Newsflash

Rechtschreibung

Die Rechtschreibung nach Duden weicht in der Schweiz teilweise von den Regeln in Deutschland und Österreich ab. Sie finden deshalb viele Lehrmittel zusätzlich als überarbeitete Versionen. Sie sind mit D/A bezeichnet.  

Kann man ein rohes Ei schälen?

Ei_nacktWir benötigen
- ein rohes Ei
- Weissweinessig
- ein durchsichtiges Plastikgefäss mit einem Deckel

Vorgehen
Wir füllen das Gefäss mit Essig und legen vorsichtig ein Ei hinein, das wir vorgängig genau inspiziert haben: Es darf keine Risse haben und muss völlig unversehrt sein. Wir verschliessen das Gefäss mit dem Deckel und warten ein bis zwei Tage. Dabei beobachten wir von Zeit zu Zeit, was mit dem Ei geschieht. Das Gefäss darf auf keinen Fall geschüttelt oder an einen anderen Ort verschoben werden.

 

=> Nach Ablauf der Zeit ist die Eierschale verschwunden, das Ei hat seine Form jedoch behalten, da es von einer schützenden Membran - ähnlich wie mit einem Netz - umgeben ist.

Hintergrundwissen
Was ist geschehen? Die Eierschale besteht aus Kalk und Essig enthält Essigsäure. Wenn diese Essigsäure mit dem Kalk der Eierschale in Berührung kommt, greift es diese an und löst sie langsam auf. Der Kalk formt dabei kleine Bläschen auf dem Ei. Diese Bläschen breiten sich während des Experimentes immer weiter auf der gesamten Oberfläche aus.
Nach 24 bis 48 Stunden sollte sich die Schale vollständig vom Ei gelöst haben und der Ei-Inhalt wird durch die dünne, durchsichtige Membran zusammengehalten. 

Wir erklären die Osmose mit einem "nackten" Ei

Der Ausdruck Osmose bezeichnet einen Fluss von Molekülen durch eine teilweise durchlässige Membran. Die Flüssigkeit bewegt sich dabei immer von einem Ort hoher Konzentration zu einem Ort niedriger Konzentration und zwar so lange, bis die Konzentration an beiden Orten ausgeglichen ist.

Wir benötigen für unsere Versuche je ein "nacktes" Ei, d.h. ein rohes Ei ohne Schale, das wir mit Hilfe von Essig wie oben beschrieben vorbereitet haben.

Schon während der Vorbereitungsphase des Experimentes ist es möglich, das Phänomen der Osmose zu beobachten. Bevor wir nämlich das Ei in den Essig legen, messen wir seine Länge mit einem Massstab und seinen Umfang mit einer Schnur. Das nackte Ei, das wir herausnehmen, ist dicker als das Ei mit Schale, weil sich das Wasser, das im Essig enthalten ist, ins Ei begeben hat. Es gibt daher im Inneren des Eis mehr Substanzen, die sich im Wasser aufgelöst haben, als im Essig.

1. Versuch

Wir benötigen
- ein nacktes Ei
- ein Gefäss mit Deckel
- etwas Salz
- einen Massstab und ein Stück Schnur zum Messen

Ei_SalzwasserVorgehen
Wir füllen das Gefäss zu etwa 3/4 mit Wasser, geben etwas Salz dazu und rühren die Mischung, bis das Salz ganz aufgelöst ist (gesättigte Lösung). Bevor wir das nackte Ei vorsichtig ins Gefäss legen, messen wir es und lassen es dann einige Tage darin ruhen. Wenn wir das Ei aus dem Gefäss herausnehmen, messen wir erneut seine Länge und seinen Umfang:
--> Das nackte Ei ist nach einigen Tagen im Salzwasser ... geschrumpft.

Hintergrundwissen
Das Ergebnis lässt sich mit der Osmose erklären. Da die Flüssigkeit im Ei weniger konzentriert ist, als Salzwasserlösung (höhere Konzentration), bewegt sich das Wasser aus dem Ei hinaus.

2. Versuch

Wir benötigen
- ein nacktes Ei
- eine Trinkschale voll Wasser
- Sirup in einer hellen Farbe
- zwei Lebensmittelbeutel aus Plastik
- einen Massstab und ein Stück Schnur zum Messen

Vorgehen
Wir füllen einen Plastikbeutel etwa zur Hälfte mit Sirup, legen das nackte Ei hinein (vorher messen!), verschliessen den Beutel und legen ihn in die Wasserschale, damit das Ei weich liegen kann. Das lassen wir drei Tage lang so liegen. Dann nehmen wir das Ei aus dem Sirup, waschen es vorsichtig ab und messen es.
=> Das Ei ist sehr viel kleiner als vorher, welk und du kannst das Eidotter in seinem Inneren fühlen.

Jetzt füllst du den zweiten Plastikbeutel mit Wasser und legst dieses kleine Ei da hinein. Du lässt es wieder einige Tage ruhen:
=> Es wird wieder in seiner ursprünglichen (grösseren) Form erscheinen.

Hintergrundwissen
Beim ersten Durchgang des Experimentes fliesst das Wasser durch die Membran vom Ei zum Sirup (der eine grössere Konzentration aufweist) und das Ei verliert seine Flüssigkeit. Im zweiten Durchgang geschieht genau das Gegenteil.

3. Versuch

Wir benötigen
- zwei nackte Eier, möglichst gleich gross
- zwei Gläser
- etwas Zucker
- eine Stecknadel

Vorgehen
Wir legen eines der beiden nackten Eier in ein Glas mit Ei_Nadeleiner gesättigten Zuckerwassermischung; das zweite Ei legen wir in ein Glas mit reinem Wasser. Dann lassen wir sie mindestens einen Tag ruhen.
==> Wie wir bei den früheren Versuchen schon gesehen haben, wird das Ei in der Zuckerlösung schrumpfen, während das andere Ei im Wasser grösser wird.

Wenn du jetz mit der Stecknadel in das grosse Ei stichst, wird daraus ein Wasserstrahl schiessen.

Dieses Ei mit dem Loch brauchst du jetzt nicht mehr. Das verkleinerte Ei kannst du noch einen Tag ins Wasser legen, damit es wieder seine ursprüngliche Grösse bekommt.

Quellen / Bilder
- lapappadolce.net 
- scuolamedicoletti.org
- dragon.sleepdeprived.ca
- hometrainingstools.com
- science-sparks.com
- studenti.it
- wikipedia.org

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