 2021 | 02:43 am

    Weihnachtsbäckerei


    Weinbeer, Mandeln, Sultaninen,
    süße Feigen und Rosinen,
    welsche Nüsse - fein geschnitten,
    Zitronat auch - muss ich bitten! -

    Birnenschnitze doch zumeist
    und dazu den Kirschengeist;
    wohl geknetet mit der Hand
    alles tüchtig durcheinander
    und darüber Teig gewoben -
    wirklich, das muss ich mir loben!

    Solch ein Brot kann's nur im Leben
    jedes Mal zur Weihnacht geben!
    Eier, Zucker und viel Butter
    schaumig rührt die liebe Mutter;
    kommt am Schluss das Mehl daran,
    fangen wir zu helfen an.

    In den Teig so glatt und fein
    stechen unsre Formen ein:
    Herzen, Vögel, Kleeblatt, Kreise -
    braune Plätzchen, gelbe, weiße
    sieht man bald - welch ein Vergnügen -
    auf dem Blech im Ofen liegen.

    Knusprig kommen sie heraus,
    duften durch das ganze Haus.
    Solchen Duft kann's nur im Leben
    jedes Mal zur Weihnacht geben!

    Isabella Braun (1815-1886)

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  • Barbaratag

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Dec 2, 2021 | 02:06 am

    Barbaratag


    Traditionell werden am 4. Dezember, dem Barbaratag, Zweige von Kirschbäumen abgeschnitten, um sie in der Wärme des Zimmers bis zum Christfest zum Blühen zu bringen. Genau diese Zeit benötigen sie auch im Frühjahr zur Blütenbildung. Eine Bauernregel besagt: „Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da.“
    Geeignet sind dazu auch andere Hölzer, wie Apfel-, Birnen-, Haselnuss- oder Forsythienzweige.
    Der Brauch geht auf eine Sage um die Heilige Barbara zurück. Sie soll am Weg zum Gefängnis mit ihrem Kleid an einem Zweig hängen geblieben sein. Sie nahm den abgebrochenen Zweig mit und stellte ihn in ihrer Zelle in eine Vase. Am Tag ihrer Hinrichtung soll er in Blüte gestanden haben.
    Das Aufblühen des Barbarazweiges soll Glück für das kommende Jahr symbolisieren und die Anzahl der Blüten sollen den Ertrag der nächsten Ernte voraussagen. In manchen Regionen ist es auch bei den jungen, verliebten Mädchen der Brauch, dass sie jedem Zweig in der Vase einen Namen ihrer Verehrer zuweisen. Jener Zweig, der dann als erstes in Blüte steht, soll den künftigen Bräutigam verraten.
    Wie auch immer – es ist einfach schön zu beobachten, wie mitten im Winter neues Leben zu sprießen beginnt. Wie jedes Jahr werde ich auch heuer wieder diese Tradition pflegen und mit den Kindern in der Klasse diese Erlebnis teilen. Sie lieben es zu beobachten, wie die Knospen austreiben und immer größer werden, bis schließlich die Blüten aufbrechen.

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  • Kindern vorlesen

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Dec 1, 2021 | 02:20 am

    Kindern vorlesen


    Wer seinen eigenen Kindern vorgelesen hat und dies zu einem geliebten Ritual werden hat lassen, der weiß um die Vorteile aus den Lerneffekten, die ein Kind dabei automatisch mitnimmt. Diese Erfahrung darf ich jetzt noch einmal bei meinen Enkelkindern (bald 2 und 4) machen, denn sie lieben es, bei ihren mehrtägigen Besuchen, von Oma vorgelesen zu bekommen. Es hat sich eingebürgert, dass sie recht bald nach ihrer Ankunft die Regale nach neuen Buchschätzen durchforsten und es ist erstaunlich, wie schnell sie diese dann auch entdecken. Die Bücher werden nach einer ersten Begutachtung auf das Kästchen neben meinem Bett aufgestapelt. Am nächsten Morgen klopft es dann laut und ziemlich früh an meiner Schlafzimmertüre. Schnell wird Unterschlupf links und rechts neben Oma unter der Decke gefunden. Beide Kinder hören beim Vorlesen ganz aufmerksam zu und fast immer dauert das eine Stunde lang! Es ist erstaunlich, wie lange die beiden das „aushalten“, denn sobald ein Buch zu Ende gelesen ist, kommt von ihnen die Forderung: „Noch ein Buch, noch ein Buch!“ Dieses schöne Ritual wurde von ihren Eltern bereits beim ersten Kind zelebriert, seit es Bilderbücher anschauen kann. Und das zweite Kind „wuchs“ da einfach mithinein.

    Welche positiven Auswirkungen hat dieses Vorlesen schon bei den Kleinsten?
    1. Die gemeinsame Zeit beim ungestörten Vorlesen schenkt Nähe und Geborgenheit. Die positiven Gefühle, die sich dabei entwickeln, bilden eine gute zwischenmenschliche Basis.
    2. Vorlesen und Bilder betrachten ist aufregend, weil viel Neues entdeckt und erfahren wird. Kinder versinken in spannenden Abenteuern und ihre Phantasie wird durch die entstandenen inneren Bilder angeregt.
    3. Beim Vorlesen erlernt das Kind neue Laute, Wörter und Satzgefüge, die es gehört haben muss, um sie zu verinnerlichen und darauf zurückgreifen zu können, wenn sich die eigene Sprache entwickelt  und in weiterer Folge ausgebaut. Das Kind wird sich aufgrund eines größeren Wortschatzes besser ausdrücken können, das Erlebte plastischer erzählen, die entstandenen Gefühle besser in Worte kleiden und sich dadurch auch unkompliziert in seine soziale Umwelt integrieren können.
    4. Mit altersgerechter Lektüre wird die Konzentration gesteigert – parallel zur Liebe zu Büchern wird auch die Aufmerksamkeitsspanne ausgebaut.
    5. Lesen öffnet das Tor zur Welt. Kindern wird ermöglicht, die Vielfalt unserer Erde zu erfahren, Verknüpfungen herzustellen. Sie lernen durch diese Weltoffenheit jene Toleranz, derer es bedarf, diese Vielfalt auch zu bewahren.
    6. Vorlesen fördert soziale Toleranz, weil dem Kind ermöglicht wird, unterschiedliche Wesen und Lebenswelten in charakteristischen Perspektiven wahrzunehmen und imaginär zu erleben. Dabei wird Empathie aufgebaut, die im sozialen Kontext der Gesellschaft Basis für ein gelungenes Miteinander darstellt.
    7. Vorlesen vermittelt ohne Druck Wissen. Die Informationen zu den unterschiedlichsten Themen, wie Farben, Formen, Tieren, Pflanzen, Jahreszeiten, dem eigenen Körper usw. werden abgespeichert und sind unbezahlbares Vorwissen für das spätere Lernen in der Schule.
    8. Vorlesen unterstützt die Kreativität. Die Reize, die gesetzt werden, bewirken innere Bilder, die die Phantasie beflügeln. Dies ist im Leben eine wichtige Ressource, um einerseits die eigene Kreativität zu entwickeln und andererseits um Probleme lösen zu können.
    9. Frühzeitiges Vorlesen stärkt die Wahrnehmung von Lauten, Ausdrucksweisen und der Sprachmelodie. Auch das kennenlernen von Unterschieden in den Schriftzeichen erleichtert später das Schreiben – und Lesenlernen. Lesen wird per se mit etwas Angenehmen und Bereicherndem in Verbindung gebracht.
    10. Vorlesen fördert das Selbstbewusstsein. Die Aufnahme von Wissen wird hierbei nicht als „lernen müssen “ empfunden, sondern erfolgt von selbst. Und jeder weiß: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, denn ihm steht das Tor zur Welt offen.

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  • Die sieben meistgelesenen Artikel im Perlen Blog - November 2021

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Nov 30, 2021 | 02:01 am

    Die sieben meistgelesenen Artikel im Perlen Blog - November 2021

    Das ist ein Rückblick auf die im vergangenen Monat veröffentlichten Artikel im Perlen Blog, die am meisten Beachtung erhielten. Interessanterweise enthalten sie die gesamte Palette von Themen: von Hinweisen auf Perlen-Lehrmittel, Basteltipps über Ideen aus der Praxis bis zur Rubrik „Aktuelles“.

    1. Basteln mit Herbstblättern
    2. Was wurde aus Sebastian?
    3. Adventskalender und -aktivitäten
    4. Die vier Herbstfeen
    5. Knacknuss 560
    6. Basteln im Winter
    7. Reziprokes Lesen

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  • 30 Weihnachtswörter des Tages

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Nov 29, 2021 | 02:00 am

    30 Weihnachtswörter des Tages

     

    Eine schöne Tradition im Weihnachtsmonat Dezember: Wählen Sie hier täglich ein A4-Wandplakat mit dem Weihnachtswort des Tages. Sie können es je nach Gelegenheit mit Ihren Schülerinnen und Schülern ausführlich besprechen oder nur kurz streifen.

    Jedes Plakat besteht aus dem Wort, einer Definition, einem Beispielsatz und einem Bild. Zu einigen Wörtern gibt es Synonyme, unterschiedliche Bedeutungen oder auch verwandte Begriffe.

    Zum Download: Weihnachtswort des Tages

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  • Als der Nikolaus kam

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Nov 28, 2021 | 02:18 am

    Als der Nikolaus kam


    Das nächste Wintermärchen liegt zum Lesen und zum Bearbeiten bereit. Inhalt ist die bekannteste englische Weihnachtsgeschichte, die vom berühmten Weihnachtsgedicht „The Night before Christmas" stammt. Das Gedicht erschien zum ersten Mal am Vorweihnachtsabend des Jahres 1823 in einer Zeitung im Bundesstaat New York. Nicht nur in Amerika eroberte Sankt Nikolaus die Herzen der Kinder, sondern auch bei uns haben die darin festgeschriebenen Vorstellungen von Weihnachten Fuß gefasst und unser traditionelles Christkind verdrängt.
    Wie schon beim letzten Wintermärchen habe ich auch diesmal ein Rezept ohne Backen kreiert, das im Klassenzimmer zubereitet werden kann. Die süßen Ergebnisse sind bei mir bereits der Weihnachtsmaus zum Opfer gefallen.

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  • Knacknuss 563

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Nov 27, 2021 | 08:35 am

    Knacknuss 563


    Die Lösung - senden Sie bitte im Perlen-Kommentar. Für die erste richtige Lösung gibt es 10 Nüsse und für 100 Nüsse einen Preis zu gewinnen. Pro Person ist nur eine Antwort erlaubt. Viel Glück!

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 Die Rechtschreibung nach Duden weicht in der Schweiz teilweise von den Regeln in Deutschland und Österreich ab.
Sie finden deshalb viele Lehrmittel zusätzlich als überarbeitete Version. Sie sind mit D/A bezeichnet.
 
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