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Wespe Pixabay zdenet

Es lebte einst die Wespe Vesparine,
größer und fetter als jede Biene.
Sie baute sich ein Haus,
das sah für uns bedrohlich aus.

Graue, geometrische, wabenartige Gänge,
es wuchs in die Breite und in die Länge.
Was sie dann tat, das überraschte uns sehr:

Sie legte Eier in die Gänge,
so dass sich daraus bald ein Baby zwänge!

Doch bis dahin bewachte Vesparine ihr Haus,
manchmal sah das richtig lustig aus:
Sie kauerte darauf und wackelte mit dem Popo -
das tat sie aber nicht einfach so.

War es draußen kalt,
wärmte sie damit ihr Nest ganz bald.
Doch auch in der Schwüle
brachte das Wackeln mit dem Popo Kühle!

Und eines Tages, welch ein Schreck,
war die Vesparine weg!
Wir mussten lange warten,
war sie doch unterwegs im Garten.

Zum Glück kam sie wieder zurück.
Aber was trug sie in ihren starken Beinen?
Pollen, Nektar und ein Erdbeerstück -
Ach, das war wohl für die Kleinen!

Als wir genauer guckten,
sahen wir, dass aus den Gängen lauter Wespenkinder lugten!
Wir feierten Geburtstag mit Vesparine
und schenkten ihr eine süße Apfelsine.

Was aber hat sie gemacht?
Sie hat ihre Jungen mitgebracht!
Und als es um uns herum so surrte und schwirrte,
da hörten wir von Vesparine die Bitte:

Könnt ihr die Menschen bitten,
keine Gifte in ihre Gärten zu schütten?
Wir Wespen denken an morgen und machen uns Sorgen!
Denn sind wir erst mal weg,
ist sonst auch nichts mehr am rechten Fleck.
Jedes Lebewesen dieser Welt
wurde extra hierherbestellt.
Und fehlen erst einmal die Kleinen,
müssen bald die Großen weinen!
Seid so gut zu eurer Welt wie ich zu meinem Nest -
dann ergibt sich von selbst der Rest.

Erst jetzt konnten wir richtig fassen,
wie wichtig es war,
Vesparines Nest am Dachboden zu belassen!
Und zum Dank dafür besucht uns jedes Jahr
Vesparine mit einer neuen Schar.

Vielen Dank an Karin Huber für das hübsche Gedicht.

Bild: Pixabay, zdenet

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    Quelle: Bruno Ferrero, Qumran2
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