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Waldkauz Titelbild

Der Waldkauz gehört zusammen mit der Waldohreule zu den häufigsten Eulen in Mitteleuropa. Die Grundfärbung des Gefieders variiert von graubraun bis rostbraun. Die Farbstruktur erinnert an Baumrinde, eine ideale Tarnung!

Der Waldkauz ist mit 38 cm etwas mehr als halb so gross wie der Uhu, trotzdem ist er ein stattlicher Vogel mit seinen grossen dunklen Knopfaugen. Seine Augen sind wie bei allen Eulen starr nach vorne gerichtet, dafür kann er den Kopf um 270 Grad drehen. Im Gegensatz zu Uhu oder Waldohreule hat er keine Federohren.

Der Lebensraum des Waldkauzes ist der Wald, er hat seinen Platz aber auch in Parks, Gärten und Friedhöfen mit hohem Baumbestand.

Im Spätherbst und vor allem in den Monaten Februar und März kann man seine unheimlich anmutenden Rufe hören. Hu-hu-hu-huhuuu – so tönt das Männchen. Kein Wunder, werden Nachtszenen in Spielfilmen und Krimis oft mit diesen etwas schauerlichen Rufen untermalt. Das Weibchen antwortet auf den Ruf seines Partners mit „Kjuwitt“, das tönt ein bisschen wie „Komm mit“. Früher fürchteten sich abergläubische Menschen vor diesem Ruf, weil sie glaubten, der „Totenvogel“ wolle sie auf den Friedhof locken.

Waldkauz Kamin

Der Waldkauz sitzt tagsüber gerne in überdachten Kaminen, auf hohen Baumkronen, Kirchtürmen, Ruinen oder zeigt sich an sonnigen Wintertagen im Eingang seiner Bruthöhle. Oft wird er dann von Kleinvögeln, die auf seiner Beuteliste stehen, mit heftigem Gezeter „beschimpft“. Da Baumhöhlen heute selten sind, installiert man für Waldkäuze spezielle Nistkästen.

Im Februar oder März legt das Weibchen 2 bis 5 Eier im Abstand von 2 bis 3 Tagen. Nach 29 Tagen schlüpfen die Jungen: robust wirkende, weisse Knäuel. Sie werden vom Weibchen gehudert (warmgehalten) und das Männchen geht in der Dämmerung und nachts eifrig auf Beutefang. Die Nahrung bilden vor allem Mäuse, Vögel, aber auch Amphibien wie Frösche und Kröten, manchmal sogar Fledermäuse und grössere Insekten.

Waldkauz Junge

Der Waldkauz ist im Flug ein praktisch lautloser Jäger dank den schalldämpfenden sägeähnlichen Kanten am äusseren Rand der Flügel. Er ortet seine Beute vor allem mit dem Gehör. Seine Ohröffnungen sind asymmetrisch am Kopf angeordnet, das heisst sie befinden sich nicht auf gleicher Höhe. Sein Gesichtsschleier, der wie ein Parabolspiegel wirkt, nimmt Geräusche ebenfalls optimal auf.

Bevor der Waldkauz auf Nahrungssuche geht, würgt er rundliche Gewölle hervor. Diese Speiballen enthalten unverdauliche Nahrungsreste wie Knochen, Haare, Federn und Chitinteile, die er loswerden muss, um Platz für neue Reste zu schaffen. In guten Mäusejahren legt das Männchen Beutedepots am Nistplatz an. Die Jungkäuze sind dann in ihrer Bruthöhle von Kleinsäuger-Kadavern umgeben.

Waldkauz Junge Aestlinge

Nach etwa 4 Wochen springen die Jungkäuze aus der Nisthöhle auf den Waldboden. Sie klettern auf Äste von Gestrüpp oder Bäumen, am ersten Tag oft nur wenige Meter über dem Erdboden. In dieser Phase bezeichnet man sie als „Ästlinge“. Die Eltern füttern ihre Sprösslinge weiter. Zwischen dem 90. und 100. Lebenstag erreichen die Jungvögel die volle Flugfähigkeit. Die Eltern zeigen ihrem Nachwuchs die besten Jagdgebiete und überlassen ihnen die Beute. Nur etwa die Hälfte aller Jungkäuze überlebt das erste Jahr.

Zu den Feinden zählen Uhu, Habicht, Mäusebussard und Baummarder. Auch der Fuchs kann den Jungvögeln gefährlich werden, vor allem am Boden nach dem Sprung aus dem Nest. Waldkäuze verteidigen ihr Nest energisch gegen mögliche Feinde und setzen dafür ihre scharfen Krallen ein.

 

Waldkauz T
Die Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier:  Waldkauz

Die interessanten Informationen hat Edith Herzog für uns zusammengestellt, die herrlichen Fotos sind von Beni Herzog. Herzlichen Dank.

 

 

 


Rotmilan mit weissen Fenstern auf der Flügelunterseite

Der Rotmilan gehört zu den schönsten einheimischen Greifvögeln. Er ist in Mitteleuropa nach dem Seeadler, Bartgeier und Steinadler der viertgrösste Greifvogel mit einer Flügelspannweite von 1.40 bis 1.70 Metern. Sein farbenprächtiges Federkleid kommt bei Sonnenlicht besonders zur Geltung, die rostrote Färbung sticht sofort ins Auge. Die hellen Partien an den Flügelunterseiten bezeichnet man als «weisse Fenster». Sein Kopf ist hellgrau und weist eine feine dunkle Längsstrichelung auf. Das helle Auge erkennt man nur mit dem Fernglas.

Der Schwanz des Rotmilans ist tief gekerbt, daher kommt der Name «Gabelschwanz». Früher bezeichnete man den Milan auch als «Gabelweihe». Rotmilane steuern kaum mit den Flügeln, sondern auffällig mit ihrem Gabelschwanz, den sie bei Änderung der Flugrichtung seitlich abkippen.

Rotmilan an einem Winterfütterungsplatz

Der Speisezettel der Rotmilane ist vielseitig, sie ernähren sich von Kleinsäugern wie Mäusen, Kleinvögeln, Würmern, Insekten und Aas. Ab und zu packen sie auch Fische, Amphibien und Reptilien. Wenn ein Landwirt seine Felder pflügt, kann man manchmal Milane, Mäusebussarde, Möwen und oft auch Störche beobachten, wie sie hinter dem Pflug her schreiten und in der umgewälzten Erde nach Nahrung suchen.

Rotmilan trägt Nistmaterial zum Horst

Zur Brutzeit vollführen die Rotmilan-Paare richtige Kunstflüge und äussern häufig ein wieherndes Trillern. Pro Jahr ziehen sie höchstens eine Brut auf. Der Horst wird auf einem kräftigen Baum 10 bis 28 m über dem Boden gebaut. Das Weibchen legt zwischen Ende März und Mitte April 2 bis 3 Eier und benötigt rund 34 Tage zum Ausbrüten. Nach dem Schlüpfen füttert das Männchen die ganze Familie, während das Weibchen die kleinen Nestlinge noch hudert*. Später schafft auch das Weibchen Nahrung herbei. Die Sterblichkeitsrate ist wie bei allen Jungvögeln gross, der Rotmilan kann aber über 20 Jahre alt werden.

Rotmilane werden oft von Krähen verfolgt

Den Winter verbrachte der Rotmilan früher in Spanien. Seit die Winter bei uns milder geworden sind, bleiben viele von ihnen hier und beziehen nachts gemeinsame Schlafplätze auf Bäumen. Ist der Boden über längere Zeit schneebedeckt und gefroren, werden für die Greifvögel an einigen Orten Schlachtabfälle ausgelegt. Das zieht natürlich auch Mäusebussarde und Rabenvögel an, die sich dann alle um das Futter streiten - ein herrliches Spektakel!

Insbesondere Krähen streiten sich oft mit Rotmilanen. Obwohl Rabenkrähen wesentlich kleiner sind, haben sie wenig Respekt vor den grösseren Greifvögeln und verfolgen diese manchmal hartnäckig. Man nennt das: sie hassen auf die Greifvögel.

Rotmilan-Paar in der Nähe ihres Horsts

Der Rotmilan war bei uns vor 50 Jahren noch ein seltener Greifvogel, da er europaweit verfolgt und vergiftet wurde. Inzwischen haben sich die Bestände in Mitteleuropa glücklicherweise erholt. Da der Rotmilan fast ausschliesslich in Europa vorkommt, haben Deutschland und die Schweiz für die Erhaltung dieser Art eine grosse Verantwortung. Insbesondere auch deshalb, weil in Südeuropa in den letzten Jahren empfindliche Verluste hinzunehmen waren.

 Der Schwarzmilan Verwandter des Rotmilans

Ein naher Verwandter des Rotmilans ist der Schwarzmilan. Er ist ein echter Zugvogel, denn er überwintert im südlichen Afrika und kommt nur zur Brutzeit zurück nach Europa.

 

Rotmilan T

 

 

Die Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier:  Rotmilan

 

Die interessanten Informationen hat Edith Herzog für uns zusammengestellt, die herrlichen Fotos sind von Beni Herzog. Herzlichen Dank.

 


Blaumeise an der Winterfutterstelle

Die Blaumeise erscheint im Winter regelmässig am Futterhäuschen, wo sie vom Fenster aus gut beobachtet werden kann. Im Siedlungsgebiet ist die Blaumeise nach der etwas grösseren Kohlmeise die häufigste Meise. Auch die Kohlmeise sehen wir am Futterbrett, dort streiten die Meisen manchmal um die "besten Plätze".

Die Blaumeise ist sehr geschickt und erfinderisch. Sie legt zwar selber keine Nahrungsvorräte in Baumritzen und -spalten an wie andere Meisen, bedient sich aber gerne aus diesen Nahrungsverstecken. Berühmt wurde sie Ende der 1920er-Jahre in Grossbritannien, als sie lernte, die Verschlüsse von Milchflaschen aufzureissen, um den Milchrahm zu verzehren. Damals deponierte der Milchmann die Milchflaschen am frühen Morgen vor der Haustüre.

Blaumeisen bleiben im Winter bei uns

Das Gewicht der Blaumeise beträgt 9  bis 12 Gramm. Sie ist mehrheitlich ein Standvogel, das heisst, sie verbringt das ganze Jahr bei uns. Nur ein kleiner Teil zieht im Winter nach Südfrankreich oder Italien.

Eine Verwechslung der Blaumeise mit anderen Meisen in unseren Breitengraden ist praktisch unmöglich, da die Farbgebung unverkennbar ist. Bei Blaumeisen sind Kopfplatte, Nackenband und Flügeldecken blau, die Wangen weiss und sie haben einen dunklen Augenstreif.

Blaumeise wirkt etwas halslos

Blaumeisen sind zierlich, wirken aber ein bisschen pummelig und "halslos". Bei der Nahrungssuche in den Bäumen turnen sie umher und hängen manchmal kopfüber an den Zweigen. Ihre Nahrung besteht aus Insekten, Spinnen, Käferlarven - im Herbst und Winter kommen Sämereien und Beeren hinzu.

Blaumeisesucht Baumhöhle zum Brüten

Blaumeisen brüten in Baumhöhlen im Laubwald, in Parks, Obstgärten und in Siedlungen, wo sie gerne Nistkästen besetzen. Das Nestmaterial bilden Gräser, Flechten, Moos und Tierhaare. Sie polstern ihre Nestmulde auch mit Katzenhaaren aus, obwohl Katzen zu ihren Feinden zählen.

Blaumeisennest mit unbefruchtetem Ei

Im April legt das Weibchen 6 bis 15 Eilein mit rötlich-braunen Punkten und Flecken. Die Sprenkelung der Eier hängt vom Gesundheitszustand des Weibchens ab. Ein Ei wiegt gut 1 Gramm. Nach 13 bis 15 Tagen schlüpfen die winzigen, nackten Wesen.

Junge Blaumeise

Nun beginnt für die Vogeleltern eine harte Zeit. Sie schleppen in der 19 bis 20 Tage dauernden Nestlingszeit alle 2 bis 3 Minuten Futter an, vorwiegend Raupen, und dies ohne Mittagspause! Zusätzlich tragen die Altvögel ständig die Kotbällchen der Jungvögel weg, um das Nest sauber zu halten. In dieser Zeit sehen die Vogeleltern oft zerzaust aus, da sie keine Zeit für die Gefiederpflege haben.

In seltenen Fällen kommt es vor, dass eine andere Vogelart bei der Jungenaufzucht hilft. Dokumentiert ist das Verhalten eines Zaunkönigs, der Futter an bettelnde Blaumeisenjunge übergab, ohne dass die Blaumeiseneltern etwas dagegen hatten. Wir Menschen finden dieses Vorgehen romantisch, der Biologe interpretiert das anders und spricht von einem fehlgeleiteten Verhalten. Wie auch immer - Hauptsache ist, dass die Jungvögel mit Erfolg aufgezogen werden.


Blaumeise T

 

Die Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier: die Blaumeise.

 

 

Die interessanten Informationen hat Edith Herzog für uns zusammengestellt, die herrlichen Fotos sind von Beni Herzog. Ich danke dem unermüdlichen Ornithologen-Paar herzlich dafür.

 

 


Einmaleins Lotto T Einmaleins Lotto 2 

In der Türkei wird Bingo traditionell am Silvesterabend mit der ganzen Familie gespielt.
In Italien ist Lotto als Familienspiel über die Weihnachtstage ebenfalls Tradition.

Die beiden Spiele haben ganz ähnliche Regeln. Eine hübsche Version des Zahlenlottos gibt es hier mit Einmaleins-Aufgaben. Es kann zu Hause über die Festtage und/oder in der Schule als spielerische Mathe-Übung mit den Kindern in der Klasse oder in Gruppen gespielt werden. Die Spielregeln und die benötigten Materialien sind dabei.

Download: Einmaleins-Lotto

Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr!


Graureiherpaar

Der Graureiher ist der grösste und häufigste Reiher in Europa. Wie sein Name verrät, ist das Gefieder des Graureihers vorwiegend grau, die Farben Blauschwarz und Weiss setzen aber schöne Kontraste, vor allem am Kopf und am Hals. Sein kräftiger Schnabel ist gelblich bis orange und hat die Form eines Dolches.

Früher hiess der Vogel Fischreiher, weil Fische zu seiner Lieblingsnahrung gehören. Er wurde deshalb bejagt, was beinahe zu seiner Ausrottung führte.

Graureiher Maeusefang

Der Graureiher hält sich nicht nur im seichten Wasser auf, häufig sieht man ihn von einer Strasse aus in frisch gemähten Wiesen und auf Feldern, wo er zum Beispiel auf Mäuse lauert. Zu seiner Nahrung gehören auch Frösche, Eidechsen, Regenwürmer, Schnecken und Insekten.

Graureiher Lauerstellung

Der Graureiher gehört zu den Schreitvögeln, er hat sehr lange Beine. Er schreitet langsam vorwärts und wenn er ein Beutetier erspäht, erstarrt er in leich gebeugter Haltung, packt sein Opfer blitzschnell mit seinem dolchförmigen Schnabel und lässt es langsam den langen Hals hinuntergleiten.

Nahrungsreste, die der Graureiher nicht verdauen kann, speit er in Form von Gewöllen wieder aus. Das machen auch die Eulen. In einem Graureihergewölle findet man fast immer Fischgräte.

Graureiher jung

 

 

Einen Graureiher sieht man praktisch nie schwimmen. Er badet aber gerne und liebt das "Sünnelen". Dabei spreizt er die Flügel seitlich ab und bekommt dadurch eine lustige Form, was auf dem Bild dieses jungen Graureihers gut zu sehen ist.

 

 

 

 

Im Flug zieht der Graureiher Hals und Kopf ein, das machen auch andere Reiher. Sein Flugruf ist ein kurzes, heiseres Krächzen.

Graureiher Flug

Ein Teil unserer einheimischen Graureiger zieht im Herbst nach Südfrankreich, Italien oder Spanien. Aus dem hohen Norden ziehen Graureiher zu uns, um hier den Winter zu verbringen. Harte Winter überleben viele Graureiher nicht. Wenn Gewässer und Boden zufrieren, finden sie zu wenig Nahrung.

Graureiher  Frosch

 

Graureiher Silberreiher

 

 

Ein eleganter Verwandter des Graureihers ist der Silberreiher. Sein Gefieder ist ganz weiss, der Schnabel gelb. Er ist aber viel seltener als der Graureiher.

 

 

 

 

 

 

Die interessanten Informationen hat Edith Herzog für uns zusammengestellt. Die schönen Fotos stammen wie immer von Beni Herzog. Vielen Dank euch beiden dafür.

Graureiher T

 

Die kostenlose Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier: der Graureiher.

 

 

 

 


Rotkehlchen Benifoto 2


Das Rotkehlchen ist ein Singvogel. Es hat einen rundlichen Körper, lange, dünne Beine und ist an der orangeroten Kehle leicht zu erkennen. Die meisten einheimischen Rotkehlchen fliegen im Herbst nach Süden. Die Vögel, die uns hier im Winter erfreuen, sind Gäste aus Nordeuropa. Sie sind uns Menschen gegenüber oft sehr zutraulich. Untereinander sind Rotkehlchen streitsüchtig und aggressiv.

Rotkehlchen Benifoto 3
Warum singen Rotkehlchen?
Die Rotkehlchen beginnen am Morgen, etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang, mit einem vergnügten Gesang. Die Rotkehlchen-Männchen singen hauptsächlich aus zwei Gründen:
1. Sie wollen die Aufmerksamkeit der Weibchen auf sich ziehen.
2. Sie grenzen ihr Revier ab.
Auch Weibchen singen bei den Rotkehlchen zur Revierabgrenzung.
Bei Gefahr haben sie einen speziellen Warnruf.

 

Wie bewegen sich Rotkehlchen?
Rotkehlchen fliegen mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 30 km/h. Sie sind auch gute Hüpfer. In kleinen Sprüngen bewegen sie sich geschickt am Boden vorwärts oder hüpfen auf den Bäumen von Ast zu Ast.

Rotkehlchen Benifoto 4Wie baut das Rotkehlchen sein Nest?
Rotkehlchen sind bekannt für ihre unüblichen Nistplätze. Diese werden vom Weibchen ausgesucht, das sehr darauf achtet, dass das Nest vor Regen geschützt ist. Das Rotkehlchen-Weibchen legt sein Nest meist in einer schalenförmigen Vertiefung am Boden an - manchmal auch in Töpfen, Giesskannen oder in alten Schuhen.
Es dauert etwa vier bis fünf Tage, bis das Weibchen das Nest fertig gebaut hat. Während dieser Zeit singt das Männchen und besorgt das Futter für beide.

Rotkehlchen Benifoto 5Wie wachsen Rotkehlchen-Nestlinge heran?
Ein Gelege besteht aus 5 bis 7 beigefarbenen, rötlich gefleckten Eiern in der Grösse einer Himbeere. Sie werden vom Weibchen während 13 bis 14 Tagen ausgebrütet.
Nachdem die nackten und blinden Jungen geschlüpft sind, werden sie gehudert und gefüttert. Hudern bedeutet, dass die Nestvögel im Bauchgefieder des Weibchens gewärmt und geschützt werden. Während dieser Zeit versorgt das Männchen alle mit Nahrung.
Die Nestlingszeit dauert 12 bis 15 Tage. Nach dem Verlassen des Nestes können die Jungvögel noch nicht fliegen und halten sich am Boden versteckt auf. Sie werden noch einige Zeit von den Altvögeln mit Nahrung versorgt.
Das Männchen singt den Jungvögeln vor, damit diese den Gesang erlernen. Sie lernen auch fliegen und sich selber Nahrung zu suchen. In dieser Zeit beginnt das Weibchen bereits mit dem Brüten eines zweiten Geleges.

Was fressen Rotkehlchen am liebsten?
Die Nahrung der Rotkehlchen besteht hauptsächlich aus Insekten, kleinen Spinnen und Würmern. Hin und wieder frisst es Beeren und weiche Samen. Im WInter ernähren sich die Rotkehlchen gerne an Futterhäuschen.

Rotkehlchen Benifoto 6Welche Gefahren drohen den Rotkehlchen?
Rotkehlchen müssen stets aufpassen, dass sie keinen Katzen, Greifvögeln oder Eulen begegnen. Aber auch Krähen, Mäuse, Ratten, Dachse, Eichhörnchen und Füchse sind gefährlich.
Viele Rotkehlchen sterben bereits als Nestlinge. Wenn sie das erste Jahr überstehen, können sie drei bis vier Jahre alt werden.


Rotkehlchen T

 

Für den Unterricht steht wie immer eine Dokumentation zur Verfügung: Rotkehlchen.

 

 

 

 Bilder: Beni Herzog

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    Vogel des Monats: Rohrsänger


    Vogelbeobachtung im Schilfgebiet eines Sees oder Flusses: Ein kleiner brauner Vogel klettert geschickt an einem Schilfhalm in die Höhe und singt dabei pausenlos. Sein Gesang ist etwas „kratzig“ und er reiht wiederholte Elemente aneinander. Das tönt dann wie „zick zick zick – schripp schripp schripp – uit uit uit – tiri tiri tiri –kiet kiet kiet – karr karr karr“. Daher er hat den Übernamen „Rapper des Schilfs“ erhalten. Sein richtiger Name lautet Teichrohrsänger.

    Etwas weiter singt ein weiterer kleiner, brauner Sänger auf einem Schilfhalm oder einem Busch im Schilfgürtel. Er sieht genau gleich aus wie der Teichrohrsänger, aber sein Gesang tönt ganz anders. Wie ist das möglich? Vögel, die unterschiedlich singen, können nicht derselben Art angehören. Richtig, hier handelt es sich um den Sumpfrohrsänger.

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 Die Rechtschreibung nach Duden weicht in der Schweiz teilweise von den Regeln in Deutschland und Österreich ab.

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