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Kohlmeise Titelbild

Die Kohlmeise ist unsere grösste und anpassungsfähigste Meise und eine der bekanntesten Gartenvogelarten in Europa. Ihr Verbreitungsgebiet reicht bis nach Asien.

Früher bewohnte sie Laub- und Mischwälder, sie kommt heute aber in fast allen Lebensräumen vor, in denen sie Höhlen und Nischen zum Brüten findet, also auch in Obstgärten und Siedlungen. Die Kohlmeise ist ein Standvogel, d.h. sie lebt ganzjährig bei uns. Nur Vögel aus Nordeuropa ziehen im Winter zum Teil in südlichere Gegenden ab.

Kohlmeise Maennchen Streif

Gut beobachten lässt sich die Kohlmeise im Winter am Futterhäuschen. Männchen und Weibchen unterscheiden sich nur bei genauerem Hinsehen. Der schwarze Bruststreif – in der Schweiz bezeichnen wir ihn als „Krawatte“ – ist bei Männchen ausgeprägter und zieht sich bis zu den Beinen. Je breiter die „Krawatte“, umso dominanter und attraktiver ist das Männchen.

Beim Weibchen ist dieser Streif schmaler, oft durchbrochen und läuft aus. Der Kopf ist schwarz, die Wangen weiss. Die „kohlschwarzen“ Partien am Kopf gaben der Kohlmeise ihren Namen, früher wurde sie auch als „Brandmeise“ bezeichnet. Der Rücken ist grüngrau gefärbt, Flügel und Schwanz blaugrau.

Kohlmeise Weibcgen Streif

Den Gesang hört man bereits im Spätherbst und Winter. Er lässt sich dann leicht lernen, da das Vogelkonzert in dieser Jahreszeit generell bescheiden ist. Der bekannteste Gesang der Kohlmeise ist „ti-ta-ti-ta-ti-ta“ oder auch das mehrfach wiederholte Motiv „zi-zi-däh“, in der Schweiz bekannt als „Zyt isch do“. Ab dem Beginn der Brutsaison Mitte April verstummt der Gesang langsam und oft sind die Leute erstaunt, dass der vertraute Gesang nicht mehr zu hören ist.

Die Kohlmeise baut ihr Nest aus feinem Moos und Grashalmen in Spechthöhlen, Astlöchern und andern Hohlräumen. Sie polstert das Nest mit Tierhaaren, Wolle und kleinen Federn aus. Das Gelege umfasst 6 bis 12 Eier. Bei der Jungenaufzucht spielen eiweissreiche Raupen eine grosse Rolle. Aufgrund von entsprechendem Futtermangel in Gärten reicht die Nahrung für den Nachwuchs dann oft nicht aus, vor allem wenn zur Nestlingszeit tagelang schlechtes Wetter herrscht.

Kohlmeise Raupe

Die Jungen sind anfangs nackt und blind. Der Rachen ist ultraviolett gefärbt und so für die fütternden Altvögel im Halbdunkel besser sichtbar. Beide Eltern tragen 16 bis 22 Tage Nahrung ins Nest. Etwa eine Woche nach dem Ausfliegen sind die jungen Kohlmeisen selbstständig, werden aber von den Eltern weiterhin mit Futter versorgt. Oft kann man junge Meisen bei der gemeinsamen Futtersuche beobachten.

Auf dem Speiseplan der Kohlmeisen stehen je nach Jahreszeit Insekten und deren Larven sowie Spinnen, im Herbst auch Sämereien, Nüsse und Beeren. Am Futterhaus kann man gut beobachten, wie Meisen einen Sonnenblumensamen holen und auf einen Zweig in der Nähe fliegen, den Samen mit beiden Füssen festhalten und ihn mit kräftigen Schnabelhieben bearbeiten, bis sich die Schale löst und sie an den nahrhaften Kern gelangen können.

Kohlmeise Nahrung

Was bei uns fast in Vergessenheit geraten ist: Zahlreiche Vögel, u.a. auch die Kohlmeise, nutzen Risse von Bär, Luchs und Wolf sowie Fallwild als Nahrungsquelle. Hier zeigt sich einmal mehr, wie das Zusammenspiel zwischen Beutegreifern und Vögeln funktioniert und dass diese Lebensgemeinschaft eine wichtige Rolle spielt. Speck, Fett oder Fleisch sind nahrhaft für viele Vögel. Dieses Verhalten trug der Kohlmeise früher weitere Namen ein wie „Speckmeise“ oder „Schinkenmeise“.

Kohlmeisen sind besonders lernfähig und kopieren gerne das Verhalten anderer Vögel. Im Jahr 1921 wurde in England erstmals beobachtet, wie Kohlmeisen und später auch Blaumeisen die an die Haustüre gelieferten Milchflaschen bearbeiteten. Sie pickten die Aluminiumdeckel auf und gelangten so an die fette Sahneschicht. Heute müssen sie darauf wohl verzichten, da die Tradition der Auslieferung solcher Milchflaschen praktisch verschwunden ist.

Das Anbringen von Nistkästen im eigenen Garten ist für Meisen sehr hilfreich, da natürliche Baumhöhlen und Nischen heutzutage oft Mangelware sind. Vorteilhafte Voraussetzungen sind ein naturnaher Garten mit einheimischen Bäumen und Sträuchern und eine ebensolche Umgebung in der Siedlung, damit die Nahrungsgrundlagen der Vögel gewährleistet sind!

Eine junge Kohlmeise schaut sich zum ersten Mal die Welt ausserhalb des Nisktastens an ...

Kohlmeise Jungvogel 1

... sie macht einen mutigen Sprung hinaus in die Welt ...

 Kohlmeise Jungvogel 2

... und es gefällt ihr gar nich schlecht.

Kohlmeise Jungvogel 3

 

Kohlmeise T

 

Die ausführliche Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier: die Kohlmeise.

Ich danke Edith und Beni Herzog herzlich für die interessanten Informationen und die wunderbaren Fotos. Auf ihrer Webseite benifotos.ch sind die Bilder grösser und noch prächtiger zu sehen.

 

 

Zielgruppe: 3. - 6. Klasse
Bezug Lehrplan 21: NMG 2.1    NMG 2.3    NMG 2.4    NMG.2.6

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    Bei ciaobambini.it finden Sie weitere Ideen und Vorlagen für Agamographen mit einer ähnlichen Technik.

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    • Erst wenn alle Kinder ihre Karte vor sich haben, drehen sie sie um und lesen, was darauf steht
      (die Karte darf niemandem gezeigt werden).
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    • Sie halten ihre Karte für alle sichtbar hoch und suchen nach ihrem Partner ohne ein Wort zu sprechen.
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      (s. Plakat mit nonverbalen Zeichen).
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    „Ich kann in einer stürmischen Nacht schlafen.“
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    „Einverstanden. Wir werden sehen, wofür du taugst.“

    Alfredo arbeitete während mehrerer Wochen auf dem Bauernhof. Der Bauer war sehr beschäftigt und achtete nicht besonders darauf, was der Junge tat.

    Da wurde er eines Nachts von starken Winden geweckt. Der Wind heulte zwischen den Bäumen, röhrte auf den Wegen und rüttelte an den Fenstern. Der Bauer sprang aus dem Bett. Der Sturm könnte die Stalltüren aufreissen, die Pferde und Kühe aufscheuchen, Stroh und Heu verstreuen und allerlei Unheil anrichten. Er eilte zu Alfredos Kammer und klopfte an die Türe, bekam jedoch keine Antwort. Er klopfte lauter.
    „Alfredo, steh auf! Komm und hilf mir, bevor der Wind alles zerstört.“
    Doch Alfredo schlief weiter.

    Der Bauer hatte keine Zeit zu verlieren. Er hastete die Treppe hinunter, eilte an der Tenne vorbei und erreichte die Ställe. Und er erlebte eine schöne Überraschung.

    Die Türen der Ställe waren fest verschlossen und die Fenster waren sicher verriegelt. Stroh und Heu waren zugedeckt und festgebunden, so dass nichts weggeblasen werden konnte. Die Pferde waren in Sicherheit und die Schweine und Hühner waren ruhig. Draussen stürmte der Wind mit grosser Wucht. In den Ställen drin war das Vieh still und alles war in Sicherheit.

    Plötzlich musste der Bauer laut lachen. Er verstand jetzt, was Alfredo damit gemeint hatte, als er beteuerte, in einer stürmischen Nacht gut schlafen zu können.

    Der Junge erledigte seine Arbeit jeden Tag bestens. Er versicherte sich, dass alles an seinem Platz war. Er verschloss sorgsam Türen und Fenster und sorgte gut für die Tiere. Er war jeden Tag auf ein Unwetter vorbereitet. Deshalb brauchte er sich nicht davor zu fürchten.

    Bruno Ferrero, Qumrân2
    Bild: Pixabay, CC0 Creative Commons