Newsflash

Wo finde ich was?


Stöbern Sie in der Boutique, indem Sie auf die Buttons am oberen oder am linken Seitenrand klicken. Wenn Sie ganz bestimmte Unterlagen benötigen, finden Sie die meisten Themen am rechten Seitenrand oder Sie benutzen die Suchfunktion in der oberen rechten Ecke.

Kann man ein rohes Ei schälen?

Ei_nacktWir benötigen
- ein rohes Ei
- Weissweinessig
- ein durchsichtiges Plastikgefäss mit einem Deckel

Vorgehen
Wir füllen das Gefäss mit Essig und legen vorsichtig ein Ei hinein, das wir vorgängig genau inspiziert haben: Es darf keine Risse haben und muss völlig unversehrt sein. Wir verschliessen das Gefäss mit dem Deckel und warten ein bis zwei Tage. Dabei beobachten wir von Zeit zu Zeit, was mit dem Ei geschieht. Das Gefäss darf auf keinen Fall geschüttelt oder an einen anderen Ort verschoben werden.

 

=> Nach Ablauf der Zeit ist die Eierschale verschwunden, das Ei hat seine Form jedoch behalten, da es von einer schützenden Membran - ähnlich wie mit einem Netz - umgeben ist.

Hintergrundwissen
Was ist geschehen? Die Eierschale besteht aus Kalk und Essig enthält Essigsäure. Wenn diese Essigsäure mit dem Kalk der Eierschale in Berührung kommt, greift es diese an und löst sie langsam auf. Der Kalk formt dabei kleine Bläschen auf dem Ei. Diese Bläschen breiten sich während des Experimentes immer weiter auf der gesamten Oberfläche aus.
Nach 24 bis 48 Stunden sollte sich die Schale vollständig vom Ei gelöst haben und der Ei-Inhalt wird durch die dünne, durchsichtige Membran zusammengehalten. 

Wir erklären die Osmose mit einem "nackten" Ei

Der Ausdruck Osmose bezeichnet einen Fluss von Molekülen durch eine teilweise durchlässige Membran. Die Flüssigkeit bewegt sich dabei immer von einem Ort hoher Konzentration zu einem Ort niedriger Konzentration und zwar so lange, bis die Konzentration an beiden Orten ausgeglichen ist.

Wir benötigen für unsere Versuche je ein "nacktes" Ei, d.h. ein rohes Ei ohne Schale, das wir mit Hilfe von Essig wie oben beschrieben vorbereitet haben.

Schon während der Vorbereitungsphase des Experimentes ist es möglich, das Phänomen der Osmose zu beobachten. Bevor wir nämlich das Ei in den Essig legen, messen wir seine Länge mit einem Massstab und seinen Umfang mit einer Schnur. Das nackte Ei, das wir herausnehmen, ist dicker als das Ei mit Schale, weil sich das Wasser, das im Essig enthalten ist, ins Ei begeben hat. Es gibt daher im Inneren des Eis mehr Substanzen, die sich im Wasser aufgelöst haben, als im Essig.

1. Versuch

Wir benötigen
- ein nacktes Ei
- ein Gefäss mit Deckel
- etwas Salz
- einen Massstab und ein Stück Schnur zum Messen

Ei_SalzwasserVorgehen
Wir füllen das Gefäss zu etwa 3/4 mit Wasser, geben etwas Salz dazu und rühren die Mischung, bis das Salz ganz aufgelöst ist (gesättigte Lösung). Bevor wir das nackte Ei vorsichtig ins Gefäss legen, messen wir es und lassen es dann einige Tage darin ruhen. Wenn wir das Ei aus dem Gefäss herausnehmen, messen wir erneut seine Länge und seinen Umfang:
--> Das nackte Ei ist nach einigen Tagen im Salzwasser ... geschrumpft.

Hintergrundwissen
Das Ergebnis lässt sich mit der Osmose erklären. Da die Flüssigkeit im Ei weniger konzentriert ist, als Salzwasserlösung (höhere Konzentration), bewegt sich das Wasser aus dem Ei hinaus.

2. Versuch

Wir benötigen
- ein nacktes Ei
- eine Trinkschale voll Wasser
- Sirup in einer hellen Farbe
- zwei Lebensmittelbeutel aus Plastik
- einen Massstab und ein Stück Schnur zum Messen

Vorgehen
Wir füllen einen Plastikbeutel etwa zur Hälfte mit Sirup, legen das nackte Ei hinein (vorher messen!), verschliessen den Beutel und legen ihn in die Wasserschale, damit das Ei weich liegen kann. Das lassen wir drei Tage lang so liegen. Dann nehmen wir das Ei aus dem Sirup, waschen es vorsichtig ab und messen es.
=> Das Ei ist sehr viel kleiner als vorher, welk und du kannst das Eidotter in seinem Inneren fühlen.

Jetzt füllst du den zweiten Plastikbeutel mit Wasser und legst dieses kleine Ei da hinein. Du lässt es wieder einige Tage ruhen:
=> Es wird wieder in seiner ursprünglichen (grösseren) Form erscheinen.

Hintergrundwissen
Beim ersten Durchgang des Experimentes fliesst das Wasser durch die Membran vom Ei zum Sirup (der eine grössere Konzentration aufweist) und das Ei verliert seine Flüssigkeit. Im zweiten Durchgang geschieht genau das Gegenteil.

3. Versuch

Wir benötigen
- zwei nackte Eier, möglichst gleich gross
- zwei Gläser
- etwas Zucker
- eine Stecknadel

Vorgehen
Wir legen eines der beiden nackten Eier in ein Glas mit Ei_Nadeleiner gesättigten Zuckerwassermischung; das zweite Ei legen wir in ein Glas mit reinem Wasser. Dann lassen wir sie mindestens einen Tag ruhen.
==> Wie wir bei den früheren Versuchen schon gesehen haben, wird das Ei in der Zuckerlösung schrumpfen, während das andere Ei im Wasser grösser wird.

Wenn du jetz mit der Stecknadel in das grosse Ei stichst, wird daraus ein Wasserstrahl schiessen.

Dieses Ei mit dem Loch brauchst du jetzt nicht mehr. Das verkleinerte Ei kannst du noch einen Tag ins Wasser legen, damit es wieder seine ursprüngliche Grösse bekommt.

Quellen / Bilder
- lapappadolce.net 
- scuolamedicoletti.org
- dragon.sleepdeprived.ca
- hometrainingstools.com
- science-sparks.com
- studenti.it
- wikipedia.org

Kommentare

avatar Webmaster
0
 
 
...einfach genia!
Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht im Gästebuch.

Besucherzähler

Heute1724
Gestern1975
Woche5633
Monat33896
Besucher4252222

Besuchen Sie auch die LehrmittelPerlen!

Lehrmittelperlen.net | Hauptseite
  • Klassenspiele (10)


    Klassenspiele Transp

    10. Wir bauen einen Satz

    • Die Schüler kommen im Sitzkreis zusammen.
    • Die Lehrperson beginnt mit dem Wort „Ein“ und zeigt auf einen Schüler.
    • Dieser wiederholt das Wort, gibt ein zweites Wort dazu und zeigt auf einen nächsten Schüler.
    • Dieser wiederholt die beiden Wörter und fügt ein drittes Wort zum Satz.
    • Das Spiel geht so weiter, bis der Satz beendet ist.
    • Ein neues Satz kann beginnen.

    Dieses Spiel kann auch in Gruppen gespielt werden.

    Bild: © Fotolia, Robert Kneschke

  • Herbstliches Basteln
  • Forschen: Tierwanderung (Zugvögel und andere Tiere, die migrieren)


    Forscherkarten Tierwanderung T Forscherkarten Tierwanderung 1 Forscherkarten Tierwanderung 2

    Während die Migration der Zugvögel schon in den unteren Klassen thematisiert wird, lernen die Schülerinnen und Schüler hier, wie und weshalb auch andere Tiere wandern, wie sie sich orientieren, welchen Gefahren sie ausgesetzt sind usw.

    Wie immer gibt es zu den 20 Forscherkarten zusätzliche „Projektkarten“ mit kreativen Aufträgen und speziellen Aufgaben zur Tierwanderung / Migration und Orientierung.

    Die farbigen Forscherkarten können Sie mehrfach ausdrucken, ausschneiden und laminieren, so dass die Kinder sie zu sich an den Platz nehmen und in Ruhe die Lösungen auf dem passenden Antwortblatt eintragen können. Sie sind ideal für schnelle Schüler und Kinder mit vielseitigen Interessen. Wer schafft am meisten Forscherkarten?

    Download: Forscherkarten Tierwanderung / Migration

    Zielgruppe: 4. - 6. Klasse
    Bezug Lehrplan 21: NMG 2.1 c, d    NMG 4.1 d, e, f

  • Moses und die Zehn Gebote


    Gebote kath T Gebote ev T Moses T

    Mit diesen Heften werden die Schüler auf verschiedene Arten mit den Zehn Geboten vertraut:

    Im Moses-Heft ist die biblische Geschichte von Moses und wie er von Gott die Zehn Gebote erhielt, als Lesetext zusammengefasst.

    Die Zehn Gebote stehen in der katholischen und in der evangelisch-reformierten Version zur Verfügung; sie unterscheiden sich vor allem in einem wesentlichen Punkt („Du sollst dir kein Bildnis machen“).

    Das Lehrmittel eignet sich nicht nur für den Religionsunterricht. Ich habe versucht, die Zehn Gebote aus der Bibel mit dem Leben in der heutigen Welt zusammenzubringen und zu erklären, bzw. Denkanstösse zu geben. Anhand von Arbeitsblättern und Aufgabenkarten setzen sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit den Zehn Geboten auseinander.

    Gebote 1 Gebote 4 Gebote 3

    Download: Moses und die Zehn Gebote

    Zielgruppe: 3. - 5. Klasse
    Bezug Lehrplan 21: ERG.4.1 ERG.4.2 c 

  • Knacknuss 353


    Knack353

    Antworten bitte im Kommentar. Für die erste richtige Lösung gibt es 10 Nüsse und für 100 Nüsse einen Preis zu gewinnen. Pro Person ist nur eine Antwort erlaubt. Viel Glück!


    Zu diesem Rätsel habe ich eine lesenswerte Rückmeldung von Alex Gastel erhalten, die ich allen sprachlich interessierten Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten möchte:

    „Aus linguistischer Sicht funktioniert das Rätsel so nicht. Man kann keine Aussage dazu machen, ob der Sprecher die Person ("sie") liebt oder nicht. Denn fast alle benutzten Verben sagen nichts über den Wahrheitsgehalt der Aussage aus. Das wird in der Linguistik mit dem Verneinungstest belegt, bei dem man noch einen Satz anhängt:

    Ich behaupte, sie zu lieben. Es stimmt aber nicht. -> kein logischer Widerspruch
    Ich habe vor, etwas zu behaupten. Ich werde es aber nicht tun. -> kein logischer Widerspruch
    Ich bestreite das. Obwohl es wahr ist. -> kein logischer Widerspruch

    Alle Verben funktionieren sowohl, wenn die darauf folgende Aussage wahr ist als auch wenn sie falsch ist. Darum kann die Frage in der Knacknuss überhaupt nicht beantwortet werden, weil Sprache so nicht funktioniert. Es gibt andere Verben, die die Wahrheit oder Falschheit der Aussage voraussetzen (präsupponieren wäre der Fachbegriff), zum Beispiel "wissen". Das sieht man dann auch am Test:

    Ich weiß, dass ich sie liebe. Doch es stimmt nicht. -> führt zu einem logischen Widerspruch

    Wenn die Knacknuss auf logisch-linguistischer Ebene funktionieren soll, müsste man nur solche Verben nehmen. Zum Beispiel:

    Knack353 2

    So kann man die Frage ("Liebte der Sprecher sie?") beantworten - allerdings wird es so auch viel einfacher, weil jetzt die Sprachintuition einsetzen kann und die Frage beantwortet, ohne dass man Verneinungen und Bejahungen gegeneinander aufrechnen muss.

    Ich hoffe, ich konnte das Problem konstruktiv schildern und habe euch nicht mit der Erläuterung genervt! Die Knacknuss hat mich einfach an meiner linguistischen Leidenschaft gepackt. :-)“.

    Ich freue mich über diesen konstruktiven Beitrag und danke Alex Gastel, dass er sich die Mühe dieses interessanten Kommentares gemacht hat.

  • Die Grille


    frame grille 1355656 960 720

    Wir befinden uns in London. In einer grossen, lärmigen, baumbewachsenen Strasse in London. Das Geklapper von Pferden und Wagen, Stimmen von Händlern und Ausrufern. Das Getümmel von Menschen und Dingen. Menschen, die laufen, weil sie es eilig haben. Menschen die flanieren. Von allem etwas. Ein ständiges Kommen und Gehen. Doch da … dieser Herr, der stehenbleibt! Er scheint etwas zu hören. Aber was? Er hält seinen Freund am Arm zurück und flüstert: „Hörst du das? Da ist eine Grille!“

    Der Freund schaut ihn verstört an: Wie ist es möglich, das Zirpen einer Grille in dieser lärmerfüllten Umgebung zu hören? „Was sagen Sie, Herr Professor? Eine Grille?“ Und der Herr, der stehengeblieben war, bückt sich langsam, wie von Geisterhand geführt, zu einem winzigen Grasbüschel am Fuss eines Baumes. Behutsam schiebt er die Grashalme beiseite und sagt: „Hier ist sie!“

    Der Freund schaut genauer hin. Es ist tatsächlich eine kleine Grille. Erstaunen darüber, eine Grille in London zu sehen. Aber doppeltes Erstaunen darüber, sie zu hören. Natürlich. Um gewisse „Stimmen“ wahrzunehmen, braucht es eine grosse Fähigkeit des Hinhörens. Und dieser Herr hatte sie.

    Es war der berühmte Entomologe Jean-Henri Fabre. Und seine grosse Fähigkeit zu hören hatte sich ganz besonders auf die Welt der Insekten spezialisiert.

    „Wie konnten Sie die Grille in all diesem Krach hören?“, wandte sich der Freund an Fabre, als sie weitergingen.

    „Weil ich diese kleinen Geschöpfe mag. Alle hören die Stimmen, die sie lieben, selbst wenn diese äusserst schwach sind. Soll ich das beweisen?“

    Fabre bleibt stehen. Er nimmt aus seiner Börse eine Goldmünze und lässt sie zu Boden fallen. Es ist nur eine kleine Münze, doch ein Dutzend Menschen, die auf dem Gehsteig gehen, drehen sich plötzlich um und blicken auf die Münze.

    „Siehst du“, sagt Fabre. „Diese Menschen lieben das Geld und nehmen den Ton wahr, selbst im lautesten Getümmel.“

     

    Quelle: Bruno Ferrero, Qumran2
    Bild: Pixabay, Hans, Public Domain CC0

  • Kunst nach Paul Klee


    542px Senecio2

    Bild: Senecio, Paul Klee, Wikimedia Commons, Public Domain