Newsflash

Rechtschreibung

Die Rechtschreibung nach Duden weicht in der Schweiz teilweise von den Regeln in Deutschland und Österreich ab. Sie finden deshalb viele Lehrmittel zusätzlich als überarbeitete Versionen. Sie sind mit D/A bezeichnet.  

Star Titelbild

Amsel, Drossel, Fink und Star........., wir alle kennen das Kinderlied „Alle Vögel sind schon da“. Wie gut kennen wir die Protagonisten, die besungen werden, z.B. den Star? Gerne wird er auf die Schnelle mit der Amsel verwechselt, unterscheidet sich von ihr aber besonders durch den kurzen Schwanz, das Fehlen des gelben Lidrings und die trippelnden, ruckartigen Bewegungen am Boden.

Star erster Rueckkehrer Futterhaus

Stare überwintern im Mittelmeerraum und in Nordafrika, allerdings gibt es von Jahr zu Jahr mehr Vögel, die den Winter bei uns verbringen. Als einer der ersten Singvögel kehrt er im Februar zurück, manchmal kann man ihn dann am Futterhaus im Garten beobachten.

Ende März geht der Star auf Brautschau, singt aus voller Kehle, dabei sträubt er oft sein Kehlgefieder, „rudert“ mit den Flügeln; das schillernde Kleid und der gelbe Schnabel erregen ebenfalls die Aufmerksamkeit der Weibchen.

Star Brautschau

Der Gesang der Stare ist äusserst unterhaltsam – sie imitieren andere Vögel und Klänge. Ertönt z.B. der flötende Revierruf des Pirols im März, ist es mit Sicherheit ein Star, da der Pirol sehr spät aus Afrika zurückkehrt. Sogar das Zuschlagen einer Autotür kann der Star nachahmen.

Seine Leidenschaft für das andere Geschlecht ist so gross, dass ein Männchen manchmal bis zu 5 Weibchen hat. „Vielweiberei“ gehört zur Lebensstrategie, „Geschenke“ an viele Weibchen sind eine Investition in die Zukunft. Seiner Herzdame präsentiert er oft Blüten im Schnabel oder Kräuter, die er auch in die Nisthöhle einträgt. Ende April ist Hochsaison für die Balz. Das Locken mit Blüten hört auf, sobald das Weibchen das erste Ei gelegt hat. Dann gibt es keine Blumen mehr für die Damen.

Stare leben gerne in offenen Landschaften mit leichtem Baumbestand, in Obstgärten, Auwäldern, Parks und Siedlungen. Sie brüten in Spechthöhlen, Hohlräumen unter Firstziegeln, in Felsspalten oder Nistkästen. Bei entsprechendem Angebot können sich kleinere Brutkolonien entwickeln, die für Nachwuchs sorgen.

Beide Eltern bebrüten die 4 - 6 Eier, nach ungefähr 12 Tagen schlüpfen die Jungen. Es beginnt eine intensive Zeit für die fütternden Stare. 50 Fütterungsflüge pro Tag sind anfangs notwendig.

Star Fuetterungsfluege

Das Weibchen übernimmt die Nachtwache und wärmt die Jungen, während das Männchen zum Schlafen einen geeigneten Schlafplatz aufsucht. Ab Mitte Mai herrscht Hochsaison im Starennest. Durchschnittlich alle 3 Minuten wird der Nachwuchs gefüttert, von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang, ca. 250 Mal pro Tag. Die Häppchen werden von der Jungmannschaft in Sekundenschnelle verschlungen. Beliebt zum Frühstück sind Maulwurfsgrillen.

Star Fuetterung

Gute Nahrungsplätze müssen gesucht werden, gemähte Wiesen sind ein Anziehungspunkt für Stare. Dort finden sie Würmer, Engerlinge und Wiesenschnaken, die sie ihrem Nachwuchs verfüttern.

Nach 3 Wochen Nestlingszeit müssen die Jungstare ihre Nisthöhle verlassen. Für Flugübungen ist nicht genügend Platz vorhanden, deshalb muss der erste Flug klappen. Die Eltern zeigen dem Nachwuchs, wo das beste Futter zu finden ist. Dies geschieht oft in Gemeinschaft mit anderen Staren und hat den Vorteil, dass so die besten Nahrungsplätze gefunden werden und in der Gruppe der Schutz vor Feinden besser gewährleistet ist.

Im Spätsommer und Herbst machen sich Stare gerne über Früchte her, Trauben in Rebbaugebieten sind für Stare besondere Leckerbissen, für die Winzer hingegen ein Ärgernis. Im Winter bilden Äpfel, die nicht gepflückt wurden oder am Boden liegen, eine willkommene Nahrungsquelle, die oft in Gemeinschaft mit Wacholderdrosseln und Amseln „heimgesucht“ wird.

Wer Stare beobachtet, dem fällt auf, wie unterschiedlich das Kleid gefärbt sein kann. Der Jungvogel trägt ein fast einfarbig graues Jugendkleid und hat einen dunklen Schnabel. Nach 6 Wochen beginnt der Federwechsel.

Bis Ende September ist das über und über mit weissen Punkten versehene „Herbstkleid“ vollendet und führt zur Bezeichnung „Perlstar“. Durch die ständige Abnutzung verliert der Star bis zum Frühjahr die „Perlung“. Das eigentlich Brutkleid kommt zum Vorschein, welches sich durch ein schillerndes Grün oder Purpur auf den schwarzen Federn auszeichnet. Die unterschiedlichen Schillereffekte entstehen je nach Einfallswinkel durch physikalische Voraussetzungen in der Federstruktur besonders im Sonnenlicht.

Star Schillereffekte

Der Star ist ein munterer Geselle und ausgeprägt sozial, der vor allem ausserhalb der Brutzeit oft in grossen Ansammlungen auftritt. Wenn die Vögel gegen Abend ihre Schlafplätze aufsuchen – oft sind dies Schilfgebiete, Gebüsch- und Baumgruppen – lassen sich spektakuläre Schwarmflüge beobachten. Bekannt von TV-Dokus sind die Bilder von Starenschwärmen, die einer Choreographie gleich über der Stadt Rom ihre Runden ziehen.

Greifvögel wie Wanderfalken versuchen, sich einen Vogel aus dem Schwarm zu „pflücken“, was aber oft nicht gelingt, da sich die Starenschwärme bei Angriff schnell zu Bändern oder kugelförmigen Haufen zusammenziehen, die sich extrem koordiniert bewegen und geschickte Ausweichbewegungen ausführen, was den Feind völlig verwirrt.

Star sozial

Erstaunlich ist auch, dass es bei diesen grossen Schwärmen nie zu Kollisionen untereinander kommt. Anscheinend orientiert sich ein Vogel im Schwarm immer an seinen sieben Nachbarvögeln. Wer dieses Spektakel sehen möchte, reist vorzugsweise im Dezember nach Rom. Empfehlenswert ist aber, sein Auto nicht unter Alleen- und Parkbäumen über längere Zeit zu parkieren, da es unter Umständen über und über mit Vogelkot bedeckt wird, sodass nicht einmal mehr die Farbe erkennbar ist!

Der Star besitzt weitere Eigenschaften, die ab und zu beobachtet werden können, z.B. das gemeinsame Baden, Sonnenbaden und Einemsen. Als Einemsen bezeichnet man die folgende Verhaltensweise einiger Vogelarten (dazu gehört auch der Eichelhäher): das giftige Sekret von Ameisen wird in das Gefieder gebracht, dazu „badet“ der Vogel entweder in dem Ameisennest oder nimmt einzelne Ameisen in den Schnabel und streicht sie sich über das Gefieder. So wird er lästige Parasiten los.

Der Star – ein kluger Stratege. Wenn der Staren-Nachwuchs überlebt, winkt ein langes Leben: Stare können bis 20 Jahre alt werden.


Star T

 

Die ausführliche Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier:  der Star .

Die interessanten Informationen und die wunderbaren Fotos sind von Beni und Edith Herzog. Herzlichen Dank.

 

 

 

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