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Gaensesaeger Junge T

Ein Entenvogel mit dem Namen Gänsesäger, das ruft oft Verwunderung hervor. An Grösse übertrifft der Gänsesäger alle Schwimm- und Tauchenten, er erreicht fast die Grösse einer Gans. Säger heisst er, weil seine Schnabelkanten mit ihren Zähnchenreihen an eine Säge erinnern. Dieser gezähnte Schnabel dient dem Gänsesäger zum Festhalten glitschiger Fische, seiner Hauptnahrung. Meist sind diese nur etwa fingerlang, er kann aber auch grössere Fische bis zu 30 cm Länge erbeuten.

Gaensesaeger Schnabelkante

Gänsesäger sind ausgezeichnete Taucher und können bis zu 120 Sekunden unter Wasser bleiben. Bei der Nahrungssuche schwimmen die Vögel tauchspähend bzw. „wasserlugend“ - die Bezeichnung „schnorchelnd“ ist auch passend - umher.
Sie fressen pro Tag ungefähr 300 g Fisch.

Gaensesaeger Nahrungssuche

Männchen und Weibchen sehen unterschiedlich aus, beide haben aber einen grossen stromlinienförmige Körper und einen langen, schlanken, roten Schnabel mit Hakenspitze.

Gaensesaeger Maennchen

Das Männchen hat im sogenannten Brut- oder Prachtkleid (Spätherbst bis Frühsommer) einen glänzend dunkelgrünen Kopf und Hals, die Oberseite ist dunkel, die Unterseite hell und lachsrot überhaucht.

Gaensesaeger Weibchen

Das Weibchen hat einen braunen struppigen Kopf, der scharf von der hellen Brust abgesetzt ist, ansonsten ist der Körper grau. Im Ruhe- oder Schlichtkleid gleichen die Männchen im Aussehen den Weibchen.

Gaensesaeger Flug

Im Flug sind Gänsesäger gut am lang gestreckten Hals und den flachen, schnellen Schlägen mit den schmalen Flügeln erkennbar.

Bei der Balz reckt sich der Erpel im Wasser hoch, streckt den Hals aus und richtet die Scheitelfedern auf. In dieser Zeit kommt es auch zur Jagd zwischen den Partnern.

Gänsesäger sind Höhlenbrüter, d.h. sie brüten in Baumhöhlen, Felsnischen, Gebäudenischen und Nistkästen, die aber ein Flugloch von 12 cm Durchmesser aufweisen müssen. Das Weibchen legt einmal pro Jahr zwischen Ende März und Mitte Juni 7 bis 14 cremefarbene Eier, die es 32 - 35 Tage bebrütet.

Ein bis zwei Tage nach dem Schlüpfen lockt die Mutter die Küken, die von der Nisthöhle, unabhängig von deren Höhe, zu Boden springen. Dabei benützen sie ihre Flügelstummel als Fallschirm. Danach werden sie von der Mutter an ein Gewässer geführt. Die Jungen können sofort recht gut schwimmen, bald auch tauchen und suchen von Anfang an ihre Nahrung selbst. Sie besteht zunächst aus Wasserinsekten und Würmern, erst später aus Fischchen. Kleine Gänsesäger lassen sich sehr gerne auf dem Rücken von Mutter tragen. Meist werden die Jungen verlassen, bevor sie fliegen können.

Gaensesaeger Familie

Der Lebensraum der Gänsesäger sind fischreiche, saubere Seen und Flüsse. In Mitteleuropa ist die Art verbreitet, aber kein häufiger Brutvogel. Im Winter sind in Europa häufig Durchzügler und Wintergäste zu beobachten. Die Hauptverbreitung ist in Skandinavien und Sibirien. In der Schweiz brüten ungefähr 500 Paare, es gilt ein Jagdverbot, da der Gänsesäger nach der Roten Liste der Arten als verletzlich eingestuft ist. Auch in Deutschland brüten ungefähr 500 Paare, der grösste Teil davon in Bayern.

Gefahr droht den Gänsesägern von verschiedener Seite: Entfernen hohler Bäume, die als Nistplätze dienen, Verschliessen von Brutnischen an Gebäuden, Behinderung von Junge führenden Weibchen auf dem Weg zum Wasser, Störungen an Mauser- und Nahrungsplätzen, Gewässerverschmutzung und Rückgang von Fischbeständen. Ein natürlicher Feind ist der Baummarder.

Bei Fischern und Anglern sind der Gänsesäger wie auch Graureiher, Kormoran, Haubentaucher und Eisvogel nicht gerne gesehen. Der Fischbestand eines Gewässers wird aber erheblich von andern Faktoren beeinflusst: Verbauung von Flussufern, dadurch Fehlen geeigneter Laichplätze und geschützter Einstände für Fische. Der Gänsesäger bevorzugt naturnahe Gewässer, in denen er nicht in der Lage ist, eine Fischart auszurotten.

Persönliche Anmerkung:
Wir haben beim Beobachten von Eisvögeln an einem Fluss erlebt, wie sich ein Angler und angehender Jäger beschwert hat, dass es zu viele Eisvögel gibt, diese zu viele Fischchen fressen und man deshalb die Art dezimieren sollte. Solche Aussagen stimmen traurig. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns alle für unsere einheimische Flora und Fauna einsetzen und der Natur ihren Platz nicht ständig streitig machen!

 

Gaensesaeger T

 

Die Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier: Gänsesäger

Die interessanten Informationen hat Edith Herzog für uns zusammengestellt, die herrlichen Fotos sind von Beni Herzog. Herzlichen Dank.

 

 

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  • Unterschied

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 24, 2020 | 02:00 am

    Unterschied


    Eines Tages bat ein Heiliger den lieben Gott: "Herr, ich würde gerne wissen, wie es im Paradies und in der Hölle aussieht." Gott führte den Heiligen zu zwei identischen Türen. Er öffnete die eine und erlaubte dem Mann, hineinzuschauen. Dieser sah einen grossen, runden Tisch. In der Mitte des Tisches stand eine riesige Schüssel, gefüllt mit einer Mahlzeit, die einen köstlichen Duft ausströmte. Dem Heiligen lief das Wasser im Munde zusammen.

    Die Menschen, die um den Tisch herum sassen, waren mager und sahen kränklich aus. Alle schienen sehr hungrig zu sein. An ihren Armen waren Löffel befestigt, deren Stiel sehr, sehr lang war. Alle konnten damit gut in die Schüssel greifen und sich etwas davon herausnehmen, doch da der Löffelstiel länger war, als ihr Arm, gelang es ihnen nicht, die Nahrung zum Mund zu führen. Der Heilige zitterte, als er ihre Not und ihr Leiden sah.Gott sagte: "Du hast jetzt die Hölle gesehen."

    Gott und der Heilige wandten sich nun zur zweiten Türe. Gott öffnete sie.

    Die Szene, die der Heilige jetzt sah, war genau die gleiche, wie die vorherige. Da war dieser grosse, runde Tisch, die Schüssel mit der Mahlzeit, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen liess. Die Menschen um den Tisch herum hatten ebenfalls Löffel mit ebenso langen Stielen. Sie waren jedoch im Gegensatz zu den anderen wohlgenährt, glücklich und plauderten lächelnd miteinander. Der Heilige sagte zu Gott: "Ich verstehe das nicht."

    "Ganz einfach", antwortete Gott, "diese hier haben gelernt, dass der Löffel mit dem überlangen Stiel nicht dazu dient, sich selber zu ernähren ... doch man kann damit sehr wohl seinem Nächsten zu essen geben. Sie haben also gelernt, sich gegenseitig zu ernähren. Jene am anderen Tisch hingegen denken nur an sich selber ...

    Hölle und Paradies haben genau die gleiche Struktur ... der Unterschied liegt in uns selber drin."

    Quelle: spicchi di limone

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  • Das Einmaleins - verblüffend einfach!

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 23, 2020 | 02:00 am

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  • Internationaler Holocaustgedenktag

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 22, 2020 | 02:00 am

    Internationaler Holocaustgedenktag

    Der Interntaionale Holocaustgedenktag am 27. Januar ist seit 1996 in Deutschland ein gesetzlicher Gedenktag. An diesem Datum wird an die Opfer des Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg gedacht. Viele Menschen, die den Nazis unbequem waren, wurden in Konzentrationslagern umgebracht. 2005 wurde dieser Tag durch die Vereinten Nationen zu einem Internationalen Gedenktag erklärt.

    Zur Nachbereitung des eindrücklichen Videos empfehle ich das Heft

     

    Holocaust
    sowie eine interessante Webseite: Kinder im Ghetto.

     

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  • Winterliche Zahlenrätsel: Addition bis 20

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 21, 2020 | 02:16 am

    Winterliche Zahlenrätsel: Addition bis 20


    Auch Erst- und Zweitklässler lösen gerne Rätsel. Mit diesen 3 x 3 (und zwei 4 x 4) - Quadraten suchen die Schülerinnen und Schüler die Werte der winterlichen Bilder. Dabei üben sie die Addition und das Ergänzen sowie erste algebraische Funktionen, indem sie die fehlenden Zahlen mit Hilfe der bereits bekannten herausfinden.

    Download (farbig und schwarzweiss): Winterliche Zahlenrätsel

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  • Buchstabenkarten: Kreativ Denken

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 20, 2020 | 02:26 am

    Buchstabenkarten: Kreativ Denken


    Als eine Art Ergänzung zu den Buchstabenkarten für die Unterstufe habe ich Buchstabenkarten für die etwas grösseren Schülerinnen und Schüler erstellt, bei dem kreatives Denken gefragt ist. Auf je 6 Karten pro Buchstaben des Alphabets werden Wörter gesucht, sind Ideen zur Verwendung von und Umgang mit Gegenständen, Vor- und Nachteile, Erinnerungen usw. gefragt.

    Die Karten sind ideal für Freiarbeit, als Zusatzaktivität für Schülerinnen und Schüler, die eine Arbeit früh beendet haben, für kurze Pausen, als Einstieg beim Schulbeginn usw. Sie sollen auf kurzweilige Art das Denken und die Kreativität anregen.

    Sie eignen sich für die 2.-5. Klasse.

    Download: Buchstabenkarten: Kreativ denken

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  • Unser kleiner Bär im Zoo

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 19, 2020 | 02:46 am

    Ein wunderbares neues Lied von Markus Sosnowski für Kinder im Kita - und Kindergartenalter zum Singen, Tanzen und Bewegen.

    Unter dem Video findet man den Text und eine Anleitung zum Spielen.

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  • Knacknuss 475

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 18, 2020 | 08:15 am

    Knacknuss 475


    Antworten bitte im Perlen-Kommentar. Für die erste richtige Lösung gibt es 10 Nüsse und für 100 Nüsse einen Preis zu gewinnen. Pro Person ist nur eine Antwort erlaubt. Viel Glück!

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 Die Rechtschreibung nach Duden weicht in der Schweiz teilweise von den Regeln in Deutschland und Österreich ab.

Sie finden deshalb viele Lehrmittel zusätzlich als überarbeitete Version. Sie sind mit D/A bezeichnet.
 
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