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Blaesshuhn 1 Titelbild

Das Blässhuhn gehört nach der Stockente zu unseren häufigsten und bekanntesten Wasservögeln. Es gibt in der Schweiz wohl kaum ein Kind, das das „Taucherli“ nicht kennt. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass sich das Blässhuhn gut an den Menschen angepasst hat - im Gegensatz zu seinen scheuen Verwandten wie zum Beispiel die Wasserralle.

Das dunkle „Taucherli“ stellt keine grossen Ansprüche an seinen Lebensraum und besiedelt Gewässer aller Art: Seen, langsam fliessende oder gestaute Flüsse, Altwässer, Weiher und Teiche in Parks und sogar auf Golfplätzen, Hafenbecken. Es bevorzugt nährstoffreiche Gewässer. In Siedlungsnähe profitiert das Blässhuhn im Winter von Fütterungen durch tierliebe Menschen. Fütterungen mit Brotstücken sind generell umstritten und eigentlich nicht nötig, besonders wichtig ist aber, dass niemals verschimmeltes Brot verfüttert wird.

Blaesshuhn 2

Das Blässhuhn oder die Blässralle gehört zur Familie der Rallen und hat als einzige einheimische Rallenart an den grossen Zehen Schwimmlappen ausgebildet. Was das Aussehen betrifft, ist eine Verwechslung mit einem andern Wasservogel fast unmöglich. Das Gefieder des Altvogels ist schwarz, der Schnabel weiss oder leicht rosa getönt. Der Stirnschild ist weiss. Bei diesem weissen Stirnschild handelt es sich um eine Verlängerung des Oberschnabels in eine breite und flache Hornplatte (die sogenannte „Blässe“).

Blaesshuhn 3 Schwimmlappen

Blässhühner sind europaweit verbreitet, mit Ausnahme von Mittel- und Nordskandinavien und Nordafrika. Die Schweiz beherbergt ab Oktober/ November viele Blässhühner als Wintergäste. So halten sich auf unseren Seen manchmal Trupps mit über 10‘000 dieser Wasservögel auf. Nahrung ist reichlich vorhanden, was auch der Wandermuschel zu verdanken ist, die mit der internationalen Schifffahrt eingeschleppt wurde. Muschelbänke am Bodensee werden im Winterhalbjahr richtiggehend geplündert.

Blässhühner können bis 30 Sekunden lang und fünf bis acht Meter tief tauchen. Sie ernähren sich auch von Wasserpflanzen, Algen, Schnecken, Insekten und deren Larven, ab und zu auch von Fischchen. Sie verschmähen auch Gras nicht und weiden vor allem im Winterhalbjahr ufernahe Wiesen ab.

Blaesshuhn 4 rennt

Es kommt nicht oft vor, dass man Blässhühner fliegen sieht, gewöhnlich nur wenn ihnen ein Schiff oder Boot zu nahe kommt oder um Rivalen zu vertreiben. In einem solchen Fall muss der Wasservogel einen Anlauf von ungefähr 20 m nehmen und er „rennt“ in dieser Phase praktisch über das Wasser. Anschliessend fliegt er meist nur in geringer Höhe über der Wasseroberfläche.

Blässhühner sind im Winter sehr gesellig, was sich vor der Brutzeit drastisch ändern kann. Dann werden die Reviere hartnäckig verteidigt und heftige Kämpfe sind keine Seltenheit (s. Bild). Diese erinnern ein bisschen an Kickboxen oder an das Treten mit den Füssen bei Kängurus, nur dass Blässhühner zusätzlich noch mit den Flügeln schlagen und Schnabelhiebe austeilen.

Blaesshuhn 5 Kaempfe

Blässhuhn-Paare beginnen mit dem Nestbau in der Regel im April oder Mai. Das Nest wird oft in der seichteren und geschützten Ufervegetation, zum Beispiel im Röhrichtgürtel, schwimmend angelegt. Manchmal benützen sie aber eine feste Unterlage wie einen Bootssteg oder dort gelagerte Reifen. Als Nistmaterial dienen Schilfhalme, aber auch Zweige und Ästchen. Den Grossteil des Materials beschafft das Männchen. Dabei kann man oft beobachten, wie es Halme und Blätter vom Schilf abreisst oder abzwickt und im Schnabel zum Neststandort transportiert. Für die Verarbeitung ist meistens das Weibchen zuständig. Steigt der Wasserstand, wird ein Schwimmnest Schicht um Schicht erhöht.

Das Gelege umfasst drei bis zehn Eier. Brütende Einzelpaare gibt es sogar in Bergseen oberhalb von 1000 m Höhe. Da diese Gewässer meistens nährstoffarm sind, handelt es sich aber um geringere Populationen.

Blaesshuhn 6 Nest Ufer

Beide Eltern beteiligen sich am Brutgeschäft, das rund 23 Tage in Anspruch nimmt. Frisch geschlüpfte Küken weisen eine besondere Färbung auf. Der Kopf ist fast leuchtend rot, die Kopfmähne gelblich, das Daunenkleid schwarz. Blässhuhn-Küken sind Nestflüchter, sie verlassen das Nest relativ kurz nach dem Schlüpfen, natürlich unter der Aufsicht eines Altvogels. Meistens werden sie aber in den beiden ersten Tagen noch im Brutnest gehudert und gefüttert.

Blaesshuhn 8 Kueken

Jungvögel betteln mit anhaltenden Rufen, die Eltern füttern sie regelmässig. Nach vier bis fünf Wochen sind sie in der Lage, selbstständig nach Nahrung zu suchen, betteln ihre Eltern aber weitere zwei bis drei Wochen an. Im Alter von rund 60 Tagen sind die Jungen flugfähig.

Blaesshuhn 7 betteln fuettern

Das Jugendkleid von Blässhühnern ist noch nicht schwarz wie bei den Eltern, sondern dunkelgrau, Brust und Vorderhals sind grauweiss gefärbt, der Schnabel gelblich.

Blaesshuhn 9 Jugendkleid

Im ersten Lebensjahr ist die Sterblichkeitsrate besonders hoch, ebenso überleben viele Blässhühner das zweite Lebensjahr nicht. Es lauern viele Gefahren: Raubfische, Pestizideinsatz, Tod in Stellnetzen oder Bisamratten-fallen, aber auch von Fuchs, Möwen, Falken, Weihen und Seeadlern. Letzterer kommt aber in der Schweiz nicht vor, höchstens einmal als Irrgast wie beispielsweise dieses Jahr während zwei Tagen im März am Klingnauer Stausee. Auch Krankheiten wie Wurmbefall setzen dem Blässhuhn zu, in einigen Ländern entstehen Verluste durch die noch immer erlaubte Jagd. Theoretisch kann ein Blässhuhn 15 Jahre alt werden, das älteste beringte Exemplar wurde in Dänemark gefunden. Es erreichte ein Alter von
20 Jahren.

Blaesshuhn T

Die ausführliche Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht können Sie hier kostenlos herunterladen: Blässhuhn.

Ich danke Edith und Beni Herzog herzlich für die interessanten Informationen und die wunderbaren Fotos. Auf ihrer Webseite benifotos.ch sind die Bilder grösser und noch prächtiger zu sehen.


Zielgruppe: 3. - 6. Klasse
Bezug Lehrplan 21: NMG 2.1 NMG 2.3 NMG 2.4 NMG.2.6

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    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Feb 27, 2021 | 08:00 am

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  • 14 Arten, deinen Tag unvergesslich zu machen

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Feb 26, 2021 | 02:07 am

    14 Arten, deinen Tag unvergesslich zu machen


    Heute ist der perfekte Moment, um deinen Tag unvergesslich zu machen - zu etwas Kostbarem und Speziellem, von dem du vielleicht in einiger Zeit mit Leidenschaft und Enthusiasmus deinen Enkeln erzählen wirst.

    1. Probiere etwas komplett Neues aus

    Die Verschiedenheiten und die Änderungen sind es, die dem Leben Würze geben.
    Neue Erfahrungen bereichern unser Herz und unseren Geist und helfen uns zu wachsen.
    Zieh dich nicht vor etwas Neuem zurück.

    2. Stürze dich in die Welt

    Die lebendigsten Erinnerungen sind die Ergebnisse der intensivsten und interessantesten Erfahrungen im Leben.
    Was also tun?
    Beginne damit, den Fernseher auszuschalten, spring von deinem Sofa herunter und geh hinaus, um die Welt zu entdecken.
    Tausche dich aus mit den Menschen und mit der Natur um dich herum und sei dankbar für einfache Freuden, die das Leben bereit ist, dir zu bieten.

    3. Tu etwas, was wirklich zählt für dich

    Beschäftige dich mit etwas, was wirklich Wert hat für dich, sei es ein persönliches Projekt oder ein umfassendes Ideal, das du mit andern zu erreichen suchst.
    Folge deinen Träumen, tu jetzt, was du schon immer tun wolltest und was du aus irgendwelchen Gründen immer wieder hintenangestellt oder aufgeschoben hast.
    Heute ist der richtige Tag, um damit zu beginnen.

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  • Aktive Spechte im Frühjahr

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Feb 25, 2021 | 02:30 am

    Aktive Spechte im Frühjahr


    Jetzt trommeln sie wieder... gemeint sind nicht die Trommler an den in diesem Jahr ohnehin abgesagten Fasnachtsumzügen, sondern die Spechte im Wald – sie sind im zeitigen Frühjahr sehr aktiv.

    Wer im Vorfrühling im Wald unterwegs ist, wird früher oder später das Trommeln von Spechten hören. Das Trommeln ersetzt bei Spechten den Gesang der Singvögel, es dient zum Anlocken des anderen Geschlechts und zur Reviermarkierung. Für ihre Darbietung wählen die Spechte meist einen dürren oder hohlen Ast mit guter Resonanz. Daher sind die Trommelwirbel weit herum zu hören. Manchmal benutzen sie auch metallische Resonanzkörper wie Dachrinnen oder Blechabdeckungen.

    Nicht alle Spechte trommeln gleich häufig. Am meisten zu hören ist der Buntspecht – er ist der häufigste und bekannteste unter unseren Spechten. Auch Klein- und Schwarzspecht sind „passionierte“ Trommler. Im Gegensatz zum Grünspecht, trommelt der Grauspecht recht häufig und schnell in etwa 1,5 Sekunden langen Serien. Den Mittelspecht hört man nur sehr selten trommeln.

    Mit etwas Übung lassen sich die Trommelwirbel der verschiedenen Spechtarten unterscheiden. So klingen etwa die verhaltenen, aber langen Trommelwirbel des Kleinspechts anders als die kurzen und heftigen „Salven“ des Buntspechts.

    Rasante Verfolgungsjagden im Wald

    Die Spechte starten schon früh mit der Vorbereitung zum Brutgeschäft. Bereits ab Ende Dezember beginnen sie zu trommeln und ihre Reviere zu verteidigen. Im Februar und März sind die Spechte besonders aktiv, die Balzzeit ist in vollem Gang. Vor allem die Männchen von Bunt- und Mittelspecht sind sehr gereizt und aggressiv. Sie vertreiben sich gegenseitig aus ihren Revieren und liefern sich temperamentvolle Verfolgungsjagden zwischen den Bäumen. Hierbei kann es recht lautstark zugehen. Die Weibchen inspizieren in dieser Zeit die Reviere und Bruthöhlen der Männchen. Dabei geraten sie oft auch in die Streitereien der Rivalen und werden vertrieben. Erst ab Mitte März beruhigt sich die Szene langsam, die Paare finden sich und die eigentliche Brutzeit beginnt.

    Wohnungsbau für andere Tiere

    Von den Bruthöhlen der Spechte profitieren auch weitere Tiere. Viele „Altwohnungen“ werden von anderen Vogelarten bezogen. Diese haben nicht das geeignete Werkzeug, sprich einen starken Schnabel, um sich selber eine Nisthöhle zu meisseln.Typische Nachmieter von Spechthöhlen sind Meisen (Bild oben: Blaumeise), Stare (Bild unten) und Kleiber. Aber auch Siebenschläfer, Waldmaus und Fledermäuse bis hin zu Hornissen und Wildbienen schätzen das von den Spechten zur Verfügung gestellte Wohnungsangebot. Sogar Eichhörnchen lieben die Höhlen als geeignete Verstecke. Der Schwarzspecht baut die grössten Höhlen und erschliesst damit den Wald für grössere Höhlenbrüter wie Raufusskauz, Hohltaube und Dohle sowie für den Baummarder.

    Gewinner und Verlierer

    Den Spechten geht es insgesamt gut in unseren Wäldern. In einem geeigneten Spechthabitat kann man mit etwas Glück alle sechs in Mitteleuropa häufig vorkommenden Spechtarten beobachten (siehe Kurzporträts in der Dokumentation). Gemäss den neuen Erhebungen der Schweizer Vogelwarte haben die Bestände von Bunt-, Mittel- und Kleinspecht sowie Schwarz- und Grünspecht in den letzten 15 Jahren mehr oder weniger zugenommen. Das hat mit der verbesserten ökologischen Waldbewirtschaftung und dem vermehrten Alt- und Totholzanteil zu tun. Nur einer gehört zu den Verlierern: Der Grauspecht hat Terrain eingebüsst und seine Rufe sind immer seltener zu hören.

    Kletterwerkzeuge

    Spechte sind perfekt für ihr Leben auf und an den Bäumen ausgerüstet. Sie verfügen über kurze, kräftige Beine und Kletterfüsse mit vier Zehen, zwei sind nach vorne gerichtet, zwei nach hinten. Eine Wendezehe kann je nachdem, ob der Vogel hinauf- oder hinunterklettert, gewendet werden. Geht es zu Fuss den Stamm hinunter, nimmt der Specht die Rückwärtsbewegung. Die nadelspitzen Krallen werden wie Steigeisen eingesetzt. Alle Spechte besitzen einen starken Stützschwanz mit besonders harten Federn. Dieser ist wie ein dritter Fuss und gibt dem Specht am Stamm Sicherheit und Halt.

    Trommeln ohne Kopfschmerzen

    Spechte setzen ihren kräftigen Meisselschnabel nicht nur beim Trommeln ein, sondern auch bei der Suche nach Käfern und Larven unter der Holzrinde sowie beim Bau von Nisthöhlen. Hierbei hacken sie kraftvoll auf das Holz ein und reissen Stück um Stück heraus. Damit sie dabei keine Kopfschmerzen kriegen, hat sie die Natur mit einigen Besonderheiten ausgestattet: Schnabelbasis und Kopf sind federnd miteinander verbunden, dazwischen liegt eine Knorpelschicht, die als Stossdämpfer dient. Die Schädeldecke ist besonders stabil und dick, um das Gehirn zu schützen. Ebenso ist Spechten von der Natur ein Mund- und Nasenschutz mitgegeben worden in Form von mit feinen Federn überwachsenen Nasenlöchern, die das Einatmen von Holzmehl verhindern.

    Spechtschmiede

    Der Buntspecht ernährt sich während der wärmeren Jahreszeit hauptsächlich von Insekten und deren Larven, die er mit kräftigen Schnabelhieben unter der Borke hervorholt.
    Während der Winterzeit stellt er seine Ernährung um, er frisst dann vorwiegend Nüsse, Beeren und Samen. Dabei erscheint er auch mal am Winterfütterungsplatz für Singvögel.

    Für die Bearbeitung von Fichtenzapfen legt er eine sogenannte „Spechtschmiede“ an. Er wählt eine geeignete Spalte in einem Ast oder arbeitet sie selber mit dem Schnabel nach. Dort kann er die Fichtenzapfen einklemmen, um die nahrhaften Fichtensamen mit dem Schnabel herauszuholen.

    Wenn sehr viele geöffnete Fichtenzapfen unter einem Baum liegen, ist das ein sicheres Zeichen für die Arbeit des Buntspechts.

    Wir sind noch nicht am Ende. Die Fortsetzung sowie Aufgaben zum Textverständnis können in der Dokumentation hier: Aktive Spechte im Frühjahr nachgelesen werden oder in der Lehrmittel Boutique, wo das Heft auch für Nichtmitglieder kostenlos zur Verfügung steht.

    Wie im letzten Heft können auch diesmal die Aufgaben zusätzlich in digitaler Form, direkt am Computer, Tablet oder Smartphone bearbeitet werden. Die Links oder QR-Codes dazu sind im Heft zu finden.

    Ich danke Edith und Beni Herzog herzlich für die interessanten Informationen und die wunderbaren Fotos. Auf ihrer Webseite benifoto.ch sind die Bilder größer und noch prächtiger zu sehen.

    Zielgruppe: 3. - 6. Klasse
    Bezug Lehrplan 21: NMG 2.1 NMG 2.3 NMG 2.4 NMG.2.6

     

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  • Miniperlen Antarktika für die 4.- 6. Klasse

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Feb 24, 2021 | 02:42 am

    Miniperlen Antarktika für die 4.- 6. Klasse


    Und hier nun der zweite Wunsch, den ich ebenfalls sehr gerne erfüllt habe. Antarktika fällt aus verständlichen Gründen aus dem Rahmen, doch bin ich überzeugt, dass die Schülerinnen und Schüler von den Eigenheiten dieses Kontinentes fasziniert sein werden: Miniperlen Antarktika

    Ein ausführliches Heft mit Informationen und Aufgaben zur Antarktis finden Sie ebenfalls bei den Perlen: Antarktis (3.-5. Kl.).

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