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Alpendohle Gemmi R0577



Sympathische Frechdachse

Alpendohle 1Wer die Sommerferien in den Bergen verbrachte, hat bestimmt mit ihnen Bekanntschaft gemacht: Die Alpendohlen besiedeln Höhenlagen über der Waldgrenze, das heisst ab ca. 1800 Meter über Meer, bis hinauf in die höchsten Gipfelregionen. Sie sind in den alpinen Gegenden recht häufig. Alpendohlen – manchmal auch Bergdohlen genannt – sind gerne dort, wo sich Menschen aufhalten resp. wo es etwas zum Fressen gibt. Sie sind daher oft in der Nähe von Skistationen, Bergrestaurants oder Alpenclubhütten anzutreffen, aber auch entlang von Wanderwegen im Gebirge. Wer hat nicht schon bei einer Gipfelrast erlebt, wie die Vögel plötzlich aus dem Nichts auftauchen und dann mehr oder weniger geduldig warten, bis man ihnen etwas vom Picknick hinwirft. Das holen sie sich dann mit elegantem Flug oder schnappen es sich sogar aus der Luft. Es kann auch schon mal vorkommen, dass die Vögel ein Stück vom Sandwich klauen, das jemand unachtsam neben den Rucksack gelegt hat. Aber insgesamt sind sie sympathische «Frechdachse» und sie bieten dafür Spass und Unterhaltung.

 
Mit den Krähen verwandt

Alpendohle Gemmi 2032Die Alpendohlen gehören zu den Rabenvögeln und sind daher mit Elstern, Krähen und Dohlen verwandt. Von diesen unterscheiden sie sich durch ihren leuchtend gelben Schnabel und die roten Beine. Eigenartig ist, dass die Rabenvögel zu den Singvögeln gezählt werden, obwohl sie alles andere als schöne Gesänge von sich geben. Die Rufe der Alpendohle klingen jedoch melodiöser und sanfter, weniger krächzend als die der anderen Rabenvogelarten, sie haben einen zirpenden, hellen Klang. Wenn sie in grossen Trupps umherziehen, kommunizieren sie oft untereinander und verraten den anderen wohl auch, wo es etwas zu futtern gibt.


Flugkünstler

Die Alpendohlen sind elegante Flugkünstler, welche geschickt die Aufwinde an den Berghängen ausnützen, um lange ohne Kraftaufwand zu segeln und in der Luft zu «stehen». Alpendohlen fliegen sehr weite Distanzen zwischen ihren Brutplätzen und den Orten, wo sie Nahrung finden. Im Winter kommen sie von ihren Schlafplätzen in den höheren Lagen oft in die Talorte, um Nahrung zu suchen. Bei Schlechtwettereinbrüchen fliegen die Alpendohlenschwärme auch im Sommer in die Tallagen, wo sie in typischer Weise über den Dörfern kreisen und als Vorboten für frühe Schneefälle gelten.


Typische Allesfresser

Alpendohle Gemmi R3001Alpendohlen haben ein grosses Nahrungsspektrum. Es reicht von Käfern, Schnecken und Regenwürmern über Früchte und Beeren bis hin zu Vogeleiern, Aas oder kleinen Wirbeltieren – oder eben dem Picknick von Wanderern. Wenn sie mehr Nahrung finden als sie brauchen, dann legen sie sich Vorräte in Felsspalten und zwischen Geröll an – für schlechtere Zeiten. Mit allen ihren Eigenschaften sind sie bestens an die harten Lebensbedingungen im Hochgebirge angepasst.

 

 

Alpendohle Dok T

 

Für den Unterricht steht wiederum kostenlos die Dokumentation mit Aufgaben und Fragen zur Verfügung: die Alpendohle

 

 

Text und Bilder: Vielen Dank an Beni Herzog


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Hausrotschwanz 1


Der Hausrotschwanz ist ein Singvogel. Er sieht ähnlich aus wie der Haussperling, lässt sich jedoch an seinem rostorangen Schwanz, der beim Sitzen leicht zittert, und dem dunkleren Gefieder gut unterscheiden.

 

Hausrotschwanz 2Erwachsene Männchen haben zur Brutzeit eine dunkelgraue Oberseite und eine hellgraue Unterseite, die vom Kinn bis zum Bauch schwarz ist. Die dunkel braungrauen Flügel haben einen weissen Saum, der aber nicht immer sichtbar ist. Wegen ihres russigen Gefieders werden Hausrotschwanz-Männchen auch als „Kaminfeger“ bezeichnet.

Hausrotschwanz 3

 

Die Oberseite der Weibchen ist einheitlich beige und braun, ihr Mittel- und Unterbauch sind verwaschen beige und heller als beim Männchen.

 

 

Hausrotschwanz 4

 

 

Jungvögel sehen wie Weibchen aus, die Unterseite ist jedoch gefleckter und wolkiger.

 

 

Hausrotschwänze lebten früher ausschliesslich im Gebirge. Erst seit etwa 250 Jahren kommen sie auch in tieferen Gebieten und in der Nähe von Menschen vor. Heute brüten sie in Städten und Dörfern, aber auch in Berg- und Felsregionen. Es sind die einzigen Vögel bei uns, die alle Höhenstufen von Meereshöhe bis auf 3200 m besiedeln. Ihr Verbreitungsgebiet ist deshalb besonders gross, weil sie fast überall vorkommen.

Im September ziehen viele - nicht alle - Hausrotschwänze nach Süden, vor allem in den Mittelmeerraum. Ab Anfang März kehren sie wieder zurück.

Da er an vielen verschiedenen Orten brütet, wird der Hausrotschwanz regelmässig vom Kuckuck als Wirtsvogel ausgewählt. Dieser legt sein weisses Ei zu den ebenfalls weissen Eiern des Hausrotschwanzes, sodass sie kaum voneinander zu unterscheiden sind.

Hausrotschwanz 5

 

 

Der Hausrotschwanz ernährt sich von wirbellosen Kleintieren wie Insekten und Spinnen, Schnecken, Würmern und Raupen, aber auch von Beeren.

 

 

Hausrotschwanz 6

Hausrotschwänze gehören zusammen mit den Amseln zu den frühesten morgendlichen Sängern. Im März bis Juni beginnen sie manchmal bis zu zwei Stunden vor Sonnenaufgang mit ihrem heiseren Gesang. Es kommt vor, dass sie mit kleinen Pausen bis in die späte Abenddämmerung ununterbrochen singen – das können bei gutem Wetter mehr als 5000 Strophen sein.

Im September bis Oktober hört man das Männchen einen auffälligen Herbstgesang vortragen, mit dem es bereits sein Revier für die nächste Brutsaison festlegt.

 

Hausrotschwanz T

 

 

Für den Unterricht steht wiederum kostenlos eine ausführliche Dokumentation mit Aufgaben und Fragen zur Verfügung: der Hausrotschwanz

 

 

 

Bilder: Beni Herzog

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Drache Frau T

Bei den Lehrmittel Perlen läuft zurzeit die Aktion Perlentruhe, in der Mitglieder Lehrmittel-Wünsche einbringen können, die wenn möglich erfüllt werden.

coleenchen schrieb da: „Ich wünsche mir Material zum Thema Gruselgeschichten für die 5./6. Klasse, worin vor allem Jungs zum Schreiben motiviert werden.“

Margarete Schebesch las diesen Wunsch und schickte mir umgehend eine fantastische Geschichte, die bestimmt nicht nur den Jungs, sondern ebenso den Mädchen gefällt. Sie handelt von Drachen, mutigen Helden, sportlichem Kräftemessen und Gefühlen.

Ich war gleich sehr begeistert und habe einige Aufgabe- und Frage-Karten dazu gestaltet. Hier ist das fertige Werk unter dem Titel Die stärkste Frau der Welt.

Drache Frau AufgDrache Frau Frag

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Im Namen aller Nutzerinnen und Nutzer bedanke ich mich bei Margarete Schebesch und hoffe, dass wir zu gegebener Zeit noch mehr von ihren guten Ideen profitieren können.

Mit Klick auf das Titelbild lässt sich das Heft durchblättern. Es kann auch direkt inkl. Frage- und Aufgabenkarten hier heruntergeladen werden.

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Buntspecht Beni 1


Gastbeitrag von Beni Herzog

Der Trommler im Wald

Der Buntspecht ist unsere häufigste und am weitesten verbreitete Spechtart. Schon früh im Jahr beginnen die Buntspechte mit ihren Revierkämpfen. Dabei verfolgen die Männchen einander in wilden Jagden lautstark durch den Wald. Zur Markierung seines Reviers und um ein Weibchen anzulocken lässt der Buntspecht im Frühjahr oft kurze und heftige Trommelwirbel vernehmen. Er tut dies am liebsten an dürren Ästen, weil diese eine gute Resonanz haben. So wird er weit herum gehört.

Im Mai schlüpfen die jungen Spechte und ab Anfang Juni kann man sie hören, wenn sie am Eingang zur Nisthöhle mit ständigen kükükü-Rufen um Futter betteln.

Wer das Glück hat, eine Spechthöhle mit einem rufenden Jungspecht im Wald zu entdecken, sollte sich nicht direkt unter die Nisthöhle stellen und schon gar nicht lange dort bleiben. Dies würde die Altvögel stören und sie bringen dann kein Futter mehr zur Nisthöhle. Die Bilder an der Nisthöhle wurden daher aus einem Versteck und mit einem Tarnnetz gemacht, so dass die Spechte den Fotografen nicht wahrgenommen haben.

 Wo der Buntspecht lebt

Der Buntspecht lebt im Wald, in Parks und Gärten mit vielen Bäumen. Sein Nest baut er in Baumhöhlen, am liebsten mag er altes, morsches oder totes Holz. Da beginnt er mehrere Höhlen zu bauen, von denen er dann eine einzige als Bruthöhle fertigstellt.

Nachmieter

Buntspechte meisseln grosse Nisthöhlen meistens in morsche Bereiche von Bäumen oder in Totholz. Sie zimmern sich jedes Jahr eine neue Wohnung und dabei entstehen viele „Altwohnungen“, die von anderen Vogelarten, sogenannten Höhlenbrütern, als Nisthöhle verwendet werden. Diese haben nicht das geeignete „Werkzeug“, sprich einen starken Schnabel, um sich selber eine Höhle zu meisseln. Deshalb sind sie auf die Vorarbeit des Buntspechts angewiesen.

 Typische „Nachmieter“ von Spechthöhlen sind alle Meisenarten, Garten- und Waldbaumläufer, Star und Kleiber.

Blaumeise Beni

Blaumeise: Ist das meine neue Wohnung?

Was der Buntspecht frisst

Der Buntspecht ernährt sich am liebsten von Insekten und ihren Larven. Diese holt er mit kräftigen Schlägen mit seinem Schnabel unter der Borke hervor.

Im Winter, wenn er nicht so viele Insekten findet, stellt er seinen Menü-Plan um. Jetzt gibt es bei Familie Specht Nüsse, Beeren und Samen zu fressen. Manchmal kommt er auch zu den Futterhäuschen, die die Menschen für die Vögel im Winter aufstellen.

Spechtschmiede

Der Buntspecht hat eine ganz besondere Technik zum Nahrungserwerb entwickelt. Er frisst gerne die Samen von Fichten- und Kiefernzapfen. Um an die nahrhaften Samen zu gelangen klemmt er den Zapfen in eine Baumritze oder hackt selber ein geeignetes Loch in einen Baum. Dort schält er den Zapfen. Einen solchen Fressplatz nennt man «Spechtschmiede».

Buntspecht Spechtschmiede Beni

Bild: Spechtschmiede


Nesträuber

Von Elstern und Krähen weiss man, dass sie bei kleineren Singvögeln die Küken aus dem Nest rauben und sie an ihre Jungen verfüttern.

Weniger bekannt ist, dass auch der Buntspecht ein Nesträuber ist. Insbesondere bei Singvögeln, die in Nistkästen brüten (wie etwa Meisen), hackt er mit seinem kräftigen Schnabel das Einflugloch auf und erweitert es, bis er mit seinem Kopf hineingelangen und die Jungen herausholen kann. Um das zu verhindern, hat man begonnen, die Einfluglöcher von künstlichen Nistkästen mit Blechmanschetten zu verstärken.

 

Buntspecht T

 

 

Für den Unterricht steht wiederum eine ausführliche Dokumentation mit Aufgaben und Fragen zur Verfügung:

Der Buntspecht

 

 

 

Bilder und Beitrag: Beni Herzog

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Willkommen beim Bloghop zum Thema Weltraum.

Bloghopping macht Spass und Sie können dabei kostenlos tolle Materialien und Tipps sammeln.

Sieben Blogs haben sich zusammengefunden. In jedem dieser sieben Blogs erhalten Sie Material oder Tipps unter dem Stichwort Weltraum. Auf jeder Seite gibt es den Link zur nächsten Seite. Sie sind fertig, wenn Sie wieder auf der Seite landen, wo Sie angefangen haben. Viel Spass beim Bloghopping!


Weltraumwoerterspiel


Die Spielregeln des Weltraumwörterspiels, das Sie hier in der Lehrmittel Boutique erhalten, kennen Sie vom Frühlings-Bloghop, doch unterscheiden sich Inhalt und Wissenskarten wesentlich. In einfacher Sprache werden acht wichtige Weltraumwörter erklärt, die von den Kindern dann zusammengefasst und spielerisch vertieft werden.

Weltraumwoerterspiel S


In einer der folgenden Bloghop-Stationen finden Sie ein gleiches Spiel mit den acht Planeten.

Hier finden Sie weitere Materialien zum Weltall, z.B. die Briefe der Sonne an die Schulkinder und den spannenden Tatsachenbericht der Apollo 13 Mission.

Ihre nächste Station ist der Bloghop auf ABCund123. Mit Klick auf den Bloghop-Frosch können Sie da und in den nachfolgenden Blogs weitere Geschenke und Ideen sammeln. Viel Spass!

bloghop

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Klanggesch Sommer


Nach den ersten Klanggeschichten zum Frühling folgen jetzt drei neue Klanggeschichten und ein Rap mit sommerlichen Themen von Andrea Meier.

Die Lehrperson liest die Geschichte vor, während sie von den Kindern klanglich illustriert wird. Jedes Kind ist einbezogen und spielt konzentriert mit, um seine Einsätze nicht zu verpassen.

Die Sommer-Klanggeschichten können hier kostenlos heruntergeladen werden.

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  • Knacknuss 299


    Knack299

    Antworten bitte im Kommentar. Für die erste richtige Lösung gibt es 10 Nüsse und für 100 Nüsse einen Preis zu gewinnen. Viel Glück!

  • Eine grossartige Fackel


    flames 1528650 960 720

    "I am of the opinion that my life belongs to the whole community, and as long as I live it is my privilege to do for it whatever I can.
    I want to be thoroughly used up when I die, for the harder I work the more I live. I rejoice in life for its own sake. Life is no “brief candle” for me. It is a sort of splendid torch which I have got hold of for the moment, and I want to make it burn as brightly as possible before handing it on to future generations."

    George Bernard Shaw

    Bild: Pixabay, skeeze

  • Vogel des Monats: der Steinkauz

     
    Steinkauz Titelbild

    Im alten Griechenland galt der Steinkauz als „Vogel der Weisheit“, ausgewählt von der Göttin Athene, der Beschützerin von Athen und Göttin der Weisheit. Der Steinkauz mit Ölzweig und Mond zierte griechische Münzen, die daher kurz „Eulen“ genannt wurden. Da Athen damals wie heute eine grosse Steinkauz-Population aufweist, sagt man Eulen nach Athen tragen für „etwas Unsinniges oder Überflüssiges tun“.

    Steinkauz Weisheit

    Der Steinkauz hat bei uns seit Jahrhunderten in unmittelbarer Nähe des Menschen gelebt, oft als Untermieter in Scheunen und Ruinen. Im Gegensatz zu andern Eulen lebt er nicht im Wald.

    Seit den 1950er-Jahren verzeichnete man in ganz Mitteleuropa einen drastischen Rückgang und heute sind die kleinen Kobolde grösstenteils verschwunden. Die Gründe sind Intensivierung der Landwirtschaft, fehlende Hochstamm-Obstgärten, Ausmerzen von alten Bäumen, Verlust von extensiv genutzten Wiesen, Rückgang von Grossinsekten durch Pestizideinsatz, Ausdehnung der Siedlungsgebiete.

    Steinkauz Menschen

    Der Steinkauz, vor allem ein dämmerungs- und nachtaktiver Vogel, ist eine recht kleine und kompakte Eule mit grossem, breitem Kopf und flacher Stirn. Seine Beine sind relativ lang und der Schwanz kurz. Seine Oberseite ist braun, auf dem Scheitel ist der Steinkauz fein und auf der Oberseite kräftiger weiss gesprenkelt. Die Unterseite ist weisslich und dicht braun gestreift. Seine weisslichen Überaugenstreifen vermitteln einen „ernsten“ Gesichtsausdruck. Seine Iris ist gelb, der Schnabel gräulich-gelb.

    Steinkauz kompakt

    Die Nahrung des Steinkauzes bilden Feldmäuse, Kleinvögel, Insekten, Regenwürmer, manchmal auch Reptilien und Amphibien.

    Er liebt offene Landschaften mit Hecken, alten Bäumen, Blumenwiesen, Ast- und Steinhaufen und ist ein Höhlenbrüter. Als Nistplatz wählt er oft eine Baumhöhle; im Tessin brütet er fast nur in Gebäuden (alte Rustici). Einen grossen Vorteil bieten heute mardersichere Nistkästen. Ideal sind Nistmöglichkeiten, die zwei bis drei Meter über Boden und im freien Anflug erreichbar sind. Nistmaterial wird nicht eingetragen.

    Steinkauz Nistroehre

    Zwischen Ende April und Mitte Mai legt das Weibchen im Abstand von etwa 2 Tagen 2 bis 5 Eier, die es ab dem vorletzten oder letzten Ei bebrütet. In dieser Zeit wird es vom Männchen regelmässig mit Nahrung versorgt.

    Die Brutzeit beträgt 22 bis 28 Tage; nach dem Schlüpfen werden die Jungen in den ersten 10 Tagen intensiv vom Weibchen gehudert (gewärmt). In dieser Zeit jagt nur das Männchen, danach beteiligt sich auch das Weibchen an der Futterbeschaffung.

    Junge Steinkäuze erreichen innert 4 Wochen ihr 10-faches Gewicht! Aber die Sterblichkeit von Nestlingen und Jungvögeln kurz nach dem Ausfliegen ist hoch. Sie fallen vor allem Prädatoren wie Mäusebussard, Fuchs, Rabenkrähe, Marder und Waldkauz zum Opfer. Der Steinkauz steht somit mitten in der Nahrungskette. Er brütet auch nur einmal im Jahr.

    Steinkauz Nistkaesten

    Es darf nicht sein, dass der Steinkauz sang- und klanglos ausstirbt. Seit dem Jahr 2000 existiert ein trinationales Artenförderungsprogramm mit Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Ziel ist es, die jährlich zunehmenden Bestände jenseits der Grenze weiter zu fördern und den Lebensraum in der Schweiz aufzuwerten. Zu den Aufwertungsmassnahmen gehören beispielsweise der Erhalt und das Pflanzen von Hochstammbäumen, dornige Hecken, ungedüngte Wiesen und mardersichere Spezial-Niströhren in Gebieten, wo die Nahrungsverfügbarkeit gewährleistet ist. Gefragt ist auch Mut zu etwas „Unordnung“ im Landwirtschaftsgebiet.

    Steinkauz Unordnung

    Der Steinkauz hat ein ausgeprägtes Sozialverhalten, die Jungkäuze wandern oft nur 8 bis 10 km ab und gründen ein neues Revier. Ungefähr ein Zehntel der Tiere legt aber mehr als 100 km zurück und bewirkt so einen grossräumigen Austausch der Population. Es gibt also berechtigte Hoffnung, dass die Einwanderung von Süddeutschland oder vom Elsass erfolgreich ist. Ein Aussetzen wie beim Bartgeier bringt keinen Erfolg.

    In der Schweiz geht man zur Zeit von ungefähr 100 Brutpaaren aus, die Chancen, dass es mehr werden, sind aufgrund der Bemühungen intakt.

    Steinkauz Steinbloecke

    Übrigens – woher stammt der Name „Steinkauz“? In Südeuropa lebt der Steinkauz im wahrsten Sinn des Wortes in steinigem Gebiet: zwischen Steinblöcken und in Bruchsteinmauern. Dort ist er auch tagaktiv.



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    Die Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier:   Steinkauz

    Für Nichtmitglieder steht das Heft in der Lehrmittel Boutique kostenlos zur Verfügung.

    Die interessanten Informationen hat Edith Herzog für uns zusammengestellt, die herrlichen Fotos sind von Beni Herzog. Herzlichen Dank.

  • QR Codes - Mehr Interaktivität in gedruckten Unterlagen


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    QR Codes sind nichts Neues. Wir begegnen ihnen immer wieder in Zeitungen, auf Plakaten und Drucksachen - oft leider nur im Zusammenhang mit Werbung, welche wir dann nicht weiter beachten.

    Dieses Medium bietet jedoch viel mehr Potential, auch für den Schulalltag.

    Während in einem Online Artikel eine verlinkte Webseite mit einem einfachen Mausklick gefunden wird, muss bei gedruckten Unterlagen und Materialien eine dazugehörige Internetadresse mühsam abgetippt werden, was so kompliziert und unpraktisch ist, dass solche Links oft weggelassen werden.

    Durch die zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablets bietet sich der Einsatz von QR Codes als schnelle Schnittstelle zu interaktiven Plattformen geradezu an.

    Im Zuge der weiterführenden Modernisierung der Lehrmittelperlen werden wir zukünftig vermehrt QR Codes innerhalb der Materialien einsetzen. Wie können Sie diese am besten nutzen?

    Grundsätzlich brauchen Sie dazu ein mobiles Gerät mit Kamera. Es gibt für fast alle „smarten“ Geräte (Smartphones / Tablets) gratis Applikationen in den entsprechenden virtuellen Läden (Stores). Suchen Sie einfach in dem zu Ihrem Gerät passenden Store nach den Begriffen wie "QR Code Scanner" oder "QR Code Reader".

    Nachdem Sie die App auf das Gerät geladen und gestartet haben, können Sie umgehend einen QR Code mit der Kamera scannen und die verlinkte Adresse wird angezeigt. Bestätigen Sie diese, werden Sie auf die entsprechende Seite weitergeleitet.

    Wenn nun innerhalb der Perlen-Materialien solche QR-Codes vorkommen, mit denen Sie multimediale Inhalte einfach und unkompliziert aufrufen können, werden Sie zukünftig - nachdem Sie die korrekte Applikation auf Ihrem mobilen Gerät installiert haben - schnell und einfach eine Erweiterung oder Vertiefung des Textes mit ausgewählten Beispielen oder Filmen ansehen können.

    Der hier im Text gezeigte QR Code führt zu einem wunderbaren Gedicht... versuchen Sie es selber!

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  • Wurde das Ende des Regenbogens schon gefunden?


    Unser Webmaster Ivo hat erneut ein interessantes Essay geschrieben, das sich sehr gut als Sachtext für die 4.-6. Klasse eignet.

    Regenbogen Titel

    Die Frage, ob das Ende des Regenbogens schon gefunden wurde, mag ja ein leichtes Lächeln auf unsere Lippen zaubern, jeder weiss, dass dies nicht möglich ist.

    Aber, nach einem kurzen Moment des Überlegens, frage ich mich: Warum ist das so? Was würde eigentlich geschehen, wenn ich eine Kamera zum Ende des Regenbogen schiessen würde?
    Auf dieser unmöglichen Reise zum Regenbogen kann man effektiv viel lernen ...

    Regenbogen Kreis

    Der Anblick des Regenbogens ist für jeden Betrachter einzigartig. Jeder, der in der Nähe ist, sieht zwar ebenso einen Regenbogen, doch seine Version wird leicht anders sein als die, die man selber sieht. Das geschieht, weil der Regenbogen ein atmosphärisch-optisches Phänomen ist, welches vom bestehenden Winkel des Betrachters abhängt.

    Regenbogen entstehen, weil Sonnenlicht im Rücken des Betrachters in die Regentropfen scheint, die sich vor ihm befinden. Diese wiederum werfen das Licht zurück. Und die Regentropfen reflektieren nicht nur das Licht, sie brechen es auch.

    Rainbow1 svgEine Brechung des Lichts entsteht, wenn eine Welle in einen Körper eindringt und seine Geschwindigkeit verändert wird.
    Innerhalb des Tropfens werden die entstandenen Farbstrahlen an nicht genau gleiche Stellen der kugelförmigen Rückwand reflektiert.
    Ihr Austritt erfolgt ebenfalls nicht an einer einzigen, genau gleichen Stelle am Tropfenrand.

    Refraction with soda straw croppedDiese Brechung des Lichts sieht man auch an Objekten welche sich im Wasser befinden und daraus herausragen. Der Trinkhalm wird durch die Brechung doppelt dargestellt. Die Richtung des Lichts wurde durch das Wasser verändert.
    Die verschiedenen Wellenlängen, also die verschiedene Farben, brechen unterschiedlich und werden dadurch getrennt. Die daraus entstehenden Regenbogenfarben sind:
    Regenbogenfarben


    Die fast runde Form eines Regentropfens bewirkt, dass die Farben des Regenbogens nur für den Betrachter sichtbar sind, der sich in einem Winkel von 40° - 42° (vom Kopf zum Schatten des Betrachters) in Bezug zum Phänomen befindet.

    Regenbogen DescartesDas kann man sich so vorstellen: Das Lichtspektrum schiesst aus den Tropfen und zwar im Winkel zwischen 40° und 42°.
    Wenn man sich jetzt nach vorne bewegt, um den Anfang oder das Ende des Regenbogens zu finden, sieht man den Regenbogen von anderen Regentropfen, welche sich im vorgegebenen Winkel zum Betrachter befinden.
    Es ist also durch diese Winkelbeschränkung nicht möglich, dem Regenbogen näher zu kommen. (Skizze von René Descartes, 1637)

    Der Ritter im Bild von Descartes kann rennen und rennen, so viel er will ... der Regenbogen wird immer wieder von anderen Tropfen im gleichen Winkel zu ihm zurück reflektiert und er wird ihn nicht erreichen. Sollte sich der Winkel ausserhalb der 40° bis 42° befinden, verschwindet der Regenbogen.

    Was also würde passieren, wenn wir eine Kamera wie ein Geschoss in Richtung Regenbogen schiessen würden?

    Der Regenbogen käme nicht näher, es sähe so aus, als ob er sich in der gleichen Geschwindigkeit wie das Geschoss wegbewegen würde.

    Regenbogen T


    Die Fortsetzung mit weiteren Informationen über spezielle Regenbogen finden Sie in einer Dokumentation für die 4. bis 6. Klasse unter Sachtexte, Leseverstehen.

    Das Heft enthält den gesamten Text, Aufgaben, Rätsel und Verständnisfragen dazu sowie Worterklärungen auf A4-Plakaten: Regenbogen


    Bilder: Pixabay, Unsplash, Wikimedia Commons

  • Die Kinder meiner Klasse


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    Eine schöne Aktivität nach den ersten paar Schultagen / nach der ersten Schulwoche:

    • Wie heisst meine neue Freundin?
    • Wie heisst mein Banknachbar?
    • Welche drei Kinder meiner neuen Klasse kenne ich mit Namen?
    • Wie heissen die Kinder meiner Klasse?

    Die hübsche Anregung und viele weitere Links zu ähnlichen Ideen finden Sie auf totschooling.net:

    Namen schreiben

  • 29 Mal kreativ


    Nicht mehr ganz neu und einige Tipps mögen umstritten sein, doch viele Ideen sind sehr anregend: