Newsflash

Rechtschreibung

Die Rechtschreibung nach Duden weicht in der Schweiz teilweise von den Regeln in Deutschland und Österreich ab. Sie finden deshalb viele Lehrmittel zusätzlich als überarbeitete Versionen. Sie sind mit D/A bezeichnet.  

Mandarinenkerzen

Mandarine_kerze_1Du brauchst dazu
- mindestens zwei Mandarinen
- Olivenöl
- ein scharfes Rüstmesser
- Streichhölzer oder ein Feuerzeug
- evtl. eine normale Kerze für den Vergleich

Vorgehen
Der schwierigste Teil ist die Freilegung des "Dochtes" im Inneren der Mandarinenhälfte.

Schneide die Schale in einem Kreis um die Mandarine ein und hebe die eine Hälfte der äusseren Schale (den Teil ohne "Docht") vorsichtig weg, ohne sie zu beschädigen. Jetzt hast du eine halbe leere Mandarinenschale und eine halbe Schale voller Mandarinenschnitze.

In der Mitte der Schnitze ist ein Bündel mit weissen Fäden: eben der "Docht". Entferne die Mandarinenschnitze und pass auf, dass du die Fäden in der Mitte nicht verletzt.

 

In dMandarine_kerze_2ie Hälfte ohne Docht schnitzt du eine hübsche Öffnung, zum Beispiel in Form eines Sterns. Die Hälfte mit dem Docht füllst du so hoch mit Olivenöl auf, dass der Docht um etwa 5 mm darüber hinaus ragt.

Mit den Streichhölzern oder dem Feuerzeug entzündest du den Docht. Dieser ist vielleicht noch feucht und hat noch nicht genug Öl aufgenommen. Deshalb muss die Flamme einige Sekunden darüber gehalten werden, bis der Docht Feuer fängt. Sobald er zu brennen beginnt, legst du die zweite Hälfte der Mandarinenschale auf deine Kerze.

Ein wunderschönes, fein duftendes adventliches Experiment!

Kerzen aus Kartoffel und Mandel

Du brauchst dazu
- eine Kartoffel, in Kerzenform zugeschnitten (roh oder geschwellt, falls du sie danach aufessen willst)
- Mandelsplitter
- Streichhölzer oder ein Feuerzeug
- evtl. eine "normale" Kerze für den Vergleich

Vorgehen
Stelle die kerzenförmige Kartoffel auf einen Teller.
Stecke auf der oberen Fläche einen Mandelsplitter als Docht ein.
Zünde die Mandel mit dem Feuerzeug oder mit Streichhölzern an.
Beobachtet zusammen, welche Seite der Kerze brennt.
Lösche die Kerze aus.
Wenn du willst kannst du sie erkalten lassen und aufessen.


Kerze aus Apfel und Mandel

Du brauchst dazu
- einen Apfel
- ein Rüstmesser
- Mandelsplitter
- Streichhölzer oder ein Feuerzeug
- evtl. eine "normale" Kerze für den Vergleich

Vorgehen
Schneide oben und unten einen Teil des Apfels weg.
Stecke auf der oberen Fläche einen schmalen, langen Mandelsplitter als Docht ein.
Zünde die Mandel mit dem Feuerzeug oder mit Streichhölzern an.
Lösche die Kerze aus.
Wenn du willst, kannst du sie erkalten lassen und aufessen.

Du kannst den Apfel auch zylinderförmig wie eine Kerze schneiden. Sie sieht z.B. auf einer Apfeltorte zum Geburtstag sehr schön aus.


Hintergrundwissen
Unser Körper verbraucht chemische Energie, die wir mit unserer Nahrung aufnehmen. Ein Teil dieser Energie wird für verschiedene Körperfunktionen und ihre Tätigkeiten wie rennen, hüpfen, spielen, arbeiten usw. gebraucht, ein anderer verwandelt sich in Wärme. Zur Verbrennung gehören drei Dinge: Brennstoff, Zündenergie und Sauerstoff.

Bei den klassischen Wachskerzen, wie auch bei den essbaren Kerzen kommt der Sauerstoff aus der Luft, die Zündenergie wird mit dem Streichholz oder dem Feueranzünder erzeugt, der Brennstoff ist bei der Wachskerze das Öl und das Paraffin im Kerzenwachs; bei der essbaren Kerze ist es das Olivenöl oder das Öl der Mandel.

Eine Wachskerze besteht aus zwei Teilen: aus einem Docht und dem Wachs. Wenn wir den Docht einer Kerze anzünden, schmilzt das Wachs durch die Wärme der Flamme. Das flüssige Wachs wandert durch die Kapillarwirkung am Docht entlang nach oben. Wenn es die Flamme erreicht, verdampft es und wird zu Gas. Dieses Gas ist der Brennstoff, der zusammen mit dem Sauerstoff dafür sorgt, dass die Kerze weiter brennt.

Auch bei der essbaren Kerze sind es zwei Teile: die Mandel (oder das Olivenöl) und die Kartoffel (oder der Apfel oder der helle Faden in der Mitte der Mandarine). Die Mandel ist reich an Proteinen, Fetten und Kohlehydraten und der grosse Fettanteil bewirkt, dass die Flamme lange brennt. Der Apfel oder die Kartoffel oder die Mandarinenschale hingegen sind nur zur Unterstützung da; sie bilden keinen Brennstoff.

Quellen / Bilder
lapappadolce.net
instructables.com
sciencesquad.questacon.edu.au
deviantart.com

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  • Kunstunterricht: Agamographen kreieren

    Ein Agamograph ist ein Zickzackbild, ein fächerförmiges, reliefähnliches Kunstwerk, das je nach Position des Betrachters unterschiedlich erscheint, der Betrachter wird so zum „Mitschöpfer“ der Kunst. Seinen Namen hat diese Kunstform vom israelischen bildenden Künstler Yaacov Agam, geboren 1928.

    Hier ein hübsches Beispiel aus Italien, wo die Lehrerin mit Erstklässlern Agamographen mit kalten und warmen Farben kreiert hat. Sie gab den Kindern den Auftrag, zweimal einen Schmetterling zu malen, den einen mit warmen, den zweiten mit kalten Farben. Die Bilder wurden in Streifen geschnitten und gestaffelt auf ein neues Blatt geklebt, das anschliessend den aufgeklebten Streifen entlang wie ein Akkordeon als Leporello gefaltet wird: fertig ist der Agamograph.

    Wird der Agamograph aufgestellt und bewegen sich die Schüler von einer Seite auf die andere, erkennen sie die Veränderung des Schmetterlings in warmen Farben zum Schmetterling in kalten Farben.

    Eine ausführliche Anleitung sehen Sie hier:

    Bei ciaobambini.it finden Sie weitere Ideen und Vorlagen für Agamographen mit einer ähnlichen Technik.

  • Aufgabenkarten zum Lernzieltraining "Die vier Fälle"


    AK Faelle T AK Faelle 1

    Zum Erlernen und Festigen der Fälle hat man selten genug Übungsmaterial. Deshalb habe ich zum Lernzieltraining „Die vier Fälle“ zusätzliche Aufgabenkarten erstellt. Damit werden Nomen in die vier Fälle gesetzt, Fälle bestimmt, Fälle erkannt und Nomen mit Adjektiven dekliniert.

    AK Faelle 2 AK Faelle 3

    Die Vorteile und Einsatzmöglichkeiten von Aufgabenkarten habe ich früher bereits aufgelistet. Genau wie alle Aufgabenkarten zu den Lernzieltrainings können die vorliegenden  Aufgabenkarten "Die vier Fälle" selbstverständlich auch unabhängig von anderen Heften zum Üben eingesetzt werden.

    Zielgruppe: 3. - 5. Klasse
    Bezug Lehrplan 21:    D.5.D.1    D.5.D.1 e

  • Buchstabengeschichten und neue Schrift


    ABC Gesch A1 ABC Gesch A2 ABC Gesch A3

    Auf Wunsch eines Perlen-Mitgliedes habe ich die Buchstabenhefte um einige Geschichten erweitert. Beim Buchstaben E sind nun keine Wörter mehr mit Ei oder Eu zu finden, in den neuen Heften kommen diese Zwielaute separat vor. Dasselbe gilt auch für A und Au, für S, Sch, Sp und St.

    ABC Gesch E2 ABC Gesch Ei2 ABC Gesch Eu2
    ABC Gesch S2 ABC Gesch Sch2 ABC Gesch St2

    Zudem habe ich endlich eine Schrift gefunden, die für kleinere Schüler besser lesbar ist, mit rundem Böglein beim kleinen „L“. Dank unseres Perlen-Webmasters Ivo hat auch die Zahl 7 einen Strich bekommen. Als Erstes habe ich alle Buchstabengeschichten damit versehen; ich hoffe, dass das vielen Kindern und Lehrpersonen das Lernen und Lehren erleichtert.

    ABC Kurzgesch 2 ABC Maerchenfig 2

    Hier stehen alle Buchstabenhefte zum Download bereit.

  • Spiel: Stille Partner (Synonyme, Antonyme, Fremdwörter)


    Stille Partner D25 1 Stille Partner D25 2 Stille Partner 3

    Mit diesem Spiel üben Schülerinnen und Schüler der 2./3. bis 5. Klasse ein schulisches Thema - hier z.B. Synonyme, Antonyme und Fremdwörter - ohne ein Wort zu sprechen. Jedes Kind achtet genau auf einfache Zeichen der Körpersprache bei den anderen Kindern.

    Die Zeichen der nonverbalen Kommunikation und das Vorgehen sollten vor dem ersten Spiel mit der Klasse besprochen werden.

    • Die Kinder sitzen im Kreis.
    • Die Karten werden gut gemischt
    • Jedes Kind bekommt eine Karte (verdeckt, mit der Rückseite nach oben)
    • Erst wenn alle Kinder ihre Karte vor sich haben, drehen sie sie um und lesen, was darauf steht
      (die Karte darf niemandem gezeigt werden).
    • Die Kinder überlegen sich, welche Karte ein Partner haben könnte.
    • Sie halten ihre Karte für alle sichtbar hoch und suchen nach ihrem Partner ohne ein Wort zu sprechen.
    • Um miteinander zu kommunizieren, werden einfache, nonverbale Zeichen für Ja oder Nein verwendet
      (s. Plakat mit nonverbalen Zeichen).
    • Wer seinen stillen Partner gefunden hat, setzt sich neben ihn. Beide legen die Karten offen vor sich hin.

    Die Karten können natürlich auch für die Einzel- oder Partnerarbeit verwendet werden.

    Spiel: Stille Partner Synonyme, Antonyme, Fremdwörter

    Zielgruppe: 2./3. - 5. Klasse
    Bezug Lehrplan 21:  D.3.A.1 b   D.3.A.1 c   D.3.A.1 d   D.3.A.1 e

  • Forschen und Entdecken: Berühmte Kunstwerke


    Forschen Kunst T Forschen Kunst 1

    Schülerinnen und Schüler forschen zu berühmten Kunstwerken aus verschiedenen Kulturen und Zeiten und befassen sich intensiv mit der Malerei und den Künstlern.

    Auch hier gibt es zu den 20 Forscherkarten zusätzliche „Projektkarten“ mit kreativen Aufträgen und speziellen Aufgaben zur Malerei und zu den Künstlern.

    Die farbigen Forscherkarten können Sie mehrfach ausdrucken, ausschneiden und laminieren, so dass die Kinder sie zu sich an den Platz nehmen und in Ruhe die Lösungen auf dem passenden Antwortblatt eintragen können. Sie sind ideal für schnelle Schüler und Kinder mit vielseitigen Interessen. Wer schafft am meisten Forscherkarten?

    Download: Forscherkarten Malerei / berühmte Kunstwerke

    Zielgruppe: 3. - 6. Klasse
    Bezug Lehrplan 21:  BG.1.A.2    BG.3.A.1    BG.3.B.1

     

  • Knacknuss 357


    Knack357

    Antworten bitte im Kommentar. Für die erste richtige Lösung - mit Erklärung - gibt es 10 Nüsse und für 100 Nüsse einen Preis zu gewinnen. Pro Person ist nur eine Antwort erlaubt. Viel Glück!

  • Ein eigenartiger Jüngling


    haunted 2683270 960 720

    Ein Grossbauer brauchte einen Helfer, der sich um seine Ställe und den Heuschober kümmerte. Nach altem Brauch begann er am Tag des Dorffestes jemanden zu suchen. Er erblickte einen sechzehn- bis siebzehnjährigen Jungen, der sich bei den Schaubuden herumtrieb. Es war ein grosser, magerer Typ, der nicht besonders kräftig wirkte.
    „Wie heisst du, junger Mann?“
    „Alfredo, Herr.“
    „Ich suche jemanden, der Lust hat auf meinem Bauernhof zu arbeiten. Kennst du dich aus mit landwirtschaftlichen Arbeiten?“
    „Ja, Herr. Ich kann in einer stürmischen Nacht schlafen.“
    „Wie bitte?“, fragte der Bauer überrascht.
    „Ich kann in einer stürmischen Nacht schlafen.“
    Der Bauer schüttelte den Kopf und ging weg.

    Am späten Nachmittag begegnete er Alfredo erneut und wiederholte sein Angebot. Alfredos Antwort lautete gleich: „Ich kann in einer stürmischen Nacht schlafen.“

    Der Bauer brauchte einen Helfer und nicht einen Jüngling, der sich rühmte, in stürmischen Nächten schlafen zu können.

    Er suchte weiter, aber er fand niemanden, der gewillt war, auf seinem Hof zu arbeiten. Also entschied er sich, Alfredo anzustellen, der sich wiederholte: „Seien Sie beruhigt, Herr, ich kann in einer stürmischen Nacht schlafen.“
    „Einverstanden. Wir werden sehen, wofür du taugst.“

    Alfredo arbeitete während mehrerer Wochen auf dem Bauernhof. Der Bauer war sehr beschäftigt und achtete nicht besonders darauf, was der Junge tat.

    Da wurde er eines Nachts von starken Winden geweckt. Der Wind heulte zwischen den Bäumen, röhrte auf den Wegen und rüttelte an den Fenstern. Der Bauer sprang aus dem Bett. Der Sturm könnte die Stalltüren aufreissen, die Pferde und Kühe aufscheuchen, Stroh und Heu verstreuen und allerlei Unheil anrichten. Er eilte zu Alfredos Kammer und klopfte an die Türe, bekam jedoch keine Antwort. Er klopfte lauter.
    „Alfredo, steh auf! Komm und hilf mir, bevor der Wind alles zerstört.“
    Doch Alfredo schlief weiter.

    Der Bauer hatte keine Zeit zu verlieren. Er hastete die Treppe hinunter, eilte an der Tenne vorbei und erreichte die Ställe. Und er erlebte eine schöne Überraschung.

    Die Türen der Ställe waren fest verschlossen und die Fenster waren sicher verriegelt. Stroh und Heu waren zugedeckt und festgebunden, so dass nichts weggeblasen werden konnte. Die Pferde waren in Sicherheit und die Schweine und Hühner waren ruhig. Draussen stürmte der Wind mit grosser Wucht. In den Ställen drin war das Vieh still und alles war in Sicherheit.

    Plötzlich musste der Bauer laut lachen. Er verstand jetzt, was Alfredo damit gemeint hatte, als er beteuerte, in einer stürmischen Nacht gut schlafen zu können.

    Der Junge erledigte seine Arbeit jeden Tag bestens. Er versicherte sich, dass alles an seinem Platz war. Er verschloss sorgsam Türen und Fenster und sorgte gut für die Tiere. Er war jeden Tag auf ein Unwetter vorbereitet. Deshalb brauchte er sich nicht davor zu fürchten.

    Bruno Ferrero, Qumrân2
    Bild: Pixabay, CC0 Creative Commons