Newsflash

Rechtschreibung

Die Rechtschreibung nach Duden weicht in der Schweiz teilweise von den Regeln in Deutschland und Österreich ab. Sie finden deshalb viele Lehrmittel zusätzlich als überarbeitete Versionen. Sie sind mit D/A bezeichnet.  


Web Bienenfresser 7

Seine Farbenpracht, die ihn wie einen tropischen Vogel schillern lässt, und seine Eleganz machen den wärmeliebenden Bienenfresser zu einer unverwechselbaren Erscheinung in unserer Vogelwelt. Dieses fliegende Juwel gehört in Mitteleuropa vermutlich zu den Profiteuren der Klimaerwärmung.

Vom Mittelmeerraum her, wo er regelmässiger Brutvogel ist, breitete er sich langsam nach Norden aus. In den 1990er-Jahren siedelte er sich in Deutschland und im nördlichen Frankreich an. Er fand den Weg auch in die Schweiz, hier sind aber nur wenige Brutgebiete über mehrere Jahre besetzt. Allerdings mehren sich die Brutnachweise. In Deutschland konnte im Jahr 2015 ein neues Maximum von 1600 Brutpaaren nachgewiesen werden. Auch in Österreich und andern europäischen Staaten kommen Bienenfresser vor. Warme und trockene Sommer fördern das Insektenaufkommen, dies bietet die optimale Voraussetzung für einen Anstieg des Bruterfolges.

Der Bauch- und Brustbereich des Bienenfressers ist türkisfarben, Scheitel-, Nacken- und Rückenpartien sind rostbraun. Oberhalb des gelben Kinns hat er einen schwarzen Augenstreif. Im Flug zeigt er spitze dreieckige Flügel, die verlängerten mittleren Schwanzfedern bezeichnet man als Spiess, der bei den Weibchen ein bisschen kürzer ist. Charakteristisch sind seine Flugrufe.

Web Bienenfresser 1

Bienenfresser segeln oft beschaulich durch die Luft, sind aber auch pfeilschnelle Flugjäger und jagen von einer Sitzwarte wie z.B. einem freistehenden Ast aus ihre Beute.

Web Bienenfresser 5

Zum Beutespektrum zählen Bienen, Hummeln, Wespen, Käfer, Libellen, Schmetterlinge, Heupferde. Da sie sich vor allem auf stechende Arten spezialisiert haben, schlagen sie den Hinterleib ihres Opfers auf einen harten Untergrund (z.B. Ast), um den Giftstachel zu entfernen.

Web Bienenfresser 4

Das Insektenangebot spielt eine massgebende Rolle, der massive Einsatz von Pestiziden und Insektiziden führt leider zu erheblichen Verlusten an Insekten. Dass heute selbst nach einer mehrstündigen Autobahnfahrt die Windschutzscheibe eines Autos kaum von Insektenopfern gereinigt werden muss, verdeutlicht drastisch den Verlust von etwa 80% der Insektenbiomasse in den vergangenen 35 Jahren.

Der Bienenfresser ist ein Langstreckenzieher und kehrt anfangs Mai aus dem Süden Afrikas zurück. Ein guter Bruterfolg setzt eine optimale Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnern voraus. Die Bindung des Paares wird dadurch bekräftigt, dass das Bienenfresser-Männchen seinem Weibchen Geschenke in Form von erbeuteten Grossinsekten übergibt.

Web Bienenfresser 3

Bienenfresser brüten in kleinen Kolonien mit bis etwa 10 Paaren, in seltenen Fällen kommen Einzelbruten vor. Das Graben der bis zu 150 cm langen Niströhren ist hauptsächlich Aufgabe des Männchens. Geeignete Brutplätze sind nach Süden ausgerichtete Steilwände in Sand- und Kiesgruben, Weinbergböschungen, verfestigte Sand- und Erdhaufen, Steilwände an natürlichen Flussufern, die aber durch Flussbegradigungen und -korrekturen bei uns rar geworden sind.

Das Graben der Bruthöhle nimmt zwei bis drei Wochen in Anspruch. Das Männchen hackt mit geöffnetem Schnabel und wirft das Material mit Scharrbewegungen aus dem Loch. Brutbeginn für die etwa 6 Eier ist Ende Mai/Anfang Juni, die Bebrütung der Eier durch beide Partner dauert 3 Wochen. Nach weiteren gut 4 Wochen verlassen die Jungen die Neströhre, werden aber noch drei Wochen ausserhalb weiter gefüttert. Nicht-brütende, jüngere Individuen und Verwandte betätigen sich als Bruthelfer. Es kommt vor, dass Bienenfresser alte Bruthöhlen ausbessern und erneut darin brüten, oft werden diese aber auch von andern Vögeln wie z.B. Uferschwalben benützt. Diese belegen dann den vordersten Teil der Niströhre. Durch Erosion etc. kann ein Brutgebiet auch verloren gehen, in diesem Fall suchen sich die Bienenfresser eine neue Bleibe.

Web Bienenfresser 2

Bienenfresser zeigen ein komplexes Sozialverhalten, auf den Sitzwarten spielt sich ein grosser Teil ihres Soziallebens ab. Durch ihre Schönheit ziehen sie viele Vogelbeobachter und Fotografen an. Man sollte aber nicht in die Nähe von Brutröhren gehen, da Bienenfresser unter Umständen die Fütterung der Jungvögel aufgeben. Es empfiehlt sich, diese farbenprächtigen Vögel in gebührendem Abstand auf den regelmässig angeflogenen Sitzwarten abseits der Brutröhren zu beobachten. Selbstverständlich sollten auch keine Motorradrennen und andere Veranstaltungen in Kiesgruben durchgeführt werden, die sich Bienenfresser als Brutplatz ausgesucht haben. Wir möchten uns ja alle weiterhin an diesen wunderschönen Vögeln erfreuen.

 

Bienenfresser T

 

Die Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier: Bienenfresser.

Die interessanten Informationen hat Edith Herzog für uns zusammengestellt, die herrlichen Fotos sind von Beni Herzog. Herzlichen Dank.

 

 

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 Charlie Karlchen T2 Charlie Karlchen 4

Nach knapp einem Monat folgt heute der zweite Teil der schönen, manchmal etwas traurigen Kindergeschichte von Andrea Meier - wiederum mit einem passenden einfachen Lied.Download: Charlie und Karlchen

Zusätzlich ist heute das Spiel Alles für die Katz' mit Redewendungen zur Katze dabei.

Alles fuer die Katz Spiel

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Mauersegler Titelbild

Fünf Mal zum Mond und zurück oder 97 Mal um die Erde: Dies entspricht in etwa der Flugleistung eines Mauerseglers in seinen 20 Lebensjahren; das sind immerhin rund 3,8 Millionen Kilometer.

Wie kaum ein anderer Vogel ist der Mauersegler als Jäger fliegender Insekten an das Leben im freien Luftraum angepasst. Mit Ausnahme der Zeit als Jung- und Brutvögel verbringen Mauersegler ihr ganzes Leben in der Luft, sie fressen, trinken, sammeln Nistmaterial und paaren sich im Flug. Junge Mauersegler berühren sogar erst dann wieder festen Boden, wenn sie nach Verlassen des Nestes in ihrem dritten Lebensjahr die Geschlechtsreife erreichen und das erste Mal selber brüten.

Mauersegler Rumpf

Der Mauersegler ist ein Schnellflieger, der während der Insektenjagd und bei Flugspielen mühelos über 120 km/h erreicht. Dementsprechend ist sein Rumpf perfekt stromlinienförmig gebaut.

Mauersegler Fluegel

 

Seine Flügel sind lang und sichelförmig, bei sitzenden Vögeln überschneiden sie sich auf dem Rücken und überragen sogar den Schwanz um etwa 4 cm. Der Schwanz ist kurz und gegabelt.

Mit Ausnahme des hellen Kehlflecks besitzt er ein komplett braunschwarzes Gefieder. Trotz seiner Ähnlichkeit mit den Schwalben ist der Mauersegler nicht näher mit ihnen verwandt. Er ist mit einer Länge von 16 cm grösser als eine Schwalbe und mit ungefähr 50 Gramm mehr als doppelt so schwer.

 

Der Spyr, wie der Mauersegler im Volksmund auch genannt wird, lebt nur 3 Monate bei uns im Brutgebiet: Mai, Juni, Juli. Anfangs August zieht er bereits weg ins Winterquartier in den Süden Afrikas, wo er grossflächig herumstreift, und kehrt erst Ende April wieder zurück. Er wechselt seine Federn (Mauser) über ein halbes Jahr hinweg einzeln, damit die Flugfähigkeit nicht beeinträchtigt wird. Bei anderen Vögeln dauert die Mauser nur wenige Wochen.

 

Mauersegler Rufe

Jetzt hört man in vielen Dörfern und Städten die hellen, schrillen „Sriieee“-Rufe der Mauersegler, wenn sie vor allem abends in kleinen Gruppen pfeilschnell um die Häuser fliegen. Der geschätzte Brutbestand in der Schweiz beträgt 50‘000 bis 75‘000 Paare.

Der ursprüngliche Felsenbrüter wurde zu einem Kulturfolger. Er nistet heute hauptsächlich an Gebäuden in dunklen Nischen, Hohlräumen, in Mauerlöchern, unter Dächern in Spalten und Nisthilfen. Das Nest wird aus in der Luft umherwirbelnden Materialien (Gras, Federchen, Hälmchen) gebaut. Die Vögel verkleben das Material mit klebrigem, rasch erhärtendem Speichel. Das kranzförmige Nest wird über viele Jahre hinweg belegt. Männchen und Weibchen bleiben ihrem Brutort treu und bleiben als Paare über Jahre hinweg zusammen, ausserhalb der Brutzeit leben sie aber nicht paarweise.

Mauersegler Nistkasten

 

Der Mauersegler zieht pro Jahr eine Brut auf, in Deutschland wurden aber schon reguläre Zweitbruten nachgewiesen. Das Weibchen legt zwei bis drei Eier, die Brutdauer beträgt 18 bis 20 Tage, die Nestlingszeit dauert 6 bis 8 Wochen.

 

Bei starken Regenperioden ist es für die Altvögel ein Problem, genügend Futter herbeizuschaffen. Dann sind Ausweichflüge über Hunderte von Kilometern möglich. Die Nestlinge fallen dann in eine sogenannte Hungerstarre mit stark reduzierter Herzfrequenz und Körpertemperatur. So können sie Energie sparen und mehrere Tage ohne Nahrung überleben. Man weiss von einem Jungvogel, der auf diese Art und Weise 21 Tage hungerte und von 57 auf 21 Gramm abnahm.

 Die Anpassungen des Körperbaus der Mauersegler an ein Leben in der Luft führen zu „Behinderungen“ am Boden. Nur mit genügend Fluggeschwindigkeit sind sie wendige und zielsichere Flieger. Deshalb benötigen sie hoch gelegene Brutplätze, damit sie sich beim Start fallen lassen und sofort Geschwindigkeit gewinnen können. Die Jungvögel müssen voll flugfähig sein, wenn sie ins Freie springen.

Mauersegler Nest Mauersegler jung keck

Zahlreiche Jungsegler verunglücken durch Abstürze aus der Nisthöhle, weil sie sich bei der Fütterung zu weit hervorwagen oder sich bei grosser Hitze, die an heissen Tagen z.B. unter Dachziegeln entstehen kann, abkühlen wollen und ihre Bruthöhle verlassen.

Ein Mauersegler kommt vom Boden nicht mehr alleine hoch und gehört in diesem Fall unbedingt in die Hände einer Fachperson. Die Pflege in Vogelauffangstationen ist wegen der speziellen Ernährung der Mauersegler nicht einfach. Bei heruntergefallen Jungseglern besteht aber die Möglichkeit, sie „Adoptiveltern“ unterzuschieben, die nur 1 bis 2 Junge haben, allerdings muss das Alter der Jungvögel einigermassen übereinstimmen.

Alpensegler

 

Der grössere Verwandte des Mauerseglers ist der Alpensegler, er wird bis zu 100 Gramm schwer, ist seltener als der Mauersegler und ein bisschen weniger wendig. Alpensegler sind an ihrer weissen Unterseite, welche durch ein braunes Brustband unterbrochen ist, leicht erkennbar.

Beide Segler sind Koloniebrüter. Ein Mauersegler-Paar benötigt aber einen eigenen Brutraum, der vom nächsten „Appartement“ getrennt ist und über ein eigenes Einflugloch verfügt.

Der Alpensegler nistet sowohl in Einzelbruträumen als auch gemeinsam in grossen Dachstöcken.

 

Die Gefährdung der Seglerarten besteht darin, dass die Brutnischen weniger werden, da geeignete Gebäude oft renoviert oder abgebrochen werden. Die moderne Architektur schliesst aber bei gutem Willen, z.B. durch Anbringung von geeigneten und farblich auf das Gebäude abgestimmte Nistkästen, den Weiterbestand der faszinierenden Segler nicht aus. Wichtig ist, bei kompetenten Fachstellen Rat einzuholen, wenn man Nistmöglichkeiten für die beiden Seglerarten schaffen will.

 

 

Mauersegler T

 

 

Die Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier: Mauersegler

Die interessanten Informationen hat Edith Herzog für uns zusammengestellt, die herrlichen Fotos sind von Beni Herzog. Herzlichen Dank.

 

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Charlie Karlchen T Charlie Karlchen 2

Heute kann ich den ersten Teil einer neuen, wunderschönen Kindergeschichte von Andrea Meier präsentieren. Die Fortsetzungsgeschichte mit Kinderliedern, Gedichten, Klanggeschichten, offenen Aufgaben und weiteren abwechslungsreichen Begleitmaterialien zum abenteuerlichen Alltag der Familie Fröhlich mit Katze und Hund kann hier heruntergeladen werden: Charlie und Karlchen.

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Gaensesaeger Junge T

Ein Entenvogel mit dem Namen Gänsesäger, das ruft oft Verwunderung hervor. An Grösse übertrifft der Gänsesäger alle Schwimm- und Tauchenten, er erreicht fast die Grösse einer Gans. Säger heisst er, weil seine Schnabelkanten mit ihren Zähnchenreihen an eine Säge erinnern. Dieser gezähnte Schnabel dient dem Gänsesäger zum Festhalten glitschiger Fische, seiner Hauptnahrung. Meist sind diese nur etwa fingerlang, er kann aber auch grössere Fische bis zu 30 cm Länge erbeuten.

Gaensesaeger Schnabelkante

Gänsesäger sind ausgezeichnete Taucher und können bis zu 120 Sekunden unter Wasser bleiben. Bei der Nahrungssuche schwimmen die Vögel tauchspähend bzw. „wasserlugend“ - die Bezeichnung „schnorchelnd“ ist auch passend - umher.
Sie fressen pro Tag ungefähr 300 g Fisch.

Gaensesaeger Nahrungssuche

Männchen und Weibchen sehen unterschiedlich aus, beide haben aber einen grossen stromlinienförmige Körper und einen langen, schlanken, roten Schnabel mit Hakenspitze.

Gaensesaeger Maennchen

Das Männchen hat im sogenannten Brut- oder Prachtkleid (Spätherbst bis Frühsommer) einen glänzend dunkelgrünen Kopf und Hals, die Oberseite ist dunkel, die Unterseite hell und lachsrot überhaucht.

Gaensesaeger Weibchen

Das Weibchen hat einen braunen struppigen Kopf, der scharf von der hellen Brust abgesetzt ist, ansonsten ist der Körper grau. Im Ruhe- oder Schlichtkleid gleichen die Männchen im Aussehen den Weibchen.

Gaensesaeger Flug

Im Flug sind Gänsesäger gut am lang gestreckten Hals und den flachen, schnellen Schlägen mit den schmalen Flügeln erkennbar.

Bei der Balz reckt sich der Erpel im Wasser hoch, streckt den Hals aus und richtet die Scheitelfedern auf. In dieser Zeit kommt es auch zur Jagd zwischen den Partnern.

Gänsesäger sind Höhlenbrüter, d.h. sie brüten in Baumhöhlen, Felsnischen, Gebäudenischen und Nistkästen, die aber ein Flugloch von 12 cm Durchmesser aufweisen müssen. Das Weibchen legt einmal pro Jahr zwischen Ende März und Mitte Juni 7 bis 14 cremefarbene Eier, die es 32 - 35 Tage bebrütet.

Ein bis zwei Tage nach dem Schlüpfen lockt die Mutter die Küken, die von der Nisthöhle, unabhängig von deren Höhe, zu Boden springen. Dabei benützen sie ihre Flügelstummel als Fallschirm. Danach werden sie von der Mutter an ein Gewässer geführt. Die Jungen können sofort recht gut schwimmen, bald auch tauchen und suchen von Anfang an ihre Nahrung selbst. Sie besteht zunächst aus Wasserinsekten und Würmern, erst später aus Fischchen. Kleine Gänsesäger lassen sich sehr gerne auf dem Rücken von Mutter tragen. Meist werden die Jungen verlassen, bevor sie fliegen können.

Gaensesaeger Familie

Der Lebensraum der Gänsesäger sind fischreiche, saubere Seen und Flüsse. In Mitteleuropa ist die Art verbreitet, aber kein häufiger Brutvogel. Im Winter sind in Europa häufig Durchzügler und Wintergäste zu beobachten. Die Hauptverbreitung ist in Skandinavien und Sibirien. In der Schweiz brüten ungefähr 500 Paare, es gilt ein Jagdverbot, da der Gänsesäger nach der Roten Liste der Arten als verletzlich eingestuft ist. Auch in Deutschland brüten ungefähr 500 Paare, der grösste Teil davon in Bayern.

Gefahr droht den Gänsesägern von verschiedener Seite: Entfernen hohler Bäume, die als Nistplätze dienen, Verschliessen von Brutnischen an Gebäuden, Behinderung von Junge führenden Weibchen auf dem Weg zum Wasser, Störungen an Mauser- und Nahrungsplätzen, Gewässerverschmutzung und Rückgang von Fischbeständen. Ein natürlicher Feind ist der Baummarder.

Bei Fischern und Anglern sind der Gänsesäger wie auch Graureiher, Kormoran, Haubentaucher und Eisvogel nicht gerne gesehen. Der Fischbestand eines Gewässers wird aber erheblich von andern Faktoren beeinflusst: Verbauung von Flussufern, dadurch Fehlen geeigneter Laichplätze und geschützter Einstände für Fische. Der Gänsesäger bevorzugt naturnahe Gewässer, in denen er nicht in der Lage ist, eine Fischart auszurotten.

Persönliche Anmerkung:
Wir haben beim Beobachten von Eisvögeln an einem Fluss erlebt, wie sich ein Angler und angehender Jäger beschwert hat, dass es zu viele Eisvögel gibt, diese zu viele Fischchen fressen und man deshalb die Art dezimieren sollte. Solche Aussagen stimmen traurig. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns alle für unsere einheimische Flora und Fauna einsetzen und der Natur ihren Platz nicht ständig streitig machen!

 

Gaensesaeger T

 

Die Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier: Gänsesäger

Die interessanten Informationen hat Edith Herzog für uns zusammengestellt, die herrlichen Fotos sind von Beni Herzog. Herzlichen Dank.

 

 

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Wasseramsel Titelbild


Eine Amsel, die schwimmt und taucht? Mit der bekannten schwarzen Amsel hat die Wasseramsel nur den Namen gemeinsam und höchstens das dunkle Federkleid, das jedoch nicht schwarz ist, sondern von dunkelbraun an Kopf und Rücken in rauchbraun am Schwanz übergeht. Auffällig ist auch die weisse Kehle, die mehr oder weniger kastanienbraun gesäumt ist. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist ihre gedrungene Gestalt. Sie gehört nicht wie die Amseln zu den Drosselvögeln.

Wasseramsel weisseKehle

Die Wasseramsel ist der einzige Singvogel, der schwimmen und tauchen kann, obwohl sie keine Schwimmhäute an den Füssen besitzt.

Ihr Lebensraum sind saubere Bäche und Flüsse, die Strukturen wie Steine und Felsblöcke aufweisen und ihr als Ansitzwarte dienen. Gerne lebt sie auch an Ausläufen von Kläranlagen, dort gibt es keine Vereisung, was bei tiefen Temperaturen die Nahrungssuche erleichtert.

Wasseramsel Nahrung Kleintiere

Die Wasseramsel sucht ihre Nahrung am Gewässergrund, an oder unter Steinen. Ihre Beute sind im Wasser lebende Kleintiere wie Würmer, Weichtiere, kleine Fische. Besondere Leckerbissen sind Larven von Köcher-, Eintags- und Steinfliegen, Wasserkäfer und kleine Schnecken. Beim Herausholen der Köcherfliegenlarven aus ihrer „Behausung“ entpuppt sie sich als wahrer Meister! Unter Wasser paddelt sie mit ihren kurzen gerundeten Flügeln und taucht bis 1.5 Meter. Ihr Tauchgang dauert ungefähr 10 Sekunden, dabei hält sie ihre Augen offen, Nasenlöcher und Ohren werden verschlossen.

Man findet die Wasseramsel auch in kalten Gebirgsbächen. Ein wasserdichtes, warmes Gefieder ist deshalb enorm wichtig. Wie die meisten Vögel besitzt die Wasseramsel eine Bürzeldrüse auf der Oberseite des Schwanzansatzes, diese ist aber viel grösser als bei andern Singvögeln. Sie pflegt ihre Federn mit Fett aus dieser Bürzeldrüse, dadurch ist ihr Gefieder optimal „imprägniert“ und resistent gegen Nässe und Kälte.

Wassramsel Gebirgsbaeche

Männchen und Weibchen sehen gleich aus und es singen auch beide. Die Balz der Wasseramseln beginnt bereits im November. Ab Februar beginnt der Nestbau. Das Nest liegt immer dicht am Wasser, aber vor Hochwasser geschützt. Als Neststandort dienen Felsblöcke, Felsspalten, Brücken, manchmal entsteht es sogar an Felsen hinter Wasserfällen. Als Nest baut die Wasseramsel eine schöne Mooskugel, das Innennest (Napf) ist immer mit braunen Buchenblättern ausgestattet.

Ab März legt das Weibchen 4 - 6 weisse Eier, die es alleine bebrütet. Das Männchen bleibt in der Nähe und bringt seiner Partnerin Nahrung. Nach 16 bis 17 Tagen schlüpfen die Jungen. Diese werden von beiden Eltern etwas über drei Wochen im Nest gefüttert und nach dem Ausfliegen noch zwei Wochen weiter betreut.

Das typische Kennzeichen der Wasseramsel ist das „Knicksen“. Möglicherweise dient es als optisches Signal für den Partner, da der Gesang oft vom Rauschen des Wassers übertönt wird.

An Spaziergänger und Jogger gewöhnt sich die Wasseramsel gut. Auf nicht angeleinte Hunde ist sie aber schlecht zu sprechen. Eine weitere Gefahr stellen Rabenkrähen und Graureiher dar. Diese haben es auf die Jungvögel abgesehen. Dann warnt die Wasseramsel mittels Rufen. Bei Sperber und Habicht bleibt dafür keine Zeit und sie taucht möglichst schnell unter Wasser, bis der Greifvogel verschwunden ist. Auch Ratten gehören zu ihren Feinden. Grössere Verluste in strengen Wintern werden relativ schnell ausgeglichen.

 

Wasseramsel T

 

Die Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier:  Wasseramsel

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  • Knacknuss 341


    Knack341

    Antworten bitte im Kommentar. Für die erste richtige Lösung gibt es 10 Nüsse und für 100 Nüsse einen Preis zu gewinnen. Pro Person ist nur eine Antwort erlaubt. Viel Glück!

  • Die Türe


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    Auf einem berühmten Bild ist Christus in einem dunklen Garten zu sehen. Mit der linken Hand hält er eine Lampe, die die Szene beleuchtet, mit der rechten klopft er an eine schwere, robuste Türe.

    Als das Bild anlässlich einer Ausstellung zum ersten Mal gezeigt wurde, machte ein Besucher den Maler auf ein eigenartiges Detail aufmerksam:

    „Auf Ihrem Bild ist ein Fehler. Die Türe hat keinen Griff.“

    „Das ist kein Fehler“, antwortete der Künstler. „Das ist die Türe des menschlichen Herzens. Sie lässt sich nur von innen öffnen.“

    Quelle: Bruno Ferrero, Qumran2
    Bild: Pixabay, hermaion, Public Domain CC0

  • Neu bei Persen: Grammatik entdecken


    Grammatik 2 4 persen

    Vor einigen Tagen ist im Persen Verlag mein neuer Grammatik-Band erschienen. In der bekannten Form der Lernzieltrainings werden hier erste grammatische Strukturen gelegt. Deren frühzeitige Erarbeitung ist wichtig, um den Aufbau der Sprache zu verstehen und eigene Texte grammatisch korrekt und sprachlich interessant zu gestalten.

    Dieses neue Heft bietet einfache und kindgerecht gestaltete Materialien, mit denen wir die Schüler leicht motivieren können, grammatische Strukturen zu untersuchen. Mithilfe von Vortests haben wir die Möglichkeit, die Kenntnisse unserer Schüler zu überprüfen. Es folgen einfache Trainingsaufgaben, mit denen die Schüler gezielt an bestimmten Themen weiterarbeiten können. Dabei wechseln sich Schreibaufgaben und handlungsorientierte Aufgaben ab, sodass bei den Schülern keine Langeweile aufkommt. Die Schreibaufgaben enthalten gezielte Hilfestellungen, um Überforderungen zu vermeiden. Es folgen vermischte Übungen und die Lernkontrolle.

    Inhaltliche Schwerpunkte: Wortstämme, Ober- und Unterbegriffe, Namenwörter, Tuwörter, Wiewörter, Satzglieder

    Persen: Grammatik entdecken

    Gramm 2 4 Persen 1 Gramm 2 4 Persen 2 Gramm 2 4 Persen 3

  • Kurzgesagt: Der Aufstieg der Maschinen

    Warum die Automatisierung diesmal anders ist.

  • Aufgabenkarten zum Lernzieltraining Wortbausteine


    AK RS Wortbausteine T AK RS Wortbausteine 1

    Eine neue Serie von 180 Aufgabenkarten liegt vor, diesmal als Ergänzung zum Lernzieltraining Rechtschreibung / Wortbausteine.

    AK RS Wortbausteine 3 AK RS Wortbausteine 5

    Die Vorteile und Einsatzmöglichkeiten von Aufgabenkarten habe ich früher bereits aufgelistet. Genau wie alle Aufgabenkarten zu den Lernzieltrainings können die vorliegenden  Aufgabenkarten Rechtschreibung / Wortbausteine selbstverständlich auch unabhängig von anderen Heften zum Üben eingesetzt werden.

  • Schülerarbeit: Fall 2 für Detektiv Mathixus


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    Da hat sich unser lieber Maximilian aus Bremen kurz vor seinem letzten Tag in der Grundschule noch einmal ins Zeug gelegt, damit Praktikant Mathixus auch seinen zweiten Fall - die Suche nach dem Komplizen des Einkaufszentrum-Räubers - erfolgreich abschliessen kann.

    Und wieder hat Maximilian eine spannende Aufgabe mit originellen Lösungswegen für Knobler und Knoblerinnen geschaffen, bei dessen Auflösung manch ein Detektivaspirant ins Schwitzen kommt (und gleichzeitig verschiedene Rechenoperationen übt).

    Herzlichen Dank an Maximilian und seine Lehrerin Susanne Hankel.

    Beide Fälle können auch von Nicht-Mitgliedern kostenlos in der Lehrmittel Boutique heruntergeladen werden:
    - Fall 1 für Detektiv-Praktikant Mathixus
    - Fall 2 für Detektiv-Praktikant Mathixus (neu)

  • Forschen & planen: Nahrung und Produkte


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    Hier die neuen Forscherkarten für den Monat Juli - obwohl sich  die Aufgabenkarten nicht mehr auf Ereignisse pro Monat, sondern auf ein bestimmtes Thema beziehen: Diesmal habe ich "Nahrungsmittel und Produkte/Erfindungen" gewählt.

    Forschen Nahrung 3

     
    Diesmal gibt es zu den 20 Forscherkarten 8 „Projektkarten“ mit Aktivitäten, bei denen die Schüler die Eröffnung eines Lebensmittel-Verkaufsstandes planen können. Die Aufgaben sind erprobt und Lösungsvorschläge sind dabei.


    Die farbigen Forscherkarten können Sie mehrfach ausdrucken, ausschneiden und laminieren, so dass die Kinder sie zu sich an den Platz nehmen und in Ruhe die Lösungen auf dem passenden Antwortblatt eintragen können. Sie sind ideal für schnelle Schüler und Kinder mit vielseitigen Interessen. Wer schafft am meisten Forscherkarten?

    Download: Forschen und konstruieren: Lebensmittel und Produkte/Erfindungen