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 Charlie Karlchen T2 Charlie Karlchen 4

Nach knapp einem Monat folgt heute der zweite Teil der schönen, manchmal etwas traurigen Kindergeschichte von Andrea Meier - wiederum mit einem passenden einfachen Lied.Download: Charlie und Karlchen

Zusätzlich ist heute das Spiel Alles für die Katz' mit Redewendungen zur Katze dabei.

Alles fuer die Katz Spiel

Mauersegler Titelbild

Fünf Mal zum Mond und zurück oder 97 Mal um die Erde: Dies entspricht in etwa der Flugleistung eines Mauerseglers in seinen 20 Lebensjahren; das sind immerhin rund 3,8 Millionen Kilometer.

Wie kaum ein anderer Vogel ist der Mauersegler als Jäger fliegender Insekten an das Leben im freien Luftraum angepasst. Mit Ausnahme der Zeit als Jung- und Brutvögel verbringen Mauersegler ihr ganzes Leben in der Luft, sie fressen, trinken, sammeln Nistmaterial und paaren sich im Flug. Junge Mauersegler berühren sogar erst dann wieder festen Boden, wenn sie nach Verlassen des Nestes in ihrem dritten Lebensjahr die Geschlechtsreife erreichen und das erste Mal selber brüten.

Mauersegler Rumpf

Der Mauersegler ist ein Schnellflieger, der während der Insektenjagd und bei Flugspielen mühelos über 120 km/h erreicht. Dementsprechend ist sein Rumpf perfekt stromlinienförmig gebaut.

Mauersegler Fluegel

 

Seine Flügel sind lang und sichelförmig, bei sitzenden Vögeln überschneiden sie sich auf dem Rücken und überragen sogar den Schwanz um etwa 4 cm. Der Schwanz ist kurz und gegabelt.

Mit Ausnahme des hellen Kehlflecks besitzt er ein komplett braunschwarzes Gefieder. Trotz seiner Ähnlichkeit mit den Schwalben ist der Mauersegler nicht näher mit ihnen verwandt. Er ist mit einer Länge von 16 cm grösser als eine Schwalbe und mit ungefähr 50 Gramm mehr als doppelt so schwer.

 

Der Spyr, wie der Mauersegler im Volksmund auch genannt wird, lebt nur 3 Monate bei uns im Brutgebiet: Mai, Juni, Juli. Anfangs August zieht er bereits weg ins Winterquartier in den Süden Afrikas, wo er grossflächig herumstreift, und kehrt erst Ende April wieder zurück. Er wechselt seine Federn (Mauser) über ein halbes Jahr hinweg einzeln, damit die Flugfähigkeit nicht beeinträchtigt wird. Bei anderen Vögeln dauert die Mauser nur wenige Wochen.

 

Mauersegler Rufe

Jetzt hört man in vielen Dörfern und Städten die hellen, schrillen „Sriieee“-Rufe der Mauersegler, wenn sie vor allem abends in kleinen Gruppen pfeilschnell um die Häuser fliegen. Der geschätzte Brutbestand in der Schweiz beträgt 50‘000 bis 75‘000 Paare.

Der ursprüngliche Felsenbrüter wurde zu einem Kulturfolger. Er nistet heute hauptsächlich an Gebäuden in dunklen Nischen, Hohlräumen, in Mauerlöchern, unter Dächern in Spalten und Nisthilfen. Das Nest wird aus in der Luft umherwirbelnden Materialien (Gras, Federchen, Hälmchen) gebaut. Die Vögel verkleben das Material mit klebrigem, rasch erhärtendem Speichel. Das kranzförmige Nest wird über viele Jahre hinweg belegt. Männchen und Weibchen bleiben ihrem Brutort treu und bleiben als Paare über Jahre hinweg zusammen, ausserhalb der Brutzeit leben sie aber nicht paarweise.

Mauersegler Nistkasten

 

Der Mauersegler zieht pro Jahr eine Brut auf, in Deutschland wurden aber schon reguläre Zweitbruten nachgewiesen. Das Weibchen legt zwei bis drei Eier, die Brutdauer beträgt 18 bis 20 Tage, die Nestlingszeit dauert 6 bis 8 Wochen.

 

Bei starken Regenperioden ist es für die Altvögel ein Problem, genügend Futter herbeizuschaffen. Dann sind Ausweichflüge über Hunderte von Kilometern möglich. Die Nestlinge fallen dann in eine sogenannte Hungerstarre mit stark reduzierter Herzfrequenz und Körpertemperatur. So können sie Energie sparen und mehrere Tage ohne Nahrung überleben. Man weiss von einem Jungvogel, der auf diese Art und Weise 21 Tage hungerte und von 57 auf 21 Gramm abnahm.

 Die Anpassungen des Körperbaus der Mauersegler an ein Leben in der Luft führen zu „Behinderungen“ am Boden. Nur mit genügend Fluggeschwindigkeit sind sie wendige und zielsichere Flieger. Deshalb benötigen sie hoch gelegene Brutplätze, damit sie sich beim Start fallen lassen und sofort Geschwindigkeit gewinnen können. Die Jungvögel müssen voll flugfähig sein, wenn sie ins Freie springen.

Mauersegler Nest Mauersegler jung keck

Zahlreiche Jungsegler verunglücken durch Abstürze aus der Nisthöhle, weil sie sich bei der Fütterung zu weit hervorwagen oder sich bei grosser Hitze, die an heissen Tagen z.B. unter Dachziegeln entstehen kann, abkühlen wollen und ihre Bruthöhle verlassen.

Ein Mauersegler kommt vom Boden nicht mehr alleine hoch und gehört in diesem Fall unbedingt in die Hände einer Fachperson. Die Pflege in Vogelauffangstationen ist wegen der speziellen Ernährung der Mauersegler nicht einfach. Bei heruntergefallen Jungseglern besteht aber die Möglichkeit, sie „Adoptiveltern“ unterzuschieben, die nur 1 bis 2 Junge haben, allerdings muss das Alter der Jungvögel einigermassen übereinstimmen.

Alpensegler

 

Der grössere Verwandte des Mauerseglers ist der Alpensegler, er wird bis zu 100 Gramm schwer, ist seltener als der Mauersegler und ein bisschen weniger wendig. Alpensegler sind an ihrer weissen Unterseite, welche durch ein braunes Brustband unterbrochen ist, leicht erkennbar.

Beide Segler sind Koloniebrüter. Ein Mauersegler-Paar benötigt aber einen eigenen Brutraum, der vom nächsten „Appartement“ getrennt ist und über ein eigenes Einflugloch verfügt.

Der Alpensegler nistet sowohl in Einzelbruträumen als auch gemeinsam in grossen Dachstöcken.

 

Die Gefährdung der Seglerarten besteht darin, dass die Brutnischen weniger werden, da geeignete Gebäude oft renoviert oder abgebrochen werden. Die moderne Architektur schliesst aber bei gutem Willen, z.B. durch Anbringung von geeigneten und farblich auf das Gebäude abgestimmte Nistkästen, den Weiterbestand der faszinierenden Segler nicht aus. Wichtig ist, bei kompetenten Fachstellen Rat einzuholen, wenn man Nistmöglichkeiten für die beiden Seglerarten schaffen will.

 

 

Mauersegler T

 

 

Die Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier: Mauersegler

Die interessanten Informationen hat Edith Herzog für uns zusammengestellt, die herrlichen Fotos sind von Beni Herzog. Herzlichen Dank.

 

Charlie Karlchen T Charlie Karlchen 2

Heute kann ich den ersten Teil einer neuen, wunderschönen Kindergeschichte von Andrea Meier präsentieren. Die Fortsetzungsgeschichte mit Kinderliedern, Gedichten, Klanggeschichten, offenen Aufgaben und weiteren abwechslungsreichen Begleitmaterialien zum abenteuerlichen Alltag der Familie Fröhlich mit Katze und Hund kann hier heruntergeladen werden: Charlie und Karlchen.

Gaensesaeger Junge T

Ein Entenvogel mit dem Namen Gänsesäger, das ruft oft Verwunderung hervor. An Grösse übertrifft der Gänsesäger alle Schwimm- und Tauchenten, er erreicht fast die Grösse einer Gans. Säger heisst er, weil seine Schnabelkanten mit ihren Zähnchenreihen an eine Säge erinnern. Dieser gezähnte Schnabel dient dem Gänsesäger zum Festhalten glitschiger Fische, seiner Hauptnahrung. Meist sind diese nur etwa fingerlang, er kann aber auch grössere Fische bis zu 30 cm Länge erbeuten.

Gaensesaeger Schnabelkante

Gänsesäger sind ausgezeichnete Taucher und können bis zu 120 Sekunden unter Wasser bleiben. Bei der Nahrungssuche schwimmen die Vögel tauchspähend bzw. „wasserlugend“ - die Bezeichnung „schnorchelnd“ ist auch passend - umher.
Sie fressen pro Tag ungefähr 300 g Fisch.

Gaensesaeger Nahrungssuche

Männchen und Weibchen sehen unterschiedlich aus, beide haben aber einen grossen stromlinienförmige Körper und einen langen, schlanken, roten Schnabel mit Hakenspitze.

Gaensesaeger Maennchen

Das Männchen hat im sogenannten Brut- oder Prachtkleid (Spätherbst bis Frühsommer) einen glänzend dunkelgrünen Kopf und Hals, die Oberseite ist dunkel, die Unterseite hell und lachsrot überhaucht.

Gaensesaeger Weibchen

Das Weibchen hat einen braunen struppigen Kopf, der scharf von der hellen Brust abgesetzt ist, ansonsten ist der Körper grau. Im Ruhe- oder Schlichtkleid gleichen die Männchen im Aussehen den Weibchen.

Gaensesaeger Flug

Im Flug sind Gänsesäger gut am lang gestreckten Hals und den flachen, schnellen Schlägen mit den schmalen Flügeln erkennbar.

Bei der Balz reckt sich der Erpel im Wasser hoch, streckt den Hals aus und richtet die Scheitelfedern auf. In dieser Zeit kommt es auch zur Jagd zwischen den Partnern.

Gänsesäger sind Höhlenbrüter, d.h. sie brüten in Baumhöhlen, Felsnischen, Gebäudenischen und Nistkästen, die aber ein Flugloch von 12 cm Durchmesser aufweisen müssen. Das Weibchen legt einmal pro Jahr zwischen Ende März und Mitte Juni 7 bis 14 cremefarbene Eier, die es 32 - 35 Tage bebrütet.

Ein bis zwei Tage nach dem Schlüpfen lockt die Mutter die Küken, die von der Nisthöhle, unabhängig von deren Höhe, zu Boden springen. Dabei benützen sie ihre Flügelstummel als Fallschirm. Danach werden sie von der Mutter an ein Gewässer geführt. Die Jungen können sofort recht gut schwimmen, bald auch tauchen und suchen von Anfang an ihre Nahrung selbst. Sie besteht zunächst aus Wasserinsekten und Würmern, erst später aus Fischchen. Kleine Gänsesäger lassen sich sehr gerne auf dem Rücken von Mutter tragen. Meist werden die Jungen verlassen, bevor sie fliegen können.

Gaensesaeger Familie

Der Lebensraum der Gänsesäger sind fischreiche, saubere Seen und Flüsse. In Mitteleuropa ist die Art verbreitet, aber kein häufiger Brutvogel. Im Winter sind in Europa häufig Durchzügler und Wintergäste zu beobachten. Die Hauptverbreitung ist in Skandinavien und Sibirien. In der Schweiz brüten ungefähr 500 Paare, es gilt ein Jagdverbot, da der Gänsesäger nach der Roten Liste der Arten als verletzlich eingestuft ist. Auch in Deutschland brüten ungefähr 500 Paare, der grösste Teil davon in Bayern.

Gefahr droht den Gänsesägern von verschiedener Seite: Entfernen hohler Bäume, die als Nistplätze dienen, Verschliessen von Brutnischen an Gebäuden, Behinderung von Junge führenden Weibchen auf dem Weg zum Wasser, Störungen an Mauser- und Nahrungsplätzen, Gewässerverschmutzung und Rückgang von Fischbeständen. Ein natürlicher Feind ist der Baummarder.

Bei Fischern und Anglern sind der Gänsesäger wie auch Graureiher, Kormoran, Haubentaucher und Eisvogel nicht gerne gesehen. Der Fischbestand eines Gewässers wird aber erheblich von andern Faktoren beeinflusst: Verbauung von Flussufern, dadurch Fehlen geeigneter Laichplätze und geschützter Einstände für Fische. Der Gänsesäger bevorzugt naturnahe Gewässer, in denen er nicht in der Lage ist, eine Fischart auszurotten.

Persönliche Anmerkung:
Wir haben beim Beobachten von Eisvögeln an einem Fluss erlebt, wie sich ein Angler und angehender Jäger beschwert hat, dass es zu viele Eisvögel gibt, diese zu viele Fischchen fressen und man deshalb die Art dezimieren sollte. Solche Aussagen stimmen traurig. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns alle für unsere einheimische Flora und Fauna einsetzen und der Natur ihren Platz nicht ständig streitig machen!

 

Gaensesaeger T

 

Die Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier: Gänsesäger

Die interessanten Informationen hat Edith Herzog für uns zusammengestellt, die herrlichen Fotos sind von Beni Herzog. Herzlichen Dank.

 

 

 

Wasseramsel Titelbild


Eine Amsel, die schwimmt und taucht? Mit der bekannten schwarzen Amsel hat die Wasseramsel nur den Namen gemeinsam und höchstens das dunkle Federkleid, das jedoch nicht schwarz ist, sondern von dunkelbraun an Kopf und Rücken in rauchbraun am Schwanz übergeht. Auffällig ist auch die weisse Kehle, die mehr oder weniger kastanienbraun gesäumt ist. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist ihre gedrungene Gestalt. Sie gehört nicht wie die Amseln zu den Drosselvögeln.

Wasseramsel weisseKehle

Die Wasseramsel ist der einzige Singvogel, der schwimmen und tauchen kann, obwohl sie keine Schwimmhäute an den Füssen besitzt.

Ihr Lebensraum sind saubere Bäche und Flüsse, die Strukturen wie Steine und Felsblöcke aufweisen und ihr als Ansitzwarte dienen. Gerne lebt sie auch an Ausläufen von Kläranlagen, dort gibt es keine Vereisung, was bei tiefen Temperaturen die Nahrungssuche erleichtert.

Wasseramsel Nahrung Kleintiere

Die Wasseramsel sucht ihre Nahrung am Gewässergrund, an oder unter Steinen. Ihre Beute sind im Wasser lebende Kleintiere wie Würmer, Weichtiere, kleine Fische. Besondere Leckerbissen sind Larven von Köcher-, Eintags- und Steinfliegen, Wasserkäfer und kleine Schnecken. Beim Herausholen der Köcherfliegenlarven aus ihrer „Behausung“ entpuppt sie sich als wahrer Meister! Unter Wasser paddelt sie mit ihren kurzen gerundeten Flügeln und taucht bis 1.5 Meter. Ihr Tauchgang dauert ungefähr 10 Sekunden, dabei hält sie ihre Augen offen, Nasenlöcher und Ohren werden verschlossen.

Man findet die Wasseramsel auch in kalten Gebirgsbächen. Ein wasserdichtes, warmes Gefieder ist deshalb enorm wichtig. Wie die meisten Vögel besitzt die Wasseramsel eine Bürzeldrüse auf der Oberseite des Schwanzansatzes, diese ist aber viel grösser als bei andern Singvögeln. Sie pflegt ihre Federn mit Fett aus dieser Bürzeldrüse, dadurch ist ihr Gefieder optimal „imprägniert“ und resistent gegen Nässe und Kälte.

Wassramsel Gebirgsbaeche

Männchen und Weibchen sehen gleich aus und es singen auch beide. Die Balz der Wasseramseln beginnt bereits im November. Ab Februar beginnt der Nestbau. Das Nest liegt immer dicht am Wasser, aber vor Hochwasser geschützt. Als Neststandort dienen Felsblöcke, Felsspalten, Brücken, manchmal entsteht es sogar an Felsen hinter Wasserfällen. Als Nest baut die Wasseramsel eine schöne Mooskugel, das Innennest (Napf) ist immer mit braunen Buchenblättern ausgestattet.

Ab März legt das Weibchen 4 - 6 weisse Eier, die es alleine bebrütet. Das Männchen bleibt in der Nähe und bringt seiner Partnerin Nahrung. Nach 16 bis 17 Tagen schlüpfen die Jungen. Diese werden von beiden Eltern etwas über drei Wochen im Nest gefüttert und nach dem Ausfliegen noch zwei Wochen weiter betreut.

Das typische Kennzeichen der Wasseramsel ist das „Knicksen“. Möglicherweise dient es als optisches Signal für den Partner, da der Gesang oft vom Rauschen des Wassers übertönt wird.

An Spaziergänger und Jogger gewöhnt sich die Wasseramsel gut. Auf nicht angeleinte Hunde ist sie aber schlecht zu sprechen. Eine weitere Gefahr stellen Rabenkrähen und Graureiher dar. Diese haben es auf die Jungvögel abgesehen. Dann warnt die Wasseramsel mittels Rufen. Bei Sperber und Habicht bleibt dafür keine Zeit und sie taucht möglichst schnell unter Wasser, bis der Greifvogel verschwunden ist. Auch Ratten gehören zu ihren Feinden. Grössere Verluste in strengen Wintern werden relativ schnell ausgeglichen.

 

Wasseramsel T

 

Die Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier:  Wasseramsel

Die interessanten Informationen hat Edith Herzog für uns zusammengestellt, die herrlichen Fotos sind von Beni Herzog. Herzlichen Dank.

 

 


Waldkauz Titelbild

Der Waldkauz gehört zusammen mit der Waldohreule zu den häufigsten Eulen in Mitteleuropa. Die Grundfärbung des Gefieders variiert von graubraun bis rostbraun. Die Farbstruktur erinnert an Baumrinde, eine ideale Tarnung!

Der Waldkauz ist mit 38 cm etwas mehr als halb so gross wie der Uhu, trotzdem ist er ein stattlicher Vogel mit seinen grossen dunklen Knopfaugen. Seine Augen sind wie bei allen Eulen starr nach vorne gerichtet, dafür kann er den Kopf um 270 Grad drehen. Im Gegensatz zu Uhu oder Waldohreule hat er keine Federohren.

Der Lebensraum des Waldkauzes ist der Wald, er hat seinen Platz aber auch in Parks, Gärten und Friedhöfen mit hohem Baumbestand.

Im Spätherbst und vor allem in den Monaten Februar und März kann man seine unheimlich anmutenden Rufe hören. Hu-hu-hu-huhuuu – so tönt das Männchen. Kein Wunder, werden Nachtszenen in Spielfilmen und Krimis oft mit diesen etwas schauerlichen Rufen untermalt. Das Weibchen antwortet auf den Ruf seines Partners mit „Kjuwitt“, das tönt ein bisschen wie „Komm mit“. Früher fürchteten sich abergläubische Menschen vor diesem Ruf, weil sie glaubten, der „Totenvogel“ wolle sie auf den Friedhof locken.

Waldkauz Kamin

Der Waldkauz sitzt tagsüber gerne in überdachten Kaminen, auf hohen Baumkronen, Kirchtürmen, Ruinen oder zeigt sich an sonnigen Wintertagen im Eingang seiner Bruthöhle. Oft wird er dann von Kleinvögeln, die auf seiner Beuteliste stehen, mit heftigem Gezeter „beschimpft“. Da Baumhöhlen heute selten sind, installiert man für Waldkäuze spezielle Nistkästen.

Im Februar oder März legt das Weibchen 2 bis 5 Eier im Abstand von 2 bis 3 Tagen. Nach 29 Tagen schlüpfen die Jungen: robust wirkende, weisse Knäuel. Sie werden vom Weibchen gehudert (warmgehalten) und das Männchen geht in der Dämmerung und nachts eifrig auf Beutefang. Die Nahrung bilden vor allem Mäuse, Vögel, aber auch Amphibien wie Frösche und Kröten, manchmal sogar Fledermäuse und grössere Insekten.

Waldkauz Junge

Der Waldkauz ist im Flug ein praktisch lautloser Jäger dank den schalldämpfenden sägeähnlichen Kanten am äusseren Rand der Flügel. Er ortet seine Beute vor allem mit dem Gehör. Seine Ohröffnungen sind asymmetrisch am Kopf angeordnet, das heisst sie befinden sich nicht auf gleicher Höhe. Sein Gesichtsschleier, der wie ein Parabolspiegel wirkt, nimmt Geräusche ebenfalls optimal auf.

Bevor der Waldkauz auf Nahrungssuche geht, würgt er rundliche Gewölle hervor. Diese Speiballen enthalten unverdauliche Nahrungsreste wie Knochen, Haare, Federn und Chitinteile, die er loswerden muss, um Platz für neue Reste zu schaffen. In guten Mäusejahren legt das Männchen Beutedepots am Nistplatz an. Die Jungkäuze sind dann in ihrer Bruthöhle von Kleinsäuger-Kadavern umgeben.

Waldkauz Junge Aestlinge

Nach etwa 4 Wochen springen die Jungkäuze aus der Nisthöhle auf den Waldboden. Sie klettern auf Äste von Gestrüpp oder Bäumen, am ersten Tag oft nur wenige Meter über dem Erdboden. In dieser Phase bezeichnet man sie als „Ästlinge“. Die Eltern füttern ihre Sprösslinge weiter. Zwischen dem 90. und 100. Lebenstag erreichen die Jungvögel die volle Flugfähigkeit. Die Eltern zeigen ihrem Nachwuchs die besten Jagdgebiete und überlassen ihnen die Beute. Nur etwa die Hälfte aller Jungkäuze überlebt das erste Jahr.

Zu den Feinden zählen Uhu, Habicht, Mäusebussard und Baummarder. Auch der Fuchs kann den Jungvögeln gefährlich werden, vor allem am Boden nach dem Sprung aus dem Nest. Waldkäuze verteidigen ihr Nest energisch gegen mögliche Feinde und setzen dafür ihre scharfen Krallen ein.

 

Waldkauz T
Die Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier:  Waldkauz

Die interessanten Informationen hat Edith Herzog für uns zusammengestellt, die herrlichen Fotos sind von Beni Herzog. Herzlichen Dank.

 

 

 

Besuchen Sie auch die LehrmittelPerlen

Die Lehrmittel Perlen sind eine Plattform für hochwertige Lehrmittel, mit denen Sie Ihren Unterricht bereichern können. Die persönliche Mitgliedschaft bei den Perlen bietet jedoch einiges mehr als vergleichbare Portale, unter anderem die Perlen-Community. Die meisten Perlen-Lehrmittel eignen sich besonders gut für schulische Heilpädagoginnen und/oder Lehrpersonen an Förderklassen, da sie sehr durchdacht den Lernprozess in kleinen Schritten begleiten und viel Übungsmaterial enthalten.  

Die Lehrmittel Perlen sind nicht gratis und nicht billig... sie sind erstaunlich günstig!

  • Vogelbeobachtung im Winter

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 28, 2021 | 02:47 am

    Vogelbeobachtung im Winter


    Der markante Wintereinbruch im Januar 2021 mit ergiebigen Schneefällen erfreute viele Menschen. Endlich wieder einmal ein richtiger Winter auch in tiefen Lagen! Was so manches Herz höher schlagen lässt, ist für Tiere, die nicht Winterschlaf oder Winterruhe halten, eine grosse Herausforderung.

    Der gefrorene Boden und eine geschlossene Schneedecke hindern auch Vögel daran, an ihre Nahrung zu kommen, zudem verbraucht ihr Körper bei Kälte viel mehr Energie.

    Der wichtigste Schutz gegen die Kälte ist das Federkleid. Unter den Singvögeln gibt es sogar Arten, die während der Mauserzeit im Sommer ihre Federzahl erhöhen. Die meisten Vögel legen auf den Winter hin mehr Fett an, eine dicke Fettschicht unter der Haut dient den Tieren als Energievorrat für die Nacht und schützt sie vor Kälte.

    Dem aufmerksamen Beobachter entgeht nicht, dass sich Vögel bei sinkenden Temperaturen aufplustern.

    Sie vergrössern damit das isolierende Luftpolster zwischen den Federn. Oft stehen sie auf einem Bein und stecken den Kopf ins Gefieder, was den Wärmeverlust zusätzlich verringert. Sogar die Blutgefässe der Beine, der Flügel und des Schnabels werden verengt, dadurch verbleibt mehr warmes Blut im Körperinnern und der Wärmeverlust an der Körperoberfläche wird verkleinert.

    Bei den Wasservögeln schützt das dichte Daunengefieder den Körper vor Nässe. Beim Schwimmen in eiskaltem Wasser geben die nackten Beine und Füsse viel Wärme ab. Friert ein Gewässer zu, stehen Entenvögel mit nackten Füssen auf dem Eis.

    Warum frieren Enten nicht an die Füsse? Ein warmes Federkleid genügt in diesem Fall nicht, zum Einsatz kommt ein „System“, das nach dem Prinzip eines Wärmetauschers funktioniert. Im Vogelbein liegen Venen und Arterien sehr eng beieinander. Das arterielle Blut strömt vom warmen Körper Richtung Füsse, von dort transportieren die Venen das abgekühlte Blut wieder nach oben in den Körper. So sind die Füsse gut durchblutet und gleichzeitig geht kaum Wärme verloren.

    Die meisten Enten flüchten vor einem strengen Winter, ziehen also vom kalten Norden südwärts. Bei uns sind die Winter milder, deshalb lassen sich hier im Winterhalbjahr Enten beobachten, die wir sonst nicht zu Gesicht bekommen, beispielsweise die Schellente, die zu den Tauchenten gehört.

    Der Silberreiher, bei uns ein sehr seltener Brutvogel, kann als Wintergast vermehrt beobachtet werden. Er wie auch der Graureiher halten sich nicht nur im und am Wasser auf, sondern suchen gerne auf Wiesen und Äckern nach Mäusen. Der hier abgebildete Silberreiher jagt am verschneiten Ufer, jetzt ist er auf Nahrung wie Fische angewiesen.

    Die Rohrdommel ist ebenfalls ein gern gesehener Wintergast, der sich im Schilf aufhält und am Schilfrand von Gewässern nach Beute sucht. Die Brauntöne ihres Gefieders tarnen sie optimal. Nimmt sie die sogenannte „Pfahlstellung“ ein, ist sie für Vogelbeobachter fast unsichtbar.

    Die Rohrdommel macht sich dabei besonders schlank, reckt Hals und Schnabel in die Höhe und verharrt in dieser Stellung regungslos über längere Zeit. Oft warten Beobachter und Fotografen stundenlang, um diesen Vogel auf Bild bannen zu können oder sie sogar beim Schreiten über das Eis zu sehen.

    Störche fliegen zur Überwinterung nach Spanien oder fliegen via Gibraltar nach Afrika. Mehr und mehr gibt es aber Gruppen, die den Winter bei uns verbringen. Solange der Boden nicht gefroren oder schneebedeckt ist, finden diese Tiere Nahrung wie Regenwürmer auf Wiesen und Äckern. Im Dezember und Anfang Januar konnten wir je eine Storchengruppe von 11 und 7 Individuen beobachten, die sich im Nachbardorf niederliessen. Sie übernachteten jeweils auf dem Kirchendach oder dem Kirchturm. Nach dem heftigen Wintereinbruch verschwanden sie von der Bildfläche, um in geeignetere Nahrungsgebiete abzuwandern.

    Greifvögel wie Rotmilan, Mäusebussard und Turmfalke haben es in harten Wintern besonders schwer. Ihre Beutetiere wie Kleinsäuger, Würmer und Insekten sind bei geschlossener Schneedecke nicht erreichbar. Viele unserer einheimischen Rotmilane ziehen im Gegensatz zu früher nicht mehr weg.

    Mäusebussarde aus dem Norden, beispielsweise aus Finnland, sind bei uns Wintergäste. Rotmilan wie Mäusebussard weichen bei Nahrungsmangel auf Aas aus. Deshalb halten sie sich gerne in der Nähe von Autobahnen und Strassen auf, wo Tiere wie Füchse etc. von Autos überfahren werden. Machen sie sich über Strassenopfer her, werden sie dabei oft selbst zum Opfer.

    Wir sind hier noch längst nicht am Ende. Die Fortsetzung sowie Aufgaben zum Textverständnis können in der Dokumentation hier: Vogelbeobachtung im Winter nachgelesen werden oder in der Lehrmittel Boutique, wo das Heft auch für Nichtmitglieder kostenlos zur Verfügung steht.

    Neu daran ist, dass die Aufgaben auch in digitaler Form, direkt am Computer, Tablet oder Smartphone bearbeitet werden können. Die Links oder QR-Codes dazu sind im Heft zu finden.

    Ich danke Edith und Beni Herzog herzlich für die interessanten Informationen und die wunderbaren Fotos. Auf ihrer Webseite benifoto.ch sind die Bilder größer und noch prächtiger zu sehen.

    Zielgruppe: 3. - 6. Klasse
    Bezug Lehrplan 21: NMG 2.1 NMG 2.3 NMG 2.4 NMG.2.6

     

     

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  • Denksport: Eulerkreise und Hamiltonkreise

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 27, 2021 | 02:32 am

    Denksport: Eulerkreise und Hamiltonkreise


    Ein Training für die samstägliche Knacknuss!

    Diese Grafik besteht aus 12 Linien und 8 Knoten.

    Aufgabe 1:
    Kopiere das vollständige Bild ohne ein einziges Mal abzusetzen; jede Linie darf nur einmal gezeichnet werden.
    Erschwernis: Schaffst du es auch, indem du bei jeder Kreuzung die Richtung änderst?
    Diese Art Aufgaben nennt man Eulerkreise.

    Aufgabe 2:
    Zeichne einen Weg den vorgegebenen Linien entlang, bei dem alle Knoten genau ein einziges Mal berührt werden. Es müssen nicht alle Linien durchlaufen werden.
    Diese Art Aufgaben nennt man Hamiltonkreise.

    Quelle und Lösungen: Gianfranco Bo.

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  • Artikel-Geschichten

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 26, 2021 | 02:53 am

    Artikel-Geschichten


    Michaela Fröhlich stellt in ihrem Deutsch-Blog eine Artikelgeschichte vor, bei der alle Nomen weiblich sind. Dadurch fällt es den Lernenden leicht, den richtigen Artikel zuzuordnen und zu erinnern. Ihre Geschichte steht auch als Video oder als Hörgeschichte zur Verfügung. Der gleichbleibende Artikel wird durch die verschiedenen Lernkanäle nachhaltig eingeprägt.

    Ich habe Michaelas Tipp befolgt und drei eigene Artikelgeschichten für Kinder geschrieben und visualisiert. Anstelle eines Videos und Audios habe ich Wortkarten erstellt, mit denen in der ersten Geschichte die weiblichen, in der zweiten die männlichen und in der dritten die sächlichen Nomen vertieft werden. Die Datei mitsamt den Wortkarten können Sie hier herunterladen: Artikelgeschichten.

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  • Tiere im Winter - auch digital

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 25, 2021 | 02:54 am

    Tiere im Winter - auch digital


     

    Ideal für Distanzunterricht oder im Klassenzimmer: Die Aufgaben aus dem Heft Tiere im Winter - einfach lesen für die kleineren Schülerinnen und Schüler können nun auch direkt am Bildschirm, Tablet oder Smartphone bearbeitet werden. Die Links oder QR-Codes sind in der PDF Datei zu finden.

    Den Leseteil gibt es zusätzlich in Silbenschrift.

    An dieser Stelle erinnere ich an das differenzierte Heft Tiere im Winter für die Klassen 2 bis 4.

     

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  • Merk-würdiges Allerlei 13

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 24, 2021 | 02:01 am

    Merk-würdiges Allerlei 13

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  • Knacknuss 522

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 23, 2021 | 09:40 am

    Knacknuss 522


    Antworten bitte im Perlen-Kommentar. Für die erste richtige Lösung gibt es 10 Nüsse und für 100 Nüsse einen Preis zu gewinnen. Pro Person ist nur eine Antwort erlaubt. Viel Glück!

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  • 10 einfache Wahrheiten

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 22, 2021 | 02:29 am

    10 einfache Wahrheiten


    • Was zählt ist nicht, wo wir uns befinden, sondern die Richtung, in die wir uns bewegen.
    • Eine gute Idee, die nicht umgesetzt wird, ist unnütz.
    • Wer auf perfekte Bedingungen wartet, wird nie etwas tun.
    • Ich kann die Menschen nicht ändern, aber ich kann sie führen und inspirieren.
    • Meine Entwicklung beginnt da, wo meine Bequemlichkeit aufhört.
    • So wie ich die Dinge sehe und werte, so ist meine Wirklichkeit.
    • Ich kann etwas nciht ändern, indem ich mich weigere, es anzunehmen.
    • Wir können nicht immer alles kontrollieren, aber wir können darüber bestimmen, wie wir auf die Dinge ausserhalb unserer Kontrolle reagieren.
    • Versuchen und versagen ist viel wichtiger als es gar nicht zu versuchen.
    • Viele Dinge, um die ich mich sorge, werden nie geschehen.

    Download Wandplakate in verschiedenen Farben: 10 einfache Wahrheiten

    Quelle: ViviZen

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 Die Rechtschreibung nach Duden weicht in der Schweiz teilweise von den Regeln in Deutschland und Österreich ab.
Sie finden deshalb viele Lehrmittel zusätzlich als überarbeitete Version. Sie sind mit D/A bezeichnet.
 
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